1. Entzerrung von Nutzungskonflikten
An der Badestelle selbst besteht ein begründetes Hundeverbot, um Hygiene und Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten.
Ein separater Hundestrand löst diese Konflikte vollständig, weil Hunde und Menschen räumlich getrennte Bereiche nutzen.
→ Die Einrichtung eines Hundestrandes unterstützt das bestehende Verbot an der Badestelle und stärkt dessen Akzeptanz.
Als Hundehalterin fühle ich mich stark diskriminiert von vielerlei Besucher:innen der Badestelle. Insbesondere denen mit Kindern, die Hundebesitzer:innen auf's übelste Beschimpfen, wenn die Hunde auch nur in deren Richtung gucken.
Um die Gleichberechtigung zu Gewährleisten ist ein ausgewiesener Hundestrand/Zugang zur Neetze für Hunde also unumgänglich!
2. Verkehrs- und Ordnungsrechtlicher Vorteil für die Gemeinde
Ohne alternative Wasserzugänge sind Hundehalter gezwungen, inoffizielle Zugänge zu nutzen. Dies führt häufig zu:
- Betreten nicht zugelassener Uferbereiche
- Konflikten mit Badegästen
- höherem Kontrollaufwand
Ein offizieller Bereich reduziert ordnungsbehördliche Konflikte und erleichtert die Einhaltung der Regeln an der Badestelle erheblich.
→ Das ist für die Gemeinde kostengünstiger und administrativ sinnvoll.
3. Geringe Kosten und einfache Umsetzung
Ein Hundestrand erfordert lediglich:
- die Ausweisung eines kleinen, bereits öffentlich zugänglichen Uferabschnitts,
- ein Hinweisschild und
- ggf. einen Mülleimer mit Beutelspender (der ja aber an der Brücke schon besteht).
Es sind keine baulichen Maßnahmen, keine dauerhafte Betreuung und keine Gewässerveränderungen notwendig.
→ Für die Gemeinde entstehen minimale Kosten, während der Nutzen groß ist.
4. Umwelt- und Naturschutzrecht spricht nicht dagegen
Solange der Hundestrand:
- nicht in einem sensiblen Schutzgebiet liegt und nur bereits genutzte Uferbereiche betrifft,
- ist er mit geltendem Gewässer- und Naturschutzrecht vereinbar.
Tatsächlich reduziert eine kontrollierte, ausgewiesene Zone die unkontrollierte Nutzung anderer Uferbereiche und stellt einen Beitrag zum Schutz angrenzender Ufervegetation dar.
→ Dies ist ein Argument pro Naturschutz, nicht dagegen.
5. Gemeinwohlorientierte Daseinsvorsorge
Viele Haushalte in der Gemeinde und Umgebung leben mit Hunden.
Ein Hundestrand:
- schafft einen echten Mehrwert für Einwohnerinnen und Einwohner,
- fördert Naherholung, Bewegung und Gesundheit,
- verbessert die Attraktivität der Gemeinde für Besucher,
- und Schlussendlich sorgt er für ein harmonisches Nebeneinander für alle Bürger:innen!
→ Die Gemeinde erfüllt damit einen niedrigschwelligen Beitrag zur sozialen Infrastruktur – ohne spürbare Kosten.
Vorschlag zur Umsetzung
Ich schlage vor, einen Bereich stromaufwärts oder stromabwärts der Badestelle, der ohnehin bereits von Spaziergängern genutzt wird, als Hundestrand zu markieren. Die genaue Lage kann im Rahmen einer kurzen Ortsbegehung gemeinsam festgelegt werden.
Schlussbemerkung
Ein ausgewiesener Hundestrand ist eine praxisorientierte, kostengünstige und konfliktentlastende Lösung, von der die Gemeinde, Badegäste, Hundehalter und die Natur gleichermaßen profitieren.
Additiv möchte ich die Idee in den Raum stellen, den Hundestrand zwischen der Brücke und dem nächstgelegenen Wohnhaus Stromaufwärts anzusiedeln, da dort laut örtlichem Jäger Nutrias Hausen, die zu einer Plage werden könnten. Würden sich dort regelmäßig Hunde aufhalten, könnten sie vertrieben werden, weiter weg von der von Menschen genutzten Fläche. Das würde im Hinblick auf mögliche übertragbare Erkrankungen deutlich mehr Sicherheit für Hund, Mensch und vor allem für Kinder bedeuten.
Von Nutrias Übertragbare Krankheiten:
-Endoparasiten / Ektoparasiten
-Tollwut
-Giardien
-Kryptosporidien
-Salmonellose
Ich bitte um die Unterstützung aller Bürger:innen! Ob Mama, Papa, Herrchen, Frauchen, Hundebesitzer:in, oder einfach nur Friedliebender Mensch...
Für die Gleichberechtigung!
Für die Harmonie in der Gemeinde!
Für die Bürger:innen von Neetze!
Für das Allgemeinwohl!
Für das Recht auf Wasser für ALLE fühlenden Wesen!
Coole Sache... 👍💪😎