Nach den Sommerferien sollen gemäß der Entscheidung des Hessischen Kultusminsteriums (HKM) die 2. und 4. Jahrgänge (das sind also die heutigen 1. und 3. Klassen) von vier auf nur drei Parallelklassen pro Jahrgang reduziert werden. Das führt jeweils zu einer voraussichtlichen Aufteilung einer Parallelklasse auf die übrigen und somit zu einer künftigen Schülerzahl von 24-25 Kindern pro Klasse.

Im Falle des 3. Jahrgangs wird die Entscheidung damit begründet, dass die Zahl der Kinder um einige gefallen ist und sich momentan „nur“ noch auf 74 Kinder beläuft. Damit ist die gesetzlich festgelegte Höchstgrenze von maximal 76 Kindern für einen 3-zügigen Jahrgang mit 2 Kindern unterschritten. Im 1. Jahrgang herrscht eine ähnliche Situation.

Die Klassen werden nach der Zusammenlegung also maximal belegt sein. Dazu kommt, dass sich unter den Kindern in einer Stadt wie Frankfurt natürlich auch solche mit Integrationsstatus befinden, die eine intensivere Betreuung benötigen.

Daher können wir nicht glauben, dass die verantwortlichen Stellen in einer Zeit der Bildungsdiskussionen in Hessen so eine Entscheidung treffen.

Denn steigt die Jahrgangs-Kinderzahl wieder um mehr als 2 Kinder auf 76, müsste erneut eine 4. Parallelklasse gebildet werden und die Kinder würden erneut auseinander gerissen. Das macht doch alles keinen Sinn! Das Rebstockviertel und das Europaviertel wachsen schnell weiter. Das sollte hier Berücksichtigung finden, auch im Hinblick auf die Kinder zukünftiger Jahrgänge.

Wichtig ist, dass die Qualität des Unterrichts auf dem gewohnten Niveau gehalten wird.

Doch, Unterricht soll nicht nur reines Fachwissen vermitteln, den Kindern sollen auch Werte und Sozialkompetenz zu teil werden. Wir fragen uns, wie sollen die Herausforderungen des Schulalltags mit solchen Klassenstärken gemeistert werden? Wir wissen alle wie oft es zu Störungen im Unterricht kommt, weil sich die Lehrer um die alltäglichen Sorgen und Nöte der Kinder kümmern. Einfach so, neben ihrem Bildungsauftrag.

Es macht keinen Sinn, den Lehrermangel mit dieser Entscheidung des HKM zu bekämpfen! Es wird versucht ein Problem zu minimieren, auf der anderen Seite entstehen dadurch aber mehrere neue Probleme. Denken wir auch an unsere Lehrer, die mit Leib und Seele in der Schule tätig sind. Sie werden mit der Maßnahme kaputt gespielt. Und dann haben wir mit der Zunahme an langzeiterkrankten Pädagogen noch ein weiteres Problem!

Und was müssen unsere Kinder noch über sich ergehen lassen? Haben Sie in den letzten Grundschuljahren nicht ohnehin schon genug mitgemacht? Ständiger Lehrerwechsel, Wechsel der Schulleitung, eine nicht nutzbare Sporthalle, das Thema Schadstoffbildung in der Schule, um nur einige davon zu nennen. Reicht das nicht? Müssen sie (teilweise im letzten Grundschuljahr!) nun auch noch aus der bestehenden Klassengemeinschaft gerissen werden, damit sie sich in den vollgepackten Klassen an neue Kinder und Lehrer gewöhnen? Das ist nicht fair!

Begründung

Daher fordern wir, im Interesse unserer Kinder die bestehenden Parallelklassen auch im nächsten Schuljahr wie gehabt fortzuführen!

Bitte nehmen Sie diese Aussagen verantwortungsbewusst wahr! Unsere Kinder sind unsere Zukunft, und es ist nur richtig, dass sie Bildung in HESSEN ganz oben auf die politische Agenda setzen. Unzumutbare Lernbedingungen sind da ein Schritt in die falsche Richtung!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Schulelternbeirat Viktoria-Luise Schule aus Frankfurt am Main
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Pro

Wir sind selbst davon betroffen. Nach 3 Jahren Achterbahn fahren wäre es wünschenswert, daß etwas Ruhe in die Situation kommt. Da ist eine Klassenaufteilung kontra produktiv. Die Probleme auf den Rücken der Kinder zu lösen, ist keine Lösung. Die wären dann wieder mal die Leidtragenden.

Contra

Die Schülerzahl (SuS pro Jahrgang) ist schon im ISEP der Stadt so berücksichtigt, dass 25 Schüler*innen eine Klasse bilden. Bei 50 Kindern sind das 2 Klassen, bei 51 bis 75 dann 3. Das ist eigentlich nur "normal". Man muss auch die räumlichen Kapazitäten berücksichtigen, die nicht plötzlich aus dem Boden sprießen, sollten die Schüler*innenzahlen anderer Jahrgänge steigen. Lieber etwas mehr Kinder in einer Klasse als Container auf dem Schulgelände, finde ich.