Petition richtet sich an:
Bundestag
In der gegenwärtigen Fassung des Grundgesetzes wird an seinem Ende sinngemäß festgelegt, dass es nur als ein vorübergehend geltendes Recht gedacht ist und eine spätere Gemeinschaft aller Deutschen es ratifiziert oder neu verfasst.
Dieser ursprüngliche Gedanke richtete sich wahrscheinlich an die Tatsache der deutschen Teilung, die seit 1989 überwunden ist, ohne dass seither dieses Versprechen an den mündigen Bürger als Souverän des demokratischen Staatswesens eingelöst wurde, ja auch nur die Absicht erklärt wird, es einlösen zu wollen.
Eine Rechtfertigung dahingehend, dass dies mögliche ehemalige Reichsgebiete, die jetzt Staatsgebiete benachbarter Länder sind ausschließt, ist meines Erachtens nur dann als Grund akzeptabel, wenn das ernsthafte Bestreben zu einer friedlichen Rückführung dieser Gebiete realistisch wäre, was ich nicht als gegeben sehe und irgendwo muss man dann auch mal anfangen, oder?
Begründung
Eine gemeinschaftliche Übereinkunft über das neue Grundgesetz könnte einen politischen Prozess initiieren, der auch Migranten als Teilhaber offen stünde, ebenso wie er die Begrifflichkeit des Deutsch- Seins neu fassen könnte, nämlich endlich von den (wissenschaftlich ohnehin nicht haltbaren) Blut und Rassefragen abgekoppelt, ebenso von spezifischen (und fragwürdigen) Tugenden, wie sie auf dem Foto beschworen werden.
Ich sehe darin eine wirkliche Perspektive zu einem neuen gemeinschaftlichen Gefühl zu kommen, Vertrauen als unser wohl wichtigstes Bindemittel einer offen diversen und ebenso spirituell wie humanistischen Gesellschaft zu stärken.