Education

Nur 0,24% der Bevölkerung als Gesprächsparter*innen: Gebärdensprache als Wahlpflichtfach!

Petition is directed to
Ministerin Yvonne Gebauer
1.008 Supporters 550 in Nordrhein-Westfalen
2% from 29.000 for quorum
  1. Launched April 2019
  2. Collection yet 3 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
I agree that my data saved become. The petitioner can mean Namen und Ort view and forward to the Petitionsempfänger. I can give this consent at any time withdraw.

Jede/r kennt das Gefühl, man möchte dem Gegenüber etwas mitteilen, spricht aber nicht die selbe Sprache. Das ist frustrierend und unangenehm, aber kommt im Alltag hörender Menschen auch nicht zu häufig vor. Mit genau solchen Situationen sehen sich die rund 80.000 Gehörlosen in Deutschland aber viel zu häufig konfrontiert, denn nur wenige Menschen in Deutschland beherrschen Deutsche Gebärdenspache (DGS), die seit 2002 als offizielle Sprache anerkannt ist. Diese Petition soll einen wichtigen Schritt für die Inklusion Gehörloser in Deutschland vorantreiben und Sprachbarrieren zwischen Hörenden und Gehöhrlosen abbauen, um so ein barrierefreies Miteinander zu ermöglichen.

Reason

Die Inklusion ist schon seit geraumer Zeit ein großes Thema in Deutschland, doch wie ist eigentlich der Stand der Dinge? In Deutschland leben etwa 80.000 gehörlose Menschen, während nur 200.000 Menschen in ganz Deutschland DGS beherrschen, das sind gerade ein mal 0,23% der Bevölkerung. Für eine gelungene Inklusion ist es wichtig Barrieren abzubauen, wie zum Beispiel die Sprachbarriere.

Deshalb fordere ich die Einführung von DGS als Wahlpflichtfach an NRWs Schulen!

Deutsche Gebärdensprache ist, anders als die deutsche Lautsprache, eine visuell-gestische Sprache. Gebärdensprache ist national unterschiedlich, so wie auch die Lautsprache. Darüber hinaus ist es wichtig DGS klar von Zeichensprache oder Pantomime abzugrenzen; DGS ist eine anerkannte Sprache und hat eigene Regeln und eine Grammatik, die sich von der deutsch Schrift- und Lautsprache unterscheidet.

Gebärdensprache ist für viele SchülerInnen unbekannt, da keine Schule in NRW Kurse für DGS anbietet. So bleiben den SchülerInnen Berufsbilder wie z.B. DGS-DolmetscherIn verschlossen, was den dort herrschenden Fachkräftemangel verschlimmert.

Eine der wenigen Schulen in Deutschland die DGS anbietet ist das Hans-Sachs-Gymnasium in Nürnberg. Dort wird seit 2017 jedes Jahr ein DGS-Kurs für SchülerInnen der 9. Klasse angeboten, der auch immer wieder InteressentInnen findet.

In Anbetracht des steigenden Alters der deutschen Bevölkerung und dem damit verbundenen Anstieg der Betroffenenzahlen von Schwerhörigen, ist es ebenfalls sinnvoll DGS an Deutsche Schulen zu bringen. Im Jahr 2020 werden 29,5% der Bevölkerung älter als 60 Jahre sein (vgl. Statistisches Bundesamt). In den Altergruppen 60-69 und Ü70 liegt die prozentuale Schwerhörigkeit bei 37% und 54% (vgl. Deutscher Schwerhörigen Bund e.V.). Durch DGS könnte also auch Menschen mit altersbedingter Schwerhörigkeit in Zukunft geholfen werden.

Ein weiterer positiver Effekt der Verbreitung von DGS findet sich wesentlich früheren Lebensspanne. So kann das Erlernen von Gebärdensprache auch hörenden Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerungen, Autismus, Down-Syndrom oder dem fetalen Alkoholsyndrom dabei helfen sich mit ihrer Umwelt zu verständigen und das menschliche Bedürfnis nach Kommunikation trotz Einschränkungen ausleben. Darüber hinaus zeigt sich auch, dass Kinder durch das Erlernen von Gebärdensprache und der damit gebildeten Sprach-Brücke die Sprachfähigkeit, auch in Hinblick auf die verbale Sprache, verbessern kann (vgl. Toth 2009).

Unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift und tragen einen wichtigen Teil zur Inklusion in Nordrhein-Westfalen bei!

Sie wollen die Petition weiter unterstützen? Gerne können Sie über diese Seite die Petition ausdrucken und so, entwender in Form von Abrisszetteln oder Listen zum Auslegen, mehr von unserem Anliegen überzeugen!

Thank you for your support, Fiona Daubenberger from Aachen
Question to the initiator

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News

Gehörlose werden in so vielen Bereichen des Alltages ausgegrenzt. So wie ja alle englisch unterrichtet bekommen weil es eine Weltsprache ist, sollten mindestens die Grundlagen der Gebärdensprache Teil der Schule sein. sicher wird es schwierig das umzusetzen wenn es einen Lehrermangel gibt. Aber ich bin sicher, es gäbe für den Anfang eine Lösung. Sicher wären auch die Schüler dazu bereit. Ev. am anfang vielleicht nicht als Wahlpflichtfach sondern als Angebot der Schule. Bei viel Interesse der Schüler kann man es ausbauen

Wie soll das realisiert werden, es gibt derzeit einen so großen Lehrermangel an Schulen. Gebäude sind marode. Das Geld für einen Gebärdenleherer wäre anderweitig besser angelegt. Außerdem würden die meissten Schüler dem Unterricht eh nicht beiwohnen geschweige den Aufpassen

Why people sign

  • on 04 Dec 2019

    Die Scherhörigen und Gehörlosen sollen inklusiv beschult werden, studieren und arbeiten. Da aber nicht alle von einem CI ausreichend profitieren und bei Störlärm (an der Straße, auf der Versammlung, im Supermarkt) die Verständigung über die Lautsprache zusätzlich erschwert ist, kann dies nur gelingen, wenn auch ein Breite Masse der Bevölkerung Zugang zu Gebärdensprache bekommt.

  • Mieves Harald Geilenkirchen

    on 01 Dec 2019

    Ich habe selbst eine Hörschädigung und erlebe oft diskriminierende Äußerungen, auch von meinem Arbeitgeber: Sie haben ja auch 5 Tage mehr Urlaub als die anderen Kollegen. Ich würde gerne den Urlaub eintauschen...

  • on 26 Nov 2019

    Seid ich klein bin find ich ,dass die Gebärdensprache als Wahlpflichtfach in der Schule eingeführt werden sollte. Es ist eine internationale Sprache ,welche man zum verständigen benutzen können sollte.

  • on 26 Nov 2019

    Die Gebärdensprache ist unter hörenden Menschen kaum verbreitet. Ich möchte auch tauben Menschen einen barrierefreien Alltag gewährleisten, indem die Gebärdensprache ein Wahlpflichtfach wird. Dies sorgt für allgemeine soziale Bildung und ist sehr förderlich, um sich mit Behinderungen in aller Form auseinanderzusetzen.

  • on 24 Nov 2019

    Teilhabe, ein selbstbestimmtes Leben für jeden! Doch hierzu müssen Barrieren von der Gesellschaft abgebaut werden. Dies wäre eine von vielen. Die Gesellschaft schafft Barrieren und nicht die Menschen mit Behinderung!!!

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