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Bild zur Petition mit dem Thema: Öffnung der Hoch- und Berufsschulen für AsylbewerberInnen Öffnung der Hoch- und Berufsschulen für AsylbewerberInnen
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Wissenschaftsministerin Frau Gabriele Heinen-Kljaji, ...
  • Region: Niedersachsen mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 87 Unterstützende
    49 in Niedersachsen
    Sammlung abgeschlossen

Öffnung der Hoch- und Berufsschulen für AsylbewerberInnen

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Freier und Kostenloser Zugang für AsylbewerberInnen zu Bildung.

Begründung:

Sehr geehrte Frau Gabriele Heinen-Kljaji, sehr geehrte Landeshochschulkonferenz,

weltweit befinden sich aktuell nach Schätzungen des UNHCR 45 Millionen Menschen auf der Flucht. Das entspricht etwa der Bevölkerung Spaniens. Amnesty International bezeichnet die derzeitige Situation als die „größte Flüchtlingskatastrophe seit dem 2. Weltkrieg“. Immer mehr Menschen flüchten auch nach Deutschland: alleine im Monat März diesen Jahres wurden hier mehr Asylerstanträge gestellt als noch 2008 im ganzen Jahr. Mit der steigenden Anzahl Geflüchteter, mehren sich auch die Herausforderungen, denen wir uns verantwortungsvoll stellen müssen. Es ist zwingend notwendig Geflüchteten eine Integration, ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben und eine Zukunft zu ermöglichen. Die erste und wichtigste Grundlage hierfür ist die Sprache.

In einem fremden Land sind Sprachkenntnisse für uns grundlegend notwendig, um Behördengänge zu erledigen, auf der Straße nach dem Weg zu fragen, einen Beruf zu ergreifen und Kontakte mit den hier lebenden Menschen zu knüpfen. Sprache gehört zu den seltenen Gemeingütern, die größer werden, je mehr Menschen sich davon bedienen. Anders als Wohnraum, Geld oder Sachleistungen kann Sprache von beliebig vielen Menschen benutzt werden. Bildung ist ein Menschenrecht, da sie die Voraussetzung für aufgeklärtes, selbstständiges Denken ist. Deutsch Politik versucht dieses Menschenrechtes auf Bildung, möglichst vielen Staatsbürgern - egal welcher (sozialen-) Herkunft - mittelst weitestgehender Kostenfreiheit, Bafög ect. zu garantieren. Dieses Recht auf Bildung darf AsylbewerberInnen nicht verwehrt bleiben. Als Angehörige einer Bildungseinrichtung sehen wir uns in der Pflicht, für dieses Recht einzutreten. Statt AsylbewerberInnen in Heimen abzuschotten und ihnen den freien Zugang zur Bildung teilweise zu verweigern, sollten wir sie in die Mitte unserer Hoch- und Berufsschulen holen. Wir müssen ihnen den freien Zugang zu Sprach- Berufs- und Allgemeiner Bildung gewährleisten. Einige Hochschulen, wie die Universität Bremen, die Universität Hildesheim, oder die Leuphana Universität Lüneburg haben bereits, auf Initiative von Studierenden und Lehrenden, erste Schritte hinsichtlich der Öffnung ihrer Hochschulen für AsylbewerberInnen gemacht.

Eine Möglichkeit hierfür haben wir als studentische Initiative bereits selber erschaffen: In einem Tandem- und Patenschaftsprojekt lernen und profitieren Studierende und Geflüchtete von einander. Dabei steht nicht nur das Lernen einer Sprache im Vordergrund, sondern auch eine soziale Integration von Geflüchteten. Leider sind trotzdem viele AsylbewerberInnen von diesem Angebot ausgeschlossen, da sie noch nicht die Möglichkeit hatten, die notwendigen Grundlagen der deutschen Sprache zu lernen. Deshalb wollen wir, dass offizielle und kostenlose Deutschkurse an unseren Hochschulen geschaffen werden. An deren Ende sollten eine Prüfung absolvieren werden können, welche den TeilnehmerInnen einen bestandenen „Orientierungskurs“ oder „Integrationskurs“ wie vom BAMF geforderten zertifiziert. Dort, wo die vorhandenen Lehrkräfte nicht ausreichen um den Bedarf adequat zu decken, sollten neue Stellen geschaffen werden. Um Müttern die Teilnahme an dem Programm zu ermöglichen, sollte auch für eine adequate Kinderbetreuung gesorgt werden. Wir wollen, dass in einen ersten Schritt um Asylsuchenden den Zugang zum allgemeinen Unterricht der Hoch- und Berufsschulen zu eröffnen, nicht besetzte Studienplätze in Form von Gasthörerschaften an interessierte Asylsuchende und Flüchtlingen vergeben werden.

Wir fordern:

1.  Einbindung von Sprachtandems und Patenschaften in das Curriculum, um einen zusätzlichen und nachhaltigen Anreiz für Studierende zur Teilnahme zu schaffen.
2.  Öffnung und Erweiterung der Deutsch-als-Fremdsprache-Kurse der Hochschulen. Diese sollten vom BAMF als „Orientierungs-“ und „Integrationskurse“ anerkannt sein.
4.  Eine Ausweitung der Kinderbetreuung, damit auch asylsuchende Eltern an den Hoch- und Berufsschulen Teilnehmen können.
5.  Kostenlose Gasthörerschaften für Asylsuchende und Flüchtlinge.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Hannover, 30.05.2015 (aktiv bis 10.07.2015)


Debatte zur Petition

PRO: "sehr geehrte Landeshochschulkonferenz" - Deppen unter sich! Ich bin auch dafür, allen Asylbewerbern, Flüchtlingen und sonstigen Zigeunern den Zugang zu den Hochschulen etc. zu gewähren. Spricht aus meiner Sicht nichts dagegen. Wer wirklich was lernen ...

CONTRA: Au ja Bafög und Kinderbetreuung, also bezahlen kann es ja die Kassiererin bei Netto von ihren Steuern, wen juckt es dass sie selbst kaum über die Runden kommt... Der deutsche Michel bezahlt ja gerne für alle! ( Da eure Ausbildung steuerfinanziert ist ...

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Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer