Oder anders gefragt: Wie viel Rest-GRÜN wird es in der Münchner Stadtlandschaft am Ende der derzeit zu beobachtenden Boomtown-Entwicklung Münchens noch geben? Wer kann sich am Ende dieser weit über die Stadtgrenzen hinaus spürbaren Wachstums-Entwicklung Münchens das immer teurer werdende Leben in der Stadt selbst noch leisten? Wo sollen dann die neuen Münchner BANLIEUES hingebaut werden, in denen die aus der Stadt verdrängten Menschen einziehen müssen?

Begründung

München war in den vergangenen 200 Jahren meistens so dermaßen schön und verlockend, dass diese Stadt von 40.000 EinwohnerInnen (um das Jahr 1800 herum) auf heute mehr als 1,40 Millionen StadtbürgerInnen angewachsen ist - und bis zum Jahr 2030 wollen wahrscheinlich noch 250.000 bis 300.000 Menschen zu uns nach München ziehen.

Der aktuell noch gültige Flächennutzungsplan der LH München bietet aber leider nur noch eine Bauland-Reserve für gerade einmal 46.000 Neubauwohnungen - benötigt werden bis 2030 jedoch eher 120.000 + X Neubauwohnungen. Und der Zuzugs-Druck setzt sich ja auch noch ins Münchner Umland fort - da kommen vielleicht auch noch weitere 200.000 NeubürgerInnen zusammen. Auf dem Münchner Immobilienmarkt kneift es nun aber schon heute ganz arg und wer sich in München umschaut, sieht hier eine gnadenlos zunehmende Zahl der allerhäßlichsten Investoren-Beglückungs-Wunderkisten in der Münchner Stadtlandschaft herumstehen - in der neuen THERESIENHÖHE, in der NORDHAIDE, in der MESSESTADT RIEM, im ARNULFPARK, im HIRSCHGARTEN, . . .

Da lässt sich einfach alles vermarkten, weil der Druck auf den Münchner Immobilienmarkt so immens ansteigt. Daher müssen sich die Bau-Investoren architektonisch im Detail und stadtgestalterisch im nachbarschaftlichen Kontext auch überhaupt nicht mehr anstrengen. Aber wem gefällt das alles wirklich?

Die neugewählten Mitglieder des Münchner Stadtrats sollten sich als unmittelbare Repräsentanten der Münchner Bevölkerung bewusst sein, dass die zukünftige Münchner Stadtentwicklung nur noch mit einer anspruchsvollen Stadtgestaltung gut gelingen wird.

Seien Sie bitte anspruchsvoll!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Herbert Gerhard Schön aus München
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Hallo und Grüß Gott zusammen,

    mit bisher 73 Unterstützer-Unterschriften ist diese als Frage gestellte Petition "Perspektive München 2030: Ois zuabaun? (Echt ois zuabaun?)" extrem weit weg von der anspruchsvollen Zielgröße "50.000", was mich aber in der Annahme und Befürchtung bestätigt, dass es in München noch nicht wirklich dramatisch ernst ist mit diesem Problem der stetigen Wachstums-Entwicklung. Neben den "alten Neubau-Quartiere" Haidhausen im Osten und Schwanthalerhöhe im Westen, wo es mit Einwohnerdichten von mehr als 10.000 Menschen/qkm sowieso schon deutlich enger zugeht als im Münchner Mittel von derzeit 4.800 Menschen/qkm, zeigt dann der Vergleich zu Allach oder Langwied mit etwa 2.500 Menschen/qkm die erstaunlich unterschiedliche Spanne im "Münchner Großstadt-Gefühl".

    Daher könnten genau deshalb die kommenden Jahre noch sehr spannend werden - wenn wir es als Münchner Stadtgesellschaft tatsächlich schaffen sollten, über die weitere Entwicklung unserer Stadt öffentlich zu diskutieren und demokratisch mitzuentscheiden. Ansonsten wird ein relativ kaltes und herzloses Marktgeschehen die weitere Münchner Stadtentwicklung über die Verfügbarkeit an finanziellen Mitteln steuern und wer sich dann dieses immer teurer werdende München nicht mehr leisten kann, ist halt früher oder später draußen. Zur nachdenklichen Betrachtung dieser Entwicklung taugt immer noch der Videomitschnitt des SZ-Forums "Reden wir über München" vom 5. März 2014, was hier www.sueddeutsche.de/muenchen/video-zur-ob-diskussion-das-ist-muenchens-wunder-punkt-1.1904857 noch einmal nachhörbar ist. Ab der Stunde 1 + 30 min. ist dann die Frage "Ois zuabaun?" auch noch sehr interessant - so wie die OB-Kandidaten Josef Schmid (CSU) und Sabine Nallinger (GRÜNE) geantwortet hatten und wie der damlige OB-Kandidadat Dieter Reiter (SPD) dazu noch nichts sagte.

    Bis zum März 2020 - also bis zur nächsten Münchner Stadtrats- und Oberbürgermeister-Wahl - werden sich noch genug Gelegenheiten finden lassen, um mit der Frage "Ois zuabaun?" dann auch in wirklich allen wichtigen politischen Köpfen unserer Stadt ein aktives Mitdenken anzuregen.

    Das kommende Jahr könnte also noch spannender werden, . . .

    Immerzu aufmunternd grüßend,
    Herbert Gerhard Schön

  • Guten Morgen zusammen,

    mit dem heutigen Tag endet diese Petition "Perspektive München: Ois zuabaun?" und es kamen seit dem 3. März 2014 immerhin 74 Unterstützer-Unterschriften zusammen. Es hätten auch weniger sein können, . . .

    Sie erinnern sich an eine Nachricht aus der vergangenen Woche (?): "Bündnis kämpft für bezahlbares Wohnen / Löwenbräukeller: Demo gegen GBW"
    www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.buendnis-kaempft-fuer-bezahlbares-wohnen-loewenbraeukeller-demo-gegen-gbw.ac69c27f-6926-4dd8-87c8-297613c557c5.html
    Etwa 70 MünchnerInnen demonstrierten gegen die Spekulations-Geschäfte der PATRIZIA AG rund um die vom Freistaat Bayern verkauften GBW-Wohnungen.
    (Nun war ich bei dieser Demonstration leider nicht dabei - an diesem Samstag stand für mich ein langer Aktions-Tag "BodenKULTUR = Bodenleben + Bodenschutz" zu diesem Zukunfts-Thema an: www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Stadtplanung-und-Bauordnung/Projekte/Muenchner_Nordosten.html - und der Tag hat nur 24 Stunden, . . .)
    Nun gibt es jedoch allein in München 8.000 GBW-Wohnungen, das sind also immerhin 8.000 betroffene Münchner Haushalte mit 8.000 + X betroffenen Menschen - aber es kamen nur 70 MünchnerInnen zum Demonstrieren. Es scheint in München noch nicht so schlimm zu sein und es tut offensichtlich noch nicht wirklich so arg weh, dass es die Menschen in einer deutlich größeren Zahl auf die Straßen treiben würde.

    Nach der nun auslaufenden Petition "Perspektive München: Ois zuabaun?" folgt nun die Petition "Perspektive München 2030: Ois zuabaun? (Echt ois zuabaun?)"
    www.openpetition.de/petition/online/perspektive-muenchen-2030-ois-zubaun-echt-ois-zuabaun
    und diese Fortsetzungs-Petition reicht nun in der Laufzeit bis Anfang Dezember 2014.

    Wer mich noch nicht persönlich kennt: Mit 74 Unterstützer-Unterschriften für die Petition "Perspektive München: Ois zuabaun?" sehe ich die besondere Herausforderung "Das kann´s doch noch nicht gewesen sein." und daher nun eben ein zweiter Anlauf mit der Petition "Perspektive München 2030: Ois zuabaun? (Echt ois zuabaun?)", weil es für unsere Stadt wirklich höchste Zeit ist, über die weitere Stadtentwicklung kritisch nachzudenken und öffentlich zu diskutieren.

    Aufmunternd grüßend,
    Herbert Gerhard Schön


    Kontakt:
    Werkstatt für Ökodesign
    und lebendige Kunst GbR
    Inh.: Hege Wiedebusch
    Herbert Gerhard Schön
    www.wichtlbaamschui.de
    Freischützstraße 104/V
    81927 München
    Tel. 089-951593

Pro

Die fachkreislich geführte Diskussion (oder fachgreisslig?) über das neue Bauen geht immer auffälliger in die Richtung "Banlieues haben auch Vorteile.", . . . Und wir haben in München neben dem zunehmenden Schwund an freien Bauflächen auch eine übel wirksame Verödung der Planer- und Bauherren-Hirne zu erwarten - wenn die Münchner BürgerInnen nicht für eine ausreichende Hirn-Durchblutung sorgen. Ansonsten werden uns Firmen wie beispielsweise die Bayerische Hausbau, Conceptbau, Terrafinanz & Co. das gesamte Münchner Stadtgebiet mit einer Vielzahl von WELFENHÖFE-Klonen vollstellen.

Contra

München hat ein unsinnig überhöhtes Mietniveau, das durch Bauvorschriften zustande kommt. Das Problem ist also selbst geschaffen. Mehr mietpreistreibenden Wahnsinn darf es nicht geben. Es muss viel mehr und höher gebaut werden.