Wir möchten, dass das erweiterte Wasserschutzgebiet in der Fauststr. 90 in München nicht weiter bebaut wird. Stattdessen fordern wir, dass das Gelände im Sinne des Naturschutzes und der Nachhaltigkeit wieder renaturiert und der Öffentlichkeit in Form eines Parks oder Waldes zugänglich gemacht wird.

Von dem Bebauen wichtiger Grünflächen sollte auch in der Zeit der Wohnungsknappheit Abstand genommen werden. Es kann nicht jede frei stehende Fläche auf Kosten der Lebensqualität anderer (Mensch & Natur) bebaut werden. Vielmehr sollte ein Umdenken stattfinden!

Begründung

Das Areal liegt im Landschafts- und Wasserschutzgebiet und stellt die einzige Verbindung zwischen den nördlichen und südlichen Waldflächen dar. Auf diesem Areal befindet sich aktuell eine unbenutzte Sportanlage. Das heißt, der Boden ist zum Teil bereits versiegelt. Mit der geplanten Ausweitung der Bauflächen wäre vermutlich weitere Versiegelung des Bodens notwendig. Das bedeutet, die Versickerungsfähigkeit des Regenwassers nimmt ab und die Grundwasservorratsneubildung ist beeinträchtigt. Versiegelte Böden verlieren ihre Fähigkeit Wasser zu verdunsten und damit kann die Luft in den Sommermonaten nicht gekühlt werden. Eine derartige Bebauung (ausgerechnet in einem Wasserschutzgebiet!) führt zu unumkehrbarer Flächenversiegelung und dadurch zur Verschlechterung des Wohnumfeldes sowie des Klimas!

Die Bebauung bringt eine weitere Problematik mit sich und zwar die der fehlenden Infrastruktur. Die Straßen dienen teilweise als Parkplatz und somit bleibt nur eine Fahrspur für den Verkehr übrig. Die Straßen in der Umgebung sind für einen zunehmenden Verkehr keineswegs ausgelegt. Sie zeigen jetzt schon Belastungsgrenzen für einen noch gängigen Verkehr. Die Schaffung einer neuen Wohnkolonie mit 80 Parteien würde eine massive zusätzliche Verkehrsbelastung nach sich ziehen. Eine Entlastung des Verkehrs ist zudem schwer realisierbar, da die Straßen in diesem Wohngebiet nicht ausbaufähig sind. Auch die Parksituation wird sich durch die Errichtung der Wohnkolonie deutlich verschärfen, da davon auszugehen ist, dass viele Parteien über mehr als einen PKW verfügen werden. Der Grund dafür ist die große Entfernung zwischen Wohnraum und Arbeitsplatz, Einkaufsmöglichkeiten sowie teilweise der sozialen Infrastruktur. Zu dieser Annahme veranlasst uns die aktuelle Situation. Weiter: Eine viergeschossige Bebauung integriert sich nicht in die Umgebung. Die Häuser in diesem Stadtteil verfügen höchstens über 2 Ebenen + Dach. Wir möchten, dass das Stadtbild in Waldtrudering bewahrt bleibt. Weitere Informationen können Sie der Internetseite fauststrasse90.de entnehmen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Klara Gal aus München
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Neuigkeiten

Pro

Die Tatsache, dass auf dem Grundstück eine Sportstätte eingerichtet worden war, ist schon als eine Aufweichung des Schutzes zu betrachten. Ursprünglich war gar keine Bebauung vorgesehen. Vor diesem Hintergrund muss die Stadt im Vergleich mit anderen Flächen ein höheres Schutzinteresse feststellen, das sich hauptsächlich aus der Verbindung der beiden Waldflächen südlich und nördlich der Fauststraße ergibt. Die Fragen des Umweltschutzes werden eingehend vom Bund für Umwelt und Naturschutz erörtert.

Contra

In der Petition wird ein „erweitertes Wasserschutzgebiet“ genannt. Aus dem Flächennutzungsplan ist aber nur ein Wasserschutzgebiet zu erkennen und das endet an der Fauststraße und schließt damit das betroffene Areal nicht ein. Auch das Internet gibt zu diesem Begriff nichts her. Ich halte das mit dem WSG daher nicht für stichhaltig. Wenn man angrenzend an ein WSG nicht bauen soll, welchen Abstand soll dann ein Bauvorhaben zum WSG gemäß der Petition einhalten?