Region: Germany

Petition gegen die geplanten Reformen der Krankschreibungen

Petition is addressed to:
Bundesregierung, Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

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100 %
70,016 from 30,000 for quorum in Germany Germany

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  1. Launched 02/07/2026
  2. Time remaining > 3 months
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Petition addressed to: Bundesregierung, Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Wir fordern die Bundesregierung auf,

  • von der geplanten Verpflichtung abzusehen, bereits ab dem ersten Krankheitstag eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen,
  • und die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung dauerhaft zu erhalten.

Statt zusätzlicher Hürden braucht es eine evidenzbasierte und praxistaugliche Gesundheitspolitik.

Reason

Die geplanten Änderungen im Bereich der Krankschreibung werfen erhebliche fachliche, praktische und gesundheitspolitische Fragen auf.

Erstens steht die Verschärfung der Nachweispflicht im Widerspruch zur aktuellen Studienlage. Untersuchungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) gemeinsam mit der BARMER sowie Analysen der DAK zeigen, dass der gestiegene Krankenstand nicht auf Missbrauch zurückzuführen ist. Vielmehr erklären Nachwirkungen der Coronapandemie und die vollständigere Erfassung durch die elektronische AU einen Großteil der Entwicklung. Ein belastbarer Nachweis, dass strengere Nachweispflichten den Krankenstand senken, liegt nicht vor.

Zweitens besteht die Gefahr eines gegenteiligen Effekts. Wenn Beschäftigte bereits am ersten Krankheitstag eine Arztpraxis aufsuchen müssen, ist davon auszugehen, dass Ärztinnen und Ärzte im Zweifel eher längere Krankschreibungen ausstellen. Kurzzeitige Erkrankungen, die bislang eigenverantwortlich auskuriert wurden, könnten dadurch unnötig verlängert werden.

Drittens ist eine generelle Verschärfung nicht erforderlich. Arbeitgeber können bereits heute nach § 5 EFZG eine Krankschreibung ab dem ersten Tag verlangen. Eine pauschale gesetzliche Verpflichtung für alle Beschäftigten schafft daher keinen zusätzlichen Mehrwert, sondern erhöht lediglich den bürokratischen Aufwand.

Viertens führt die Kombination aus verpflichtendem Arztbesuch ab dem ersten Tag und der gleichzeitigen Abschaffung der telefonischen Krankschreibung zu einer erheblichen Mehrbelastung der ambulanten Versorgung. Hausarztpraxen sind bereits stark ausgelastet. Zusätzliche Pflichtkontakte bei leichten Erkrankungen binden wertvolle Ressourcen, die für ernsthaft erkrankte Patientinnen und Patienten benötigt werden.

Fünftens erhöht insbesondere die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung das Infektionsrisiko. Leicht erkrankte Menschen würden gezwungen, Arztpraxen persönlich aufzusuchen und könnten dort andere Patientinnen und Patienten anstecken – gerade in der Erkältungs- und Grippesaison oder bei stark ansteckenden Magen-Darm-Infekt en ein vermeidbares Risiko.

Sechstens ist die Nutzen- und Lastenverteilung unausgewogen:

  • Arztpraxen tragen zusätzlichen Aufwand,
  • Krankenkassen müssen mehr Behandlungen finanzieren,
  • Beschäftigte werden stärker belastet,
  • und Arbeitgeber erhalten keinen echten Zusatznutzen gegenüber der bestehenden Rechtslage.

Die telefonische Krankschreibung hat sich in der Praxis bewährt: Sie entlastet Praxen, reduziert Infektionsrisiken und ermöglicht eine unkomplizierte Versorgung bei leichten Erkrankungen. Ihre Abschaffung wäre ein Rückschritt.

Wir setzen uns daher für eine Gesundheitspolitik ein, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert, die Versorgung effizient organisiert und unnötige Belastungen für alle Beteiligten vermeidet.

Thank you so much for your support, Gabi Abbenseth, Benningen am Neckar
Ask the initiator

Petition details

Petition started: 07/02/2026
Collection ends: 01/01/2027
Region: Germany
Topic: Health

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News

Das Problem der Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens in Deutschland liegt nicht in Krankschreibungen. Die zentralen Finanzprobleme rühren von überbordender Bürokratie und Dokumentationspflichten, sowie den nach wie vor geleisteten Ausgaben, die die nicht an die Beitragszahler und deren Familien gehen. Nur dagegen scheint auch in den aktuellen Beschlüßen nicht verbessert zu werden. Grundprämisse scheint eher Leistungen reduzieren, Kosten erhöhen und beitragfremde Leistungen beibehalten.

Entweder alle oder keiner! Es ist ein unding Angestellte brauchen nach 3 .Tagen eineK.-Meldung der Mitarbeiter am Band muß für den den1.Tag ein Attest vorlegen. Also alle gleich!!!!!!!

Why people sign

Weil es alle fleißigen Arbeitnehmer betrifft- die vielleicht nie krank sind und wenige Karenztage haben im Jahr …

Als Orthopädie Techniker Meisterin trifft es mich im Gesundheitswesen doppelt, sowohl bei der Arbeit im Sanitätshaus, als auch als Private Person.
Es reicht!
Wir müssen alltagstaugliche Lösungen finden, für die Menschen, für den Mittelstand, für Alte sowie junge Menschen und die armen und diejenigen die an der Armutsgrenze leben.

Man sollte nicht an dem recht guten System herumbasteln.

Das können wir uns nicht gefallen lassen. Was kommt als Nächstes……..

Gegen Misstrauen gegenüber den Brschäftigten!

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