Diese Petition setzt dem gepredigten Mantra Wachstum und speziell dem Wirtschaftswachstum einen neuen Weg zum Wohlstand entgegen. "Die Fähigkeit zu gedeihen" muss gefördert werden, um dauerhaften Wohlstand zu erreichen. Wird der Mensch befähigt zu gedeihen, ist das Umfeld geeignet zu gedeihen, trägt dies zum Wohlsein des Menschen bei. Dazu braucht es einen gesunden Lebensraum, eine gleiche Gesellschaft, auskömmliche Arbeit, weniger Materialismus, weniger Statuswettbewerb, Teilnahme am öffentlichen Leben und eine von der öffentlichen Hand wahrgenommene Daseinsvorsorge.

Weiteres wird im Detail in der Erläuterung zur Petition (16 Seiten) in www.plaudereckle.de/nachhaltigkeit/openpetition_lang_Wachstum-vs-Gedeihen_2013-12-26.pdf spezifiziert.

"Wohlstand ohne Wachstum" ist die Konsequenz des britischen Ökonomen Tim Jackson bei Betrachtung der Entwicklung, die das ewige Wachstum verantwortet. Im gleichnamigen Buch kommt er zur genannten "Fähigkeit zu gedeihen". Dieses Buch sollte von den Regierenden dieser Welt als Vorlage ihrer Arbeit eingesetzt werden.

Die Staats- und Regierungschefs der G20 kamen am 5./6. September zum Gipfel 2013 in St. Petersburg zusammen. Im Schatten der Syrien-Krise sprachen sie erneut für Wachstum aus. Wachstum gilt in diesem Kreis derart als Allheilmittel gegen Arbeitslosigkeit und für Wohlstand, dass die Gipfelteilnehmer mit Angela Merkel vorneweg das 2009 in Pittsburgh verabschiedete Rahmenwerk für ein starkes, nachhaltiges und ausgewogenes Wachstum mit weiterem Maßnahmen unterstrichen ("Framework for Strong, Sustainable and Balanced Growth", 2009). Neben dem sicher im Ansatz nicht schlechtem Gedanken zur Konsolidierung der Haushalte stehen übliche marktkonforme Forderungen wie Liberalisierung und mehr Wettbewerb auf der Agenda. Ansätze zum Gedeihen ohne Wachstum kommen erst gar nicht auf die Tagesordnung.

Die Staats- und Regierungschefs der G20 mögen bekennen, dass Wirtschaftswachstum nicht mehr zielführend für Wohlstand ist, sondern Wohlstand über die Fähigkeit zu gedeihen erreicht wird.

Angela Merkel bleibt weiterhin Bundeskanzlerin. Die SPD folgte dem medialen Ruf "vernünftig" zu sein und mit der CDU gemeinsame Sache zu machen. In der Postdemokratie gilt als vernünftig, was der Wirtschaft dient. Als industrienahe Partei steht die SPD dem merkelschen Wort "Wachstum" am wenigsten im Weg. Die Fähigkeit zu Gedeihen droht weiter unter die Räder einer starrsinnigen wirtschaftsfreundlichen Politik zu geraten.

Die neu gewählte Bundeskanzlerin wird beauftragt, auf die Staats- und Regierungschefs der G20 entsprechend dieser Petition einzuwirken. Das "Framework for Growth" hat in den Hintergrund zu treten.

Wird das Wachstum auch nur ein wenig bedroht, schlägt die Wirtschaft um sich. Mensch und Natur müssen dabei in Deckung gehen. Das Wachstum ist heute die Geißel der sogenannten hochentwickelten, materiell reichen Staaten. Das Wachstum provoziert überdrehte und ausgebeutete Gesellschaften. Auf den Arbeitenden liegt die Last der Anforderung ewigen Wachstums. Das Lebensumfeld wird konsumorientiert und marktkonform manipuliert. Weltweit werden gesunde Lebensräume vernichtet. Es bleibt ein unerfüllbarer Traum, den Ressourcenverbrauch an Land und Rohstoffen vom Wachstum zu entkoppeln. Zur Loslösung vom Wachstum braucht es eine starke staatliche Führung und gemeinsame grundlegende strukturelle Veränderungen. Für dauerhaften Wohlstand muss man den Menschen die Fähigkeit geben, innerhalb von Grenzen zu gedeihen.


Zusammenfassung der Erläuterung: 
1 Wachstum regiert totalitär
 Wirtschaft schlägt um sich
 Reduktion der Raumplanung auf Wettbewerbsinstrument Beispiele (Elbvertiefung, Fluglärm, Mühlenberger Loch, ECE Shopping-Center, Fracking) Die Geschichte geht weiter - Freihandelszone EU-USA 
2 Mehr Schaden als Wohlstand durch Wachstum 
Ungezügelter Freiflächenverbrauch und Zersiedlung 
Industrielle Landwirtschaft
 Der Wechsel zu erneuerbaren Energien wird ausgebremst Vernichtung gesunder Lebensräume weltweit
 Beschneidung der Volkssouveränität
 3 Wachstum ist endlich 
Entkopplung vom Ressourcenverbrauch kann nicht gelingen
 Aufgeblähtes Finanzsystem 
Tribut der Rendite
 4 Wohlstand durch die Fähigkeit zu gedeihen 
Menschen können Gesetze der „Märkte“ ändern 
- erstens - Eine neue Makroökonomie
 Veränderungen mit starker staatlicher Führung 
Finanzsektor wieder in Dienst der Gesellschaft stellen
 Vorfahrt für Entwicklungsländer
 Akademischer Wechsel für eine ökologische Makroökonomie - zweitens - die Gesellschaft denkt neu Befreiung vom Konsumzwang - Ökologische bäuerliche Landwirtschaft besiegt den Hunger

Begründung

In der abgelaufenen Legislaturperiode arbeitete die Enquete Kommission des Deutschen Bundestags „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ seit 2010 an neuen Indikatoren zur Messung von Wohlstand. Das BIP als alleiniger Indikator hat sich als ungenügend erwiesen. Andere Werte, wie Gesundheit, Bildung und Umwelt sollen zählen. Die Bundesrepublik Deutschland ist damit auf einem guten Wege zur Änderung des Maßstabs für Wohlstand. Zum Abschluss in 2013 ist die Enquete-Kommission jedoch zu einem komplexen Armaturenbrett zum Ausdruck von Wohlstand gekommen, die Statements der politischen Lager zeigen Uneinigkeit in der Interpretation der Ergebnisse.

Unbeirrt wird weiter am Wachstum festgehalten, ganz gleich ob die Vermehrung von BIP, Macht, Prestige oder universitären Abschlüssen verfolgt wird. Der Nutzen des Wachstums verschiedener Größen für den Wohlstand ist bei Betrachtung von Lebenswirklichkeiten in der Bandbreite zwischen ausgeglichenen Naturvölkern, deutschen Niedriglöhnern und karrieregetriebenen Betriebswirtschaftlern relativierbar.

Tim Jackson hat mit seinem Buch „Wohlstand ohne Wachstum“ die „Fähigkeit zu Gedeihen“ als Maßstab für Wohlstand als dringende Anpassung an eine endliche Welt ins Feld geführt. Die Bundesregierung muss diese Botschaft zu den folgenden G20-Treffen mitnehmen, wo dann dem Wachstum abgeschworen und das Bekenntnis verabschiedet werden soll, den Menschen ein zufriedenes Gedeihen in Grenzen zu ermöglichen.

Zwischen 2008 bis 2010 musste ich erleben, wie auf Feldern vor meiner Heimatstadt Karlsruhe einer Fleischfabrik politisch und behördlich der Weg bereitet wurde. Mit dem Bau wurde ein Wachstumswunsch als öffentliches Interesse durchgesetzt. Ein Paradox angesichts der Tatsache, dass es immer noch auch inhabergeführte Metzgereien gibt, die mit ihren in den Ortschaften integrierten Betrieben nicht wachsen und trotzdem existieren können, sofern die Kundschaft nicht zu den Einkaufsmärkten an den neuen Ortseingängen abwandert.

Die Raumplanung ist zu einem Wettbewerbsinstrument verkommen. Angeblich natürlichen Zwängen folgend werden solche Projekte durchgesetzt. Bei Verfolgung des Rechtswegs mit Einwänden, erhält man den Bescheid „Der Stellungnahme wird nicht gefolgt“. Appelle an die kommunalen und staatlichen Politiker und Entscheidungsträger verhallen ohne Kurswechsel. Auf die Zwänge wird verwiesen.

Man muss also wohl ganz oben ansetzen, die Staats- und Regierungschefs müssen sich verabreden, es braucht gesellschaftlichen, ökonomischen und akademischen Wandel und einen großen Willen zu Änderung am Wachstum.

Weltweit regt sich Widerstand gegen herrschende Prinzipien. Dieser äußert sich z. B. in Treffen wie das 3. Europäische Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte, das vom 25.-29. Juli in Stuttgart stattfand. www.drittes-europaeisches-forum.de/

Der Petitionstext gründet auf dem Buch vom Ökonom Tim Jackson „Wohlstand ohne Wachstum – Leben und wirtschaften in einer endlichen Welt“ Deutsche Übersetzung herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung 2011 in der 3. Auflage erschienen im oekom Verlag ISBN 978-3-86581-245-2

Der letzte Abschnitt in der Erläuterung über die Möglichkeiten der ökologischen Landwirtschaft ist inspiriert vom Film "Zukunft pflanzen - Bio für 9 Milliarden" von Marie-Monique Robin, gezeigt vom Sender Arte in 2012 www.arte.tv/de/zukunft-pflanzen-bio-fuer-9-milliarden/6815836.html

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  • Liebe Unterzeichner und Unterzeichnerinnen,
    vor einem Jahr lief die Petition "Gedeihen statt Wachstum" an und endete Anfang Januar diesen Jahres. Daraufhin habe ich ein Anschreiben inkl des 22-seitigen Ausdrucks der Petition an Bundeskanzlerin Angela Merkel und an 4 MdB der Enquete-Komission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" (Vorsitzende Daniela Kolbe, Stellv. Vorsitzender Dr. Matthias Zimmer, Frau Sabine Leidig und Herr Dr. Thomas Gambke) geschickt.

    Im März war dann tatsächlich Post vom Bundeskanzleramt eingetroffen! Die Petition hat bei der Hausherrin immerhin soweit Eindruck gemacht, dass Sie eine Antwort veranlasste. Beigefügt war auch der 258-seitige Fortschrittsbericht 2012 zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie (aktuelle Ausgabe).

    Ich habe den Bericht analysiert, das Ergebnis können Sier hier einsehen:
    www.plaudereckle.de/nachhaltigkeit/politiker/2014-03_wachstum_antw_bundeskanzleramt.htm

    Die Bundesregierung (2014: Koalition CDU/CSU/SPD, Kanzlerin A. Merkel) hält am wirtschaftlichen Wachstum als Garant für Lebensqualität und Wohlstand fest und beteuert gleichzeitig, dass Wachstum weder Selbstzweck noch alleiniger Quell für Wohlstand sei. Sie argumentiert im Anschreiben und Fortschrittsbericht sogar soweit, dass wirtschaftliches Wachstum zur Nachhaltigkeit beiträgt, der Begriff Nachhaltigkeit also aufgebohrt wird. Entgegen der in der Petition eingebrachten Argumente hält sie ein nachhaltiges Wachstum für möglich, indem wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit sozialer Verantwortung und der Regenerationsfähigkeit der Erde verknüpft werden.

    Sage und schreibe 38 Indikatoren in 21 Gruppen nennt der Fortschrittbericht zur Nachhaltigkeit. Die Bundesregierung (2012: Koalition CDU/CSU/FDP, Kanzlerin A. Merkel) sonnt sich dabei mit 50% (19 von 38 Indikatoren) guten bis sehr guten Bewertungen. Dieses heitere Ergebnis verdankt sie der Erweiterung des Begriffs Nachhaltigkeit über den Umweltgedanken hinaus.
    Bei Reduktion der Indikatoren auf den Bereich Umwelt sind nur 5 von 15 gut bis sehr gut. Die große Mehrheit (zwei Drittel) zeigt starke Bewölkung bis Gewitter an. Von den Nicht-Umweltindikatoren geben sogar knapp die Hälfte keinerlei Eintrübung an, alles sonnig. Wenn sogar BIP und andere ökonomischen Kennzahlen zum besonders guten Ergebnis beitragen, stimmt das misstrauisch. Bei den wenigen sonnigen Umweltindikatoren wurden Zielen obendrein auch durch niedrige Erwartungen erreicht (im Klimaschutz und erneuerbare Energien).

    Die Bundesregierung setzt auf die Wirtschaft als Schlüsselrolle zum Umbau einer kohlendioxidarmen, ressourceneffizienten Gesellschaft à la "die Wirtschaft wird's schon richten". Sie glaubt an die Entkopplung von Ressourcenverbrauch und Wachstum. Soziale Belange und Umweltschutz würden mit dem Wachstum der Wirtschaft Hand in Hand gehen. Dermaßen an das Gute glaubend, glaubt sie auch, der Wettbewerb würde zu nachhaltigen Produkten und Techniken drängen. Sie glaubt sogar, der Markt würde beim Verlangen nach nachhaltigen Produkten bis in die Tiefen der Produktionskette wirken. Die Wirtschaft würde Chancen durch mehr Nachhaltigkeit erkennen.
    Damit sind die Ziele klar: Wettbewerb + Wachstum.
    Nach deren Logik tragen Wachstum und Wettbewerb selbst schon zur Nachhaltigkeit bei.
    Was aber, wenn die wirtschaftlichen Chancen durch mehr Nachhaltigkeit ausbleiben? Wird Nachhaltigkeit nur so weit gefördert wie Wettbewerbsvorteile + Wachstum nicht gefährdet sind?

    Es bleibt das Grundproblem, dass der Nachhaltigkeit nicht aus Vernunft gefolgt wird, sondern nur wenn es wirtschaftliche Vorteile bringt. Dass Wettbewerb auch zerstörend wirkt, Flächenverbrauch und die niedrigen Löhne werden ausgeblendet.

    Die Strategien sind ein Widerspruch zur gelebten Wirklichkeit. Die weiter stark anwachsende Nachfrage von Rohstoffen und totale Ausbeutung steht im Raum und die Bundesregierung spricht vom Wachstum ohne steigenden Ressourcenverbrauch. Beim Flächenverbrauch fordert die Bundesregierung Dinge, die ihr beliebtes Wachstum nicht unbedingt fördert. Die Intensivierung in der Landwirtschaft wird gerügt, dagegen wird nichts getan. Im Umfeld der zunehmenden Tierfabriken wächst keine Biodiversität.

    Die Strategien sind auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit fixiert. Weil ökologische Vielfalt einen ökonomischen Wert hat, lohnt ein Einsatz für deren Mehrung. Der Umstieg auf erneuerbare Energien soll bloß nicht aus ideellen Gründen und mit Beschneidung der Interessen der Wirtschaft stattfinden.

    Was fehlt sind alternative Ansätze wie der Bezug zum Städtebau. Die kleinteilige Innenentwicklung ist oben noch nicht angekommen. Die ökologische bäuerliche Landwirtschaft zur Sicherung der Ernährung hätte ausdrücklich hervorgehoben werden können. Die öffentliche Unterstützung für ein weniger materialistisches Leben wie auch die anderen Ansätze aus der Erläuterung zur Petition waren bei den Strategien nicht zu finden.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Matthias Böhringer
    74397 Pfaffenhofen

  • Liebe Mitbürger,

    vielen Dank für Eure Unterschriften! Ihr habt gewagt, öffentlich dem Mantra Wachstum zu widersprechen. Nach dem gängigen Mainstream in den führenden Medien und Politik gelten die Appelle und Lösungsansätze dieser Petition als unvernünftig. Ich bin mir gewiß, dass die geringe Resonanz von 34 Unterschriften nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass sehr viele Menschen in diesem Land dem Mantra Wachstum nicht mehr folgen wollen. In Gesprächen sehen sie keinen Sinn mehr darin, warum immer ständig alles wachsen soll, finden ewiges Wachstum unmöglich und sehen auch keinen direkten Zusammenhang zum Wohlstand. Dennoch unterschreiben sie nicht, da das Mantra übermächtig bis in die Schreibhand wirkt. Das komplexe Thema hat eine längere Ausführung erfordert, die jedoch wohl auch überfordern konnte.

    Ich habe diese Petition (das PDF-Dokument vom 26.12. wie es von dieser Petition runtergeladen werden kann) auf materiell greifbarem Papier per Post an folgenden Verteiler geschickt:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel
    MdB der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“
    - Vorsitzende Daniela Kolbe (SPD)
    - Stellv. Vorsitzender Dr. Matthias Zimmer (CDU)
    - Frau Sabine Leidig (Die Linke)
    - Herr Dr. Thomas Gambke (Bündnis 90/ Die Grünen)

    Dazu jeweils ein Anschreiben mit einem individuellem und allgemeinen Teil. Darin jeweils die Forderung:
    - Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel möge bekennen, dass Wirtschaftswachstum nicht mehr zielführend für Wohlstand ist, sondern Wohlstand über die Fähigkeit zu gedeihen erreicht wird.
    - Die Bundeskanzlerin wird beauftragt, auf die Staats- und Regierungschefs der G20 entsprechend dieser Petition einzuwirken. Das „Framework for Growth“ von Pittsburgh 2009 hat in den Hintergrund zu treten.

    Die Unterschriften habe ich nicht in der verfügbaren Tabelle mitgeschickt, da sie zu überschaubar sind. Ich habe ein Screenshot der Unterschriften von der Seite im Anschreiben eingefügt. Dazu der Text "34 Bundesbürger haben immerhin gewagt, öffentlich dem Mantra Wachstum zu widersprechen. Von Köln bis Eberswalde, von Hamburg bis Friedrichshafen, aus dem ganzen Bundesgebiet kommt das Fürsprechen, Wohlstand über die Fähigkeit zu Gedeihen anzustreben."

    Ich möchte in diesem Zusammenhang auf die 243. Sitzung vom 06.06.2013 des Deutschen Bundestags verweisen, die auf www.bundestag.de hörbar und einsehbar ist. Da wurde der Schlussbericht der Enquetekommission "Wachstum, Wohlstand , Lebensqualität" abschließend behandelt.

    Frau Leidig "Nicht immer mehr haben wollen müssen"
    dbtg.tv/fvid/2418497

    Herr Zimmer "Braucht es für alles eine technische Lösung, auch für diese Frage ohne Wachstum wirtshaften. Wir haben vergessen wo Maß und Mitte sind"
    dbtg.tv/fvid/2418549

    Frau Kolbe „ungezügeltes Wachstum planiert den Staat"
    dbtg.tv/fvid/2418454

    Herr Gambke "Warum müssen Flachbildschirme sooft gewechselt werden? Leute fragen, welche Antworten es gibt, sie fragen nicht nach 3% Wachstum. Neue Wirklichkeit ist Fakt. Das Ziel ist Wohlstand und Lebensqualität. Wachstum ist nur ein Effekt, eine Folge"
    dbtg.tv/fvid/2418531

    Diese Reden waren ein Lichtblick im sonst sich dem Wachstum unter-ordnendem Betrieb der Regierungen unter Merkel. Unisono sprachen Herr Dr. Zimmer, Frau Kolbe, Frau Leidig und Herr Dr. Gambke davon, dass ein weiter so unserer Wirtschaftens nicht zu verantworten sei, von Mäßigung und grundlegenden Veränderungen des Denkens, von Wohlstand und Lebensqualität als Ziele politischen Handelns und von Degradierung des Wachstums auf einen Effekt. Am 6. Juni 2013 ging der Geist der Vernunft durch den Deutschen Bundestag. An anderen Tag gilt das als vernünftig, was ungeachtet der durch Wachstum und Wettbewerb verursachten Probleme der Wirtschaft dient.

    Viele Grüße, bleiben sie mutig,
    Matthias Böhringer

  • Korrektur zur Mail

    am 29.12.2013

    Frau Klöckner ruft so laut, dass ich sie versehentlich zur Ministerpräsidentin erhoben habe. Sie ist nur Landesvorsitzende und Fraktionsvorsitzende der CDU in Rheinland-Pfalz.

Pro

In Stuttgart gibt es den Arbeitskreis Stuttgart 21 ist überall stuttgart21international.wordpress.com/ Ob beim Bahn- und Immobilienprojekt S21, bei der Elbphilharmonie, Fraport, Süßwasserwatt Mühlenberger Loch für den A380, Elbvertiefung, Nicaraguas Panama-Kanal, ECE Shopping-Center in gewachsenen Innenstädten wie auch ein historisierendes EKZ im Gezi Park - überall dienen sich kommunale und staatliche Entscheidungsträger unter Ausschluss der Öffentlichkeit der Wirtschaft an und arbeiten an ihrer eigenen Profilierung. Solche Großprojekte sind Symptome des Wachstumsdogmas.

Contra

deine mama