Die neuen Pflegeversicherungsgesetze gleichen einem Pflege-Dschungel, sind kompliziert, schwer verstehbar, teilweise nicht umsetzbar. (Siehe Titelbild) Pflegende Angehörige mit langjähriger Pflegeerfahrung erarbeiteten in meiner Facebook-Gruppe "Pflegende Angehörige" (bald 5000 Mitglieder) unten genannte Forderungen. Sie wollen in Liebe und guter Fürsorge ihre Angehörigen pflegen und das möglichst lange und selbst in guter Verfassung. Es ist unglaublich, wie viel Kraft in ständige Kämpfe durch Bürokratie, Ablehnungen, Widersprüche, fehlende und schlechte Hilfsmittel, nicht vorhandene Hilfen durch fehlendes Personal, fehlendes oder falsches Wissen u.v.m. fließt. Dies schwächt die Pflegenden. Pflegende Angehörige müssen im Rahmen des Demografischen Wandels und ständig steigender Pflegebedürftigkeitszahlen jeglicher Hilfen und Entlastungsmöglichkeiten wert sein. BITTE UNTERSTÜTZT DIESE PETITION ! Danke.

Begründung

Pflegende Angehörige (PA) fordern:

  • 1) Anerkennung PA als größte uneigennützige "stille" Lobby mit Einbindung in das vorhandene „Pflege-Netzwerk“

  • 2) Ombudsmann/-frau nur für PA

  • 3) Ein Ende des unüberschaubaren „Pflegedschungels“

  • 4) Ausreichend qualifizierte neutrale Pflegeberatungsmöglichkeiten

  • 5) Info-Broschüren mit Hinweisen auf entstehende Kosten

  • 6) 1-wöchige Übergangsfrist Beratung Entlassmanagement Krankenhaus

  • 7) Abbau Bürokratie von Kranken-/Pflegekassen + in einfacher Sprache

  • 8) Alle zustehende Leistungen frei verfügbar in Form eines Jahresbudgets

  • 9) Verfügbarkeit eines guten Angebotsspektrums, auch für Akutsituationen

  • 10) Ausreichende und buchbare Kurzzeitpflegeplätze

  • 11) Kur-/Reha für PA gemeinsam mit Pflegebedürftigem (o.a.)

  • 12) Kein „Ablaufdatum“ bei unverschuldeter Nicht-Inanspruchnahme von Leistungen

  • 13) Kur/Vorsorgemaßnahme PA nach Entscheidung des Arztes ohne Gesundheitsprüfung

  • 14) Kostenlose Versorgung der Pflegebedürftigen während Pflegekursen für PA

  • 15) Pflegemediation (kostenlos) in Familien als Chance zu gerechter Verteilung der Pflege

  • 16) Krankenversicherung für PA

  • 17) Aufhebung hälftige Kürzung Pflegegeld bei Verhinderungspflege über 8 Std.

  • 18) Volle Verhinderungspflege auch bis 2. Verwandtschaftsgrad

  • 19) Anpassung Pflegegelderhöhung auch bei PflGrad 4 (ehem. PS 3 ohne eA)

  • 20) Kurzzeit-/Tagespflege ohne „Verfallsdatum“

  • 21) Renteneinzahlung für PA: Keine Kürzung bei Kombipflege

  • 22) Investitionskosten ambul. Pflege: Ende der ständig höher werdenden Umlage auf Pflegebedürftige (wieder Übernahme durch Land, z.B. Bayern wie bis 2012)

  • 23) Gute Qualität der pflegerischen Versorgung der Pflegebedürftigen in Heimen + KrHaus

  • 24) Lösung eines für PA großen Problems: Mangel gutes Fachpersonal in allen Pflegebereichen

  • 25) Einheitlichkeit in allen Bundesländern und Kassen, auch für Selbständige

  • 26) Neuorganisation Med. Dienst der Kassen (MDK): Unabhängigkeit der Gutachter (Worte Patientenbeauftragter Laumann 09.05.2017 (www.tagesspiegel.de/politik/gesundheits-und-pflegesystem-patientenbeauftragter-attackiert-krankenkassen/19777996.html)
  • 27) Besondere Unterstützung für Kinder/Jugendliche aus pflegenden Familien
Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Pflegende Angehörige aus Amberg
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  • Liebe Unterstützer der obigen Petition,
    die letzte Mail wurde versehentlich mit dem Text für diese Mail versandt. Doch eigentlich passt es schon auch. Denn in dieser Petition steckt noch einmal die gleiche Forderung: 21) Renteneinzahlung für PA: Keine Kürzung bei Kombipflege.
    Gerne teile ich euch mit, dass ich am 24.05.2018 bei der ZDF-Sendung "Maybrit Illner Spezial", in der es um das Thema "Pflege" ging und Gesundheitsminister Spahn mir gegenüber stand, als Teilnehmerin und Pflegende Angehörige sprechen durfte. Im Anschluß an die Sendung nahm Herr Spahn die Petition direkt entgegen.
    Wir hoffen, dass sich Einiges umsetzen lässt, vor allem das "Entlastungbudget", was auch Thema in der Sendung war, u.v.m..
    Hiermit möchte ich mich bei Euch recht herzlich für Eure Unterstützung bedanken und Euch mein weiteres Engagement in meinem Verein www.pflegende-angehoerige-ev.de und in meiner Facebook-Gruppe "Pflegende Angehörige" u.a. zusagen. Dies ist mir eine Herzensangelegenheit.
    Mit freundlichen Grüßen
    Kornelia Schmid, Petentin und Vorsitzende Verein "Pflegende Angehörige e.V."
    P.S.: Hier der Links zur ZDF-Sendung "Maybrit Illner Spezial": www.zdf.de/politik/maybrit-illner/ist-die-pflege-noch-zu-retten-maybrit-illner-spezial-vom-24-mai-2018-100.html

  • Das hatten wir befürchtet!

    1 1/2 Jahre nach Einführung des neuen Entlastungsbetrags wird diese Leistung von mehr als der Hälfte aller Familien immer noch nicht genutzt.
    Diese erschreckend hohe Zahl dokumentiert die Auswertung der Umfrage in www.entlastungsbudget.de, die wir vom 13.04. bis 27.04.2018 mit der Unterstützung Pflegender Angehöriger der Facebook-Gruppe "Pflegende Angehörige" durchgeführt haben.

    357 Personen nahmen an der Umfrage teil. 176 nutzen den Entlastungsbetrag bereits. Etwas höher ist jedoch die Zahl derjenigen, die diese Leistung noch nicht in Anspruch nehmen. 181 Abstimmungen (51 %) wurden mit „nein“ gezählt.

    Aufgrund der hohen Beteiligung in NRW, Niedersachsen und Bayern können hier die regionalen Ergebnisse interpretiert werden.

    In NRW liegt die Nutzung über dem bundesweiten Durchschnitt. Dies kann mit der Öffnung auch für private Einzelanbieter zu tun haben, wodurch ein breiteres und eventuell auch günstigeres Angebot für die betroffenen Familien zur Verfügung steht.

    Die gegenteilige Aussage könnte für Niedersachsen zutreffen. Hier sind private Einzelanbieter nicht zugelassen und nur 42 % der Umfrageteilnehmer nutzen dort das Angebot.

    In Bayern ist auffällig, dass von 22 Teilnehmern, die das Angebot nicht nutzen, 13 sagen, „wir kennen dieses Angebot nicht“. Ein so hoher Wert von fast 60% zeugt von einem Defizit an Aufklärung und Beratung. Auch bei der Unkenntnis zum „Umwandlungsanspruch der Sachleistung“ führt Bayern mit 77% unwissenden Nutzern.

    Hilfe und Betreuung im Haushalt sind stark nachgefragt.

    Die am stärksten nachgefragte Entlastungsleistung ist die „Hilfe im Haushalt (Putzen, Einkaufen, Fahrten etc.)“. 95 Teilnehmer gaben an, dass sie diese Entlastung in Anspruch nehmen. Dies sind 54 %. Auf Platz zwei folgt mit 35 % die Betreuung im Haushalt.

    Mit den Schulnoten 1 bis 3 benoteten fast 75 % der Nutzer ihr Entlastungsangebot positiv.

    Diejenigen, die sich eher negativ äußerten, bemängelten insbesondere die fehlende Flexibilität der Anbieter.

    Mit nur 11% wurden von nur 20 Teilnehmern die zusätzliche Entlastung über den Umwandlungsanspruch von Sachleistung in Anspruch genommen. Eine schallende Ohrfeige für alle Verantwortlichen sind hier die 60%, die angaben: „kennen wir nicht“!

    Fazit.

    Herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die diese Ergebnisse möglich gemacht haben. Der hohe Anteil der „Nichtnutzer“ des Entlastungsbetrags bestätigt uns in der Zielsetzung, diesen mit in das Entlastungsbudget zu integrieren.
    Es kann nicht sein, dass Unkenntnis und mangelnde sowie nicht bedarfsgerechte Angebote dazu führen, dass eine rechtlich gewollte Entlastung in Höhe von mehr als 1,8 Milliarden Euro nicht bei den Familien ankommt.

    Eure Kornelia Schmid und Hendrik Dohmeyer

  • Liebe Unterstützer und Unterstützerinnen, liebe Pflegende Angehörige,

    laut Koalitionsvertrag wurde im Februar 2018 Folgendes vereinbart:
    "Um Angehörige besser zu unterstützen, gehören insbesondere Angebote in der Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie in der Tages- und Nachtpflege, die besonders pflegende Angehörige entlasten, zu einer guten pflegerischen Infrastruktur. Wir wollen die o. g. Leistungen, die besonders pflegende Angehörige entlasten, zu einem jährlichen Entlastungsbudget zusammenfassen, das flexibel in Anspruch genommen werden kann.
    Damit können wir erheblich zur Entbürokratisierung in der ambulanten Pflege beitragen, die häusliche Versorgung stärken und pflegende Angehörige entlasten."
    Quelle: GroKo-Vertrag, Abschnitt Pflege Seite 97

    Wir befürchten, dass aus finanziellen Gründen dieses Entlastungsbudget verworfen wird (siehe Berechnungen von pflegenden Angehörigen unter entlastungsbudget.de/ ).
    Gleichzeitig bieten wir eine Alternative an, damit hier auch wirklich eine Entlastung für Pflegende Angehörige und Pflegebedürftige entsteht. Diese Alternative kommt den jetzigen Ausgaben gleich.
    In Facebook findet bis 31.03.2018 noch ein Austausch statt, zu dem Stellungnahmen erwünscht sind: www.facebook.com/entlastungsbudget/
    Wir bleiben dran, damit ein großer Block des "Pflege-Dschungels" real umgesetzt wird.
    Empfehlt bitte die Petition noch weiter. Danke.
    Mit freundlichem Gruß

    Kornelia Schmid, Petentin und Vorsitzende "Pflegende Angehörige e.V."
    Hendrik Dohmeier, Ltr pflege-dschungel.de/ und entlastungsbudget.de/

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.