Wir fordern die Schaffung von mehr Anbietern für „Angebote zur Unterstützung im Alltag“. Diese Bereicherung an Entlastungsleistungen für Pflegebedürftige und ihre Familien kann durch die Verbesserung der Landesverordnung erfolgen.

Unsere 5 Petitions-Forderungen

Wir haben unsere Landesverordnung nach Verbesserungsmöglichkeiten durchleuchtet und stellen an die Landesregierung folgende Forderungen zur schnellstmöglichen Verbesserung der Versorgungssituation.

  1. Aktive Förderung von Anbietern für alle vier Leistungsformen.
  2. Anerkennung von Pflegenden Angehörigen als Anbieter.
  3. Abschaffung der Fachkräfteregelung für hauswirtschaftliche Unterstützung
  4. Differenzierte Schulung nach Angeboten und Zielpersonen.
  5. Deckelung der Preise.

Zu allen Punkten können ergänzende Erläuterungen auf der Webseite entlastungsbudget.de/p10-nordrhein-westfalen/ nachgelesen werden.

Reason

Warum diese Petition? Die vom Bundesgesundheitsministerium gewollte Entlastung kommt bei sehr vielen betroffenen Familien in Nordrhein-Westfalen nicht an.

Der Grund: keine verfügbaren Kapazitäten!

Das wollen wir ändern. Mehr Anbieter, mehr Angebote schaffen. Jetzt!

Schuld an dieser Misere sind zumeist die sehr restriktiven Einschränkungen, die durch die Verordnung AnFöVO vom 6. Dezember 2016 den interessierten Anbietern für die Entlastungsleistungen nach § 45a SGB XI auferlegt werden.

Von den Auswirkungen sind in Nordrhein-Westfalen im kommenden Jahr ca. 636.600 Familien *1 betroffen.

Diese 75 % der Familien, in denen ein Familienmitglied in der Regel durch einen Pflegenden Angehörigen in häuslicher Umgebung versorgt wird, sorgen für eine millionenschwere Entlastung der Sozialkassen des Landes.

Mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit verhindern Pflegende Angehörige die Heimunterbringung ihrer Liebsten, die bei vielen nur über die Sozialhilfe zu finanzieren wäre. Heute werden „nur“ ca. 25 % aller Pflegebedürftigen in Heimen gepflegt.

Im Gegensatz zu diesen durch steuerfinanzierte Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen zu finanzierende Heimunterbringungen, regelt die zu verbessernde Verordnung Ausgaben, die durch den bundesweiten Versicherungsfond der Pflegeversicherung getragen werden.

Keine Kosten für den Finanzminister.

Im Gegenteil – es bedeutet zusätzliche Kaufkraft für Nordrhein-Westfalen (636.600 * 1.500€ = 955 Mio. € jährlich). Da wird sehr viel Geld verschenkt!

Aber dies ist natürlich nur ein Nebeneffekt – uns geht es um jede einzelne Familie, ihr Schicksal und ihre Unterstützung durch die für sie bestimmten Mittel des Entlastungsbetrags.

Machen Sie mit und unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift unsere Forderung: Mehr Anbieter, mehr Angebote schaffen. Jetzt!

Bitte auch an die bundesweite P17-Petition für Jens Spahn denken: www.openpetition.de/!p17jensspahn

pro

Seit 2015 habe ich die Anerkennung der Bezirksregierung Düsseldorf als Entlastungsleistungsanbieter. Seit dem werden die Auflagen immer mehr verschärft. Ich durfte bei einer Anhörung im Düsseldorfer Ministerium zur Anfoevo, welche die bis Dato geltende Hbpfvo ablöste, anwesend sein. Was ich dort erlebte macht mich bis heute wütend. Der Lobbyist der Pflegedienste sagte mehr oder weniger unverblümt es bestehe kein Bedarf an Einzelanbieter in diesem Bereich. Durch die unnötigen neuen Auflagen wird helfen fast unmöglich gemacht. Wer wohl dahinter steckt?! Etwa interessierte Lobbyisten?

contra

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