Ich stelle eine massive Negativstimmung in der Bevölkerung bezüglich der geplanten Aufnahme von vorerst 50, später bis zu 100 Asylbewerbern in der Gemeinde Sohland, Ortsteil Wehrsdorf fest. Viele der kritischen Äußerungen stammen von Menschen die gar nicht in der betroffenen Ortschaft wohnen und die Verunsicherung für ihre eigenen Zwecke und Stimmungsmache grundsätzlich gegen Ausländer zu nutzen. Gleichzeitig ist aus meiner Sicht der stockende Informationsfluss und das Fehlen wirkungsvoller Konzepte hieran nicht unbeteiligt.

Ich fordere eine durchaus kritische aber offene Diskussion und wünsche, dass die kommenden Menschen, als Menschen und nicht als Feinde betrachtet werden. Diese Menschen sind in erster Linie Hilfesuchende, welche aus verschiedensten Gründen notleidend sind.

Ich fordere Aufklärung als auch einen regen Informationsfluss gegenüber der Bevölkerung. Hierdurch lassen sich Vorurteile beheben und Ängste abbauen. Ich erwarte, dass die Menschen mit ihren Sorgen und Ängsten nicht allein gelassen werden und fordere einen erreichbaren und informierten Ansprechpartner für die Bürger der Gemeinde. Dieser Ansprechpartner sollte Mittler zwischen Vereinen, Bevölkerung und Asylbewerbern sein, um Probleme zu vermeiden, Integration voranzutreiben, Ängste abzubauen und Hilfmaßnahmen zu koordinieren.

Ich fordere ein wirkungsvolles Konzept für die Integration der kommenden Menschen. Aus meiner Sicht ist die Gemeinde hier in der Pflicht Antworten zu geben, als auch Mittler zwischen Bevölkerung und Kommune zu sein.

Zusammenfassung: Ich fordere eine Willkommenskultur, aber gleichzeitig Antworten auf die Ängste und Sorgen der Menschen als auch wirkungsvolle Konzepte für die Integration der neuen Mitbewohner (z.B. Sprachkurse, Zusammenarbeit mit Vereinen/Sportvereinen, Möglichkeiten der ehrenamtliche Arbeit, wenn erforderlich Unterstützung der Kindergärten und Schulen usw.) sowie ein Sicherheitskonzept wo beiden Seiten bedacht sind und Antworten auf die Fragen wie mit traumatisierten Menschen und anderen Problemen der Heimbewohner umgegangen wird. Ich fordere eine Koordinator für Fragen, Problemstellungen und Hilfsangebote.

Begründung

Verschiedene Gesetze, Handlungsweisen von Behörden, Verfahrensweisen und Umsetzungen von Gesetzen lassen sich grundsätzlich durchaus kritisieren und kritisch betrachten. Hierzu ist eine Grundsatzdiskussion als auch konstruktive Handlungs- und Verbesserungsvorschläge durchaus sinnvoll und anzustreben. Nicht sinnvoll und aus meiner Sicht beschämend hingegen ist die grundsätzliche Diffamierung untersetzt mit Vorurteilen und Unwissen bezüglich der Asylbewerber. Die Asylbewerber als solches können nichts für unsere geltenden Gesetze und es ist nur natürlich das sie dort Hilfe suchen, wo sie welche bekommen können. Deutschland gehört zu den reichsten Ländern der Erde, Sohland zu den reichsten Kommunen des Oberlandes - es sollte nur natürlich sein, das Hilfe in dem Rahmen wie wir sie geben können, gegeben wird. Die grundsätzliche Antistimmung gegen Menschen ausländischer Herkunft ist für mich persönlich unverständlich und nicht zu akzeptieren. Die Beschimpfungen, Beleidigungen und der Hass auf diese Menschen sollte nicht hingenommen werden. Aus diesem Grund möchte ich Sie alle ermutigen, ein Zeichen für Offenheit, einen offenen Dialog und ein Willkommenheißen der Menschen, zu setzen.

Kritik an Gesetzen und Verfahrensweisen darf geäußert und angebracht werden - der Hass und die Ablehnung von Menschen oder Menschengruppen hingegen ist nicht zu akzeptieren.

Diese Petition ist auch als Gegenpol gegen bestehende Unterschriftensammlungen zu verstehen.

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Diese Petition geht mir zu sehr in die Richtung gute Menschen -böse Menschen. Das eigentliche Problem sind nicht die Asylbewerber, sondern der Umgang mit ihnen. Ich glaube nicht das es jemandem gefallen würde mit 50 anderen Menschen (evtl.alles junge Männer aus Tunesien) in einer Gemeinschaftsunterkunft weggeräumt zu werden. Wie beschäftigen sich diese die nächsten Jahre ( Herr Mackenrot : 10 oder manche auch 15 Jahre ) in einer so reichen Gemeinde wo kein Geld für eine Bibliothek, das Schwimmbad und auch die Sportvereine da ist. Das sind doch die Fragen an die Politik