Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass personenbezogene Rückstellungen bei den Privaten Krankenversicherungen (PKV) im Fall einer Vertragsauflösung ausgezahlt werden.

Begründung

Aktuell ist die grundgesetzlich garantierte Vertragsfreiheit im PKV-Bereich aufgehoben. Langjährig Versicherte verlieren bei einem Versicherungswechsel einen Großteil der durch sie bezahlten Altersrückstellungen zugunsten der bestehenden Versicherung.Damit kann eine Versicherungsgesellschaft mit langjährigen Kunden nach gusto umspringen.Massive Leistungsverschlechterungen, sittenwidrig hohe Tariferhöhungen und an Schikane grenzende Aktionen sind mein aktueller Erfahrungshintergrund im Umgang mit der PKV, bei der ich seit 20 Jahren versichert bin.Nicht nur kann sich die Firma sicher sein, dass ich das alles schlucken muss. Im Gegenteil: sie kann es gezielt darauf anlegen, dass ich irgendwann zermürbt aufgebe und wechsle. Damit hätte die Firma einen - geschätzt - sechsstelligen Betrag als Profit vereinnahmt.Es ist schon Hürde genug, bei einem Versicherungswechsel eine Gesundheitsprüfung über sich ergehen zu lassen. Es kann nicht sein, dass man noch dazu mit dem Diebstahl der selbst aufgebauten Rücklagen bestraft wird. Dies verleitet die PKV-Gesellschaften geradezu dazu, die Mitglieder zum Austritt zu nötigen.In meinem Fall wurde bspw. aus einer rund 800,- Euro betragenden Zahnarztrechnung nach sicher mühsamen aufwendigen Prüfung ein Betrag von 3,45 Euro für eine Desinfektion herausgerechnet. Auf Nachfrage wurde mir mit drei Absätzen mitgeteilt, das sei zwar sicher eine sinnvolle Maßnahme gewesen, aber man wolle das dennoch nicht leisten. Nachdem ich das auf der Facebook-Seite der PKV-Gesellschaft darstellte und darauf hinwies, dass es sich nach allen Recherchen um eine "abrechenbare Leistung" handelt, erhielt ich noch ein ganzseitiges Schreiben der Versicherung. Nun wurden sicher 1-2 Stunden investiert, um 3,45 Euro zu sparen. Das ist betriebswirtschaftlich nur nachvollziehbar, wenn ganz gezielt die Altersrückstellungen einkassiert werden sollen. Ich halte dies für klar rechtsmissbräuchlich.Unnötig zu erwähnen, dass die Versicherung die Tarife von eben noch etwas über 350,- auf nun über 500,- Euro erhöht hat. Unlängst wurde auch aufgrund einer Fehlbuchung meinerseits eine von mir verschuldete Unterzahlung von deutlich unter 100,- Euro ohne Warnung an einen Anwalt und von diesem dann an ein Inkassobüro gegeben. Mit Vervierfachung der offenen Summe, versteht sich.All das ist nach dieser langjährigen Geschäftsbeziehung nicht anders erklärbar als durch den glasklar beabsichtigten Diebstahl meiner Rückstellungen.Dem muss der Gesetzgeber entgegenwirken.Bei Beendigung des Versicherungsvertrages müssen die Rückstellungen ausgeschüttet werden. Danke.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Neuigkeiten

  • Pet 2-18-08-7613-029272Private Krankenversicherung
    Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 29.06.2017 abschließend beraten und
    beschlossen:
    Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden
    konnte.
    Begründung
    Mit der Petition soll erreicht werden, dass personenbezogene Rückstellungen bei der
    privaten Krankenversicherung im Falle einer Vertragsauflösung ausgezahlt werden.
    Zu den Einzelheiten des Vortrags des Petenten wird auf die von ihm eingereichten
    Unterlagen verwiesen.
    Die Eingabe war als öffentliche Petition auf der Internetseite des Deutschen
    Bundestages eingestellt. Es gingen 72 Mitzeichnungen sowie 40 Diskussionsbeiträge
    ein.
    Das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung stellt sich auf der Grundlage einer
    Stellungnahme der Bundesregierung wie folgt dar:
    Für privat Krankenversicherte bilden die Versicherungsunternehmen so genannte
    Alterungsrückstellungen. Die Bildung der Alterungsrückstellungen soll dazu dienen,
    dass allein aufgrund der Alterung der Versicherten, die erfahrungsgemäß und
    statistisch belegt zu einer vermehrten Inanspruchnahme von versicherten Leistungen
    führt, die Versicherungsprämien nicht erhöht werden.
    Diesem Zweck liefe es zuwider, wenn die Alterungsrückstellungen wie mit der Petition
    gefordert im Falle einer Vertragsauflösung ausgezahlt würden. Es stellt sich daher
    lediglich die Frage, inwieweit angesammelte Alterungsrückstellungen bei einem
    Anbieter- oder Tarifwechsel mitgenommen werden können.
    Bereits vor 2007 war die Mitnahme bereits gebildeter Alterungsrückstellungen beim
    Tarifwechsel innerhalb eines Versicherungsunternehmens möglich. Mit der
    Gesundheitsreform 2007 wurde die Übertragbarkeit von Alterungsrückstellungen
    (Portabilität) erleichtert, um den Wettbewerb zwischen den privaten

    Krankenversicherungsunternehmen zu verbessern. Hiermit wollte der Gesetzgeber
    auch die Vertragsfreiheit in der privaten Krankenversicherung zugunsten der
    Versicherten erweitern. Wer ab dem 1. Januar 2009 einen neuen Vertrag mit einem
    privaten Versicherungsunternehmen abschließt, kann bei einem späteren
    Versicherungswechsel unabhängig von der Art des gewählten Tarifs die
    Alterungsrückstellungen bis zum Umfang des Basistarifs mitnehmen (§ 204 Abs. 1
    Satz 1 Nr. 2a VVG).
    Hintergrund dieser Beschränkung auf den Umfang des Basistarifs ist, dass die
    Einführung der Portabilität der Alterungsrückstellungen zu der Gefahr einer
    Risikoentmischung des Bestands eines Krankenversicherers führt, d. h. zu der Gefahr,
    dass überdurchschnittlich viele "gute Risiken" ihren Vertrag wechseln und das
    Versicherungsunternehmen auf den "schlechten Risiken sitzen bleibt." Neben den
    Gefahren für das Versicherungsunternehmen selbst führte dies zu unzumutbaren
    Prämienerhöhungen für die verbleibenden Versicherten (Deutscher Bundestag-
    Drucksache 16/3100 vom 24. Oktober 2006, S. 208).
    Die bei einem Wechsel nicht mitgegebenen Anteile der Alterungsrückstellung verfallen
    zugunsten der Versichertengemeinschaft des jeweiligen Tarifs, aus dem der Einzelne
    ausgeschieden ist, sie kommen nicht dem Unternehmen zugute. Der Verbleib der
    Alterungsrückstellung in der Versichertengemeinschaft ist bei der Prämienkalkulation
    der einzelnen Tarife bereits berücksichtigt. Bei einer Mitgabe der vollständigen
    Alterungsrückstellung an den einzelnen Versicherten müssten somit die Prämien der
    in dem Tarif verbliebenen Versicherten erhöht werden. Von diesem Verfahren profitiert
    letztlich auch der Petent, wenn Versicherte aus dem Tarif, in dem er versichert ist,
    ausscheiden.
    Vor dem Hintergrund des Dargelegten vermag der Petitionsausschuss ein weiteres
    Tätigwerden nicht in Aussicht zu stellen und empfiehlt daher, das Petitionsverfahren
    abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden konnte.

    Begründung (PDF)

Pro

Hallo ich bin seit über30Jahren in der PKV und kann dem Beitrag nur zustimmen,organisierter Betrug ist das natürlich nicht man fühlt sich nur so! Es trifft unzählige kleine Handwerker und Selbständige die in so einem System nichts zu suchen haben und es funktioniert nur dann wenn keiner krank wird, leider erkennt man es erst wenn es zu späht ist.Horente Provisionen und sind gewährleistet, die ein oder andere Sexparty inbegriffen Wer im alter krank wird und in Not kommt ist selbst dran schuld klar was sonst.Dann zahlen halt die Angehörigen oder das Amt. Super System

Contra

Noch kein CONTRA Argument.