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Bild zur Petition mit dem Thema: Psychisch schwerkranke Menschen brauchen in lebensbedrohlichen Krisen aufsuchende Hilfen Psychisch schwerkranke Menschen brauchen in lebensbedrohlichen Krisen aufsuchende Hilfen
  • de la: Angehörige psychisch Kranker, Landesverband ...
  • către: Frau Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Vorsitzende ...
  • regiune: Deutschland mai mult
    categorie: Sănătate mehr
  • Status: Perioada de subscriere activă
    Limba: germană
  • 200 zile rămase
  • 1.480 Unterstützer
    1.464 in Deutschland
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Psychisch schwerkranke Menschen brauchen in lebensbedrohlichen Krisen aufsuchende Hilfen

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Psychisch schwerkranke Menschen, insbesondere, wenn sie unter Psychosen leiden, sind oftmals nicht mehr in der Lage, ihre Erkrankung und ihre Hilfsbedürftigkeit zu erkennen. Daher sind sie in solchen Fällen zu oft nicht bereit, sich in ärztliche oder gar Klinikbehandlung zu begeben. Dies kann zu einer erheblichen Krankheitsverschlimmerung mit gravierenden Folgeschäden für den Erkrankten und auch für seine Umwelt führen. Aufsuchende ambulante Hilfen können als vertrauensbildende Maßnahme gegenüber dem Erkrankten eine Unterstützung sein. Es gibt sie in Deutschland anbetracht des Bedarfs viel zu selten. Die psychisch erkrankten Menschen und ihre Familien werden zu oft damit allein gelassen. Die gesundheitlichen, rechtlichen und sozialen Folgen für die betreffenden Menschen, ihre Familien und das soziale Umfeld können beträchtlich sein.

motive:

Beispielhaft der Bericht einer Mutter: „Wir haben bei einer Klinik in der Notfallambulanz angerufen und die Krankheitssymptome geschildert, woraufhin der Arzt uns sagte, es handele sich um eine Psychose und wir sollten uns im Internet informieren.
Wir haben dann im Internet nach einer Klinik gesucht, die sich besonders um junge erster-krankte Patienten bemüht und dort angerufen. Der Chefarzt war sehr nett und hat sich viel Zeit genommen, sagte uns, dass es sich hier schon um eine lebensbedrohliche Erkrankung handele und wir unbedingt versuchen sollten, ihn in die Klinik zu bringen, notfalls über eine Zwangseinweisung, da es keine Möglichkeit gäbe, zu Hause Hilfe zu bekommen.“

Dies ist kein Einzelfall, sondern tägliches Erleben in Deutschland. Der Politik ist das Problem seit Jahren bekannt, wie aus dem folgenden Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz hervorgeht.

Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz der Länder vom 28. Juni 2012:

Es bestehe „die Gefahr einer Unterversorgung derjenigen, die zumeist schwer chronisch krank sind, jedoch von sich aus nicht selbst um Hilfe nachsuchen sowie derjenigen Patienten und Patientinnen, die krankheitsuneinsichtig und nicht compliant sind. Diese Menschen werden von den bestehenden Hilfesystemen häufig nicht erreicht; die Folgen sind erheblich. Gerade für diese Personengruppe erhöht sich das Risiko, in Obdachlosigkeit, im Strafvollzug oder im Maßregelvollzug zu landen. Hier gilt es, verstärkt systemübergreifende, nachgehen-de und aufsuchende Hilfen zu entwickeln bzw. auszubauen.“ (…) „Aufgabe von Psychiatrie-politik ist es, zukunftsfähige Strukturen zu schaffen, welche die Übernahme von Verantwor-tung für alle psychisch erkrankten Menschen gewährleisten und dabei öffentlich kontrolliert sind.“

Im Januar 2016 haben sämtliche Verbände der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen in Deutschland in einem Aufruf gefordert:

„Das psychiatrische Versorgungssystem ist weiter zu entwickeln. Es sind aufsuchende Hilfsangebote zu schaffen. Es sind auch dann Hilfen anzubieten, wenn der psychisch kranke Mensch sie nicht selbst anfordert oder zunächst sogar ablehnt. Ziel muss sein, ohne Zwang die Zustimmung des kranken Menschen zu einer Hilfe zu erreichen.“

www.lapk-hamburg.de/index.php/aufruf-aufsuchende-behandlung-staerken

Im November 2016 beschloss der Deutsche Bundestag ein Gesetz (PsychVVG), welches den Kliniken die Möglichkeit zur Behandlung schwerkranker Menschen zu Hause eröffnet. (Hometreatment). Dies ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Aber er genügt keinesfalls. Auch wird die praktische Umsetzung des Hometreatment ein Prozess von mindestens einem Jahrzehnt sein. Weitere in der Psychiatrie tätige Institutionen und Berufsgruppen, z.B. der öffentliche Gesundheitsdienst, die sozialpsychiatrischen Einrichtungen, die niedergelassenen Fachärzte und die Soziotherapeuten, müssen an den systemübergreifenden aufsuchenden Hilfen beteiligt werden.

Im Juni 2016 haben sämtliche Verbände der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen in Deutschland in einer Resolution gefordert: „Wir fordern alle Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, im Bund, in den Ländern und den Kommunen auf, ihrer Verpflichtung zur Daseinsvorsorge für psychisch erkrankte Bürger nachzukommen und die notwendigen zukunftsfähigen Strukturen zu schaffen, die auch Hilfen für die betroffenen Familien vorsehen“.

Unterstützen Sie diese Forderung als GMK, denn Aufsuchende Hilfen bieten die Chance: - das Leid schwerkranker Menschen zu lindern - soziale Folgeschäden zu vermeiden - die beteiligten Familien zu entlasten - ein sozial verträgliches Zusammenleben zu fördern - Zwangsmaßnahmen vorzubeugen

Dieser Petition haben sich die Verbände der Angehörigen psychisch kranker Menschen aus folgenden Bundesländern angeschlossen: Baden-Württemberg,Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen

În numele tuturor semnatarilor

Hamburg, 06.03.2017 (aktiv bis 05.03.2018)


știri

Der Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker hat sich der Petition angeschlossen. Neue Begründung: Beispielhaft der Bericht einer Mutter: „Wir haben bei einer Klinik in der Notfallambulanz angerufen und die Krankheitssymptome geschildert, ...

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Warum Menschen unterschreiben

Ichbin seit ca. 30 Jahren psychiatrieerfahren und auch mein Partner hat vor allem psychosomatische Probleme; auch Angst- und Panikattacken spielen eine Rolle. ambulante Hilfsangebote in Krisenzeiten finde ich äußerst wichtig!

Aus der Erfahrung mit eigenen depressiven Kindern und Kollegen, ist mir die Wichtigkeit der Aufsuchenden Betreuung bekannt.

Aus eigener Betroffenheit.Mein Sohn ist erkrankt und wir sind von allen offiziellen Stellen immer nur vertröstet worden, mit dem Hinweis wir können nichts machen, ihr Sohn möchte ja keine Hilfe.

Weil auch für psychisch Kranke immer die Menschenrechte und Würde des Menschen zählen und verpflichend von jedem professionellen Helfer zu beachten sind

Ich bin Angehörige eines psychisch kranken Menschen und erlebte selbst, dass mein Partner schwer krank nicht mehr dazu in der Lage war, eine Klinik aufzusuchen. Ich bin der Meinung, dass ein Ausbau der ambulanten Hilfen nicht nur den Betroffenen, son ...

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