Laut Straßenverkehrsordnung (§28 dejure.org/gesetze/StVO/28.html) müssen Reiter mit ihren Pferden auf der Straße reiten. Dadurch werden auf viel befahrenen Straßen alle Verkehrsteilnehmer gefährdet. Stattdessen sollten Reiter mit den Radfahrern gleichgestellt werden, damit die Fahrradwege an viel befahreren Straßen mitbenutzt werden können.

Begründung

Laut §28 StVO (dejure.org/gesetze/StVO/28.html) müssen Reiter mit ihren Pferden auf der Straße reiten. Der Paragraph stammt aus einer Zeit, in der die Autos/Busse/etc. nicht viel schneller waren als Großvieh und Straßen nicht viel befahren waren. Die Situation hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert. Angenommen, ein Reiter befindet sich auf einer Landstraße (Tempolimit 100 km/h) auf der rechten Straßenseite direkt nach einer Kurve, die schlecht eingesehen werden kann. Kommt nun ein Autofahrer um diese Kurve, hat er nur wenig Zeit zu reagieren. Somit kommt es zur Gefährdung für alle Verkehrsteilnehmer. Die meisten solcher Straßen haben an der Seite einen kaum benutzten Radweg. Würde der Reiter dort reiten, wäre die Gefährdung für alle Verkehrsteilnehmer geringer. Mit der Gleichstellung von Reitern mit Radfahrern bestünde nach § 2 Abs. 4 der StVO (dejure.org/gesetze/StVO/2.html) immernoch die Möglichkeit, auf der Straße zu reiten, außer bei bekennzeichneten Wegen. Solch eine Kennzeichnung ist jedoch nur an Straßen, an denen die Radfahrer -und genauso auch die Reiter- auf der Straße gefährdet wären.

Es ist insbesondere paradox, dass ein gerittenes Pferd als doppelspurig, ein geführtes allerdings straßenrechtlich als einspurig gilt. Weicht man mit dem geführten Pferd auf Wege aus, die nicht geritten werden dürfen, versperrt der Reiter aber mehr Platz, habe weniger Überblick und auch definitiv weniger Einwirkungschancen (weil nur einseitig) auf das Pferd. Würden Reiter auf ihrem Pferd mit Radfahrern gleichgestellt, so würden sie vor dem Gesetz auch als einspurig gelten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Judith Beier aus Münster
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Pro

Radfahrer sind langsamer und somit haben sie mehr Zeit zum reagieren als Autofahrer. Zu ihrer eigenen Sicherheit und zum Wohl des Pferdes vermeiden Reiter unnötiges Reiten an Straßen. Um zu Reitwegen zu gelangen, muss aber häufig ein kurzes Stück an einer Straße entlang geritten werden. Es gilt dieses Stück für alle Verkehrteilnehmer möglichst sicher zu gestalten

Contra

Schlechte Petition. Fahrradwege weisen in der Regel eine Breite von 1,50 Meter auf. Ein Pferd versperrt somit die komplette Spur, und es ist nicht möglich es zu überholen. Daher gehören Pferde, wenn sie denn schon am Verkehr teilnehmen sollen, auf die Fahrbahn, nicht auf Fuß- oder Radwege.