Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Laschet, sehr geehrter Herr Minister Lienenkämper,

aufgrund von Brandschutzmängeln und einer Neubewertung der Lage, sah sich die Universität Bonn im Dezember 2018 mit der drohenden Schließung des 3. Obergeschosses des Hauptgebäudes auf Anweisung des BLB konfrontiert. Am 2. Januar 2019 musste schließlich das 3. Obergeschoss geschlossen werden; ein paar Wochen vor Klausur- und Hausarbeitsphase und mitten im laufenden Lehrbetrieb des Wintersemesters. Betroffen sind davon zahlreiche Lehrveranstaltungen, Büros und Teilbereiche von Bibliotheken der Philosophischen, Evangelisch-Theologischen und Katholisch-Theologischen Fakultät. Eine solch weitreichende Sperrung sorgt für Chaos und Stress bei jedem Betroffenen, von der Verwaltung über die Lehre und Forschung bis hin zu den Studierenden. Dennoch konnten seitens der Universität Bonn mehr oder weniger befriedigende Interimslösungen gefunden werden. In diesen vergangenen Wochen ist deutlich geworden, dass die gesamte Universität Bonn vor einem wesentlich größeren Problem steht, welches die Universität für Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte prägen wird: Die komplette Sanierung des Hauptgebäudes.

Seit Jahren ist klar, dass diese Sanierung dringend notwendig ist, da Brandschutzvorschriften, die durch die neue BauO NRW 2018 (§§26-39) noch einmal verschärft wurden, nicht eingehalten werden können und es auch kaum Spielraum gibt, das Hauptgebäude ohne eine Sanierung an diese anzupassen. Die Landesregierung NRW hat unserer Ansicht nach ein konstruktives Herangehen an diese Problematik vernachlässigt. Durch die Sperrung des 3. Obergeschosses ist dieses Problem für jeden Universitätsangehörigen erkenntlich an die Oberfläche getreten und zu Recht wird sich gefragt, wie Forschung und Lehre der betroffenen Fakultäten gewährleistet werden können, wenn der Zeitpunkt eintritt, an dem das Hauptgebäude komplett geschlossen werden muss, sei es für eine Sanierung oder aus denselben Brandschutzgründen wie bei dem 3. Obergeschoss. Dieser Zeitpunkt steht bis Stand heute noch nicht fest, so wie auch noch keine passenden Ersatzgebäude gefunden worden sind.

Deswegen fordern wir von der Landesregierung NRW:

  1. Eine konstruktive und nachhaltige Beschäftigung mit den Sanierungsproblemen der Universität Bonn. Die Universität muss finanziell dabei unterstützt werden, Sanierungspläne aufzustellen und durchzuführen, sowie Interimslösungen während der Sanierungszeit anzumieten oder zu bauen.

  2. Innerstädtische Interimslösungen vor und während der Sanierungszeit, die die Lehre und Forschung nicht gefährden oder einschränken. Diese Lösungen müssen gewährleisten, dass die betroffenen Fakultäten einheitlich umziehen. Es ist nicht akzeptabel, dass die betroffenen Fakultäten durch separierte Umzüge und Interimsorte auseinander gerissen und abseits ihrer jeweiligen Fachbibliotheken sowie wichtigen Standorten, wie zum Beispiel der ULB, angesiedelt werden. Ein solches Vorgehen gefährdet die Interdisziplinarität und die Organisation der verschiedenen Studiengangsmodelle massiv, die uns laut §4 HG NRW 2014 zustehen. Das würde auch die Exzellenzinitiative aufs Spiel setzen. Die Attraktivität eines Studiums an der Philosophischen sowie den Theologischen Fakultäten leidet. Studierendenzahlen werden sinken, wenn Interimslösungen wie beispielsweise die der Römerstraße 164 langfristig greifen. Nach einer Sanierung des Hauptgebäudes soll ein einheitlicher Rückeinzug in das Hauptgebäude für die betroffenen Fakultäten gewährleistet werden. Für Teilbereiche dieser Fakultäten, die keinen Platz mehr in einem sanierten Hauptgebäude finden, sollen innerstädtische Lösungen zur Verfügung stehen, die den interdisziplinären Anschluss garantieren.

Für eine gute und gesicherte Zukunft der Universität Bonn!

Die Fachschaften:

  • Anglistik, Amerikanistik und Keltologie
  • Evangelische Theologie
  • Germanistik, Komparatistik und Skandinavistik
  • Geschichte
  • Griechische und Lateinische Philologie
  • Katholische Theologie
  • Philosophie

Sowie:

  • Der AStA der Universtität Bonn
  • Das Studierendenparlament der Universität Bonn

Begründung

Das kurfürstliche Schloß, welches das bedeutendste Wahrzeichen der Universität Bonn und auch der Stadt Bonn ist, soll nicht nur erhalten, sondern auch für die Lehre und Forschung nutzbar bleiben. Wir möchten, dass der Lehrbetrieb wieder so stattfinden kann, wie es vor der Schließung war. Und hoffen nicht nur auf die Solidarität und Unterstützung der Alumni und Angehörigen der Universität Bonn.

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Sehe ich das richtig, dass es in der Petition hauptsächlich darum geht, dass die ausgesiedelten Fachgruppen den Standort AVZ (III) Römerstraße als nicht zumutbar ansehen? Ist ihnen bewusst, dass bis letztes Jahr noch die Informatik in diesem Gebäudekomplex arbeiten konnte - und es keinen zusätzlichen Uni-Shuttle zur Mensa bzw. zum Hauptgebäude gab? Zusätzlich mussten die Informatiker regelmäßig zum Landesbehördenhaus pendeln (kurz vor Bad-Godesberg). Ich glaube, dass dieses Problem nun mit viel Idealismus gespickt wird - die Petition somit etwas überzogen ist.

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