Petition richtet sich an:
Stadtrat der Stadt Schönebeck (Elbe) und die Untere Naturschutzbehörde des Salzlandkreises.
Wir fordern den Stadtrat Schönebeck auf, die Zerstörung von 8,9 Hektar des Landschaftsschutzgebietes „Mittlere Elbe“ für die Erweiterung des Erlebnisparks Plötzky zu stoppen.
Begründung
Wir, die Bürgerinnen und Bürger von Schönebeck, Plötzky und Umgebung, fordern den Stadtrat von Schönebeck auf, dem Antrag auf Herausnahme von ca. 8,9 Hektar aus dem Landschaftsschutzgebiet (LSG) „Mittlere Elbe / Mittelelbe“ zur Erweiterung des Erlebnisparks Plötzky nicht zuzustimmen.
Die geplante Ausgliederung von einer Fläche so groß wie 13 Fußballfelder bedroht ein unersetzbares Ökosystem. Entgegen den Behauptungen im Gutachten des Investors, dass im Umkreis keine geschützten Arten bekannt seien, ist das betroffene Areal ein nachgewiesener Lebensraum streng geschützter Tiere und Pflanzen.
Durch private Dokumentationen (inklusive GPS-Daten und Fotobeweisen) sind auf genau dieser Fläche unter anderem nachgewiesen:
- Wiedehopf (streng geschützt, Rote Liste Kategorie 3)
- Seeadler (streng geschützt nach EU-Vogelschutzrichtlinie)
- Hirschkäfer (prioritäre, streng geschützte Art nach europäischer FFH-Richtlinie)
- Sand-Strohblume (besonders geschützt, Rote Liste der gefährdeten Pflanzen)
- Sowie Pirol, Schwarzspecht, Grünspecht und die Ringelnatter.
Eine Zerstörung dieses Areals durch Campingplätze, Ferienhäuser und Gastronomie widerspricht jeglichem Natur-, Artenschutz- und Hochwasserschutzrecht. Der bestehende Tourismus belastet die Region bereits stark; ein weiterer Ausbau führt zum unwiderruflichen Verlust von wertvollem Lebensraum direkt an den Waldseen.
Wir fordern:
- Den sofortigen Stopp des Herausnahmeverfahrens aus dem LSG.
- Eine unabhängige, lückenlose und einjährige artenschutzrechtliche Kartierung des Geländes.
- Den dauerhaften Schutz des Naherholungsgebietes für Mensch und Natur statt kommerzieller Überbauung.
Natur sollte Natur bleiben.Das ganze Konzept passt nicht.