434 Unterschriften
Petition richtet sich an: Oberbürgermeisterin und Stadtrat der Stadt Zwickau
Wir fordern den sofortigen Stopp aller Planungen zur Schließung der Kindertagesstätte Auerbach am Kiesweg 3a in Zwickau. Es dürfen keine weiteren Entscheidungen zur Schließung einzelner Kindertageseinrichtungen getroffen werden, solange das angekündigte Kita‑Strategie‑Konzept (KiSKo)
- nicht veröffentlicht,
- nicht fachlich fundiert sowie einrichtungs‑ und trägerübergreifend ausgearbeitet,
- nicht mit einer verbindlichen Zeitschiene versehen
- und nicht durch den Stadtrat beschlossen ist.
Eine isolierte Betrachtung einzelner Einrichtungen oder Entscheidungen, die sich vorrangig an Kostenschätzungen oder der wirtschaftlichen Verwertbarkeit von Immobilien orientieren, lehnen wir ausdrücklich ab.
- Keine belastbare Faktenbasis: Der Investitionsstopp wird mit angeblichen Sanierungskosten von über einer Million Euro begründet. Bis heute liegen jedoch keine öffentlich zugänglichen Gutachten, Zustandsanalysen oder nachvollziehbaren detaillierte Kostenkalkulationen vor, die diese Summe sachlich belegen.
- Missachtung realer Bedarfszahlen: Entgegen der Darstellung einer sinkenden Nachfrage zeigen die konkreten Anmelde‑ und Bedarfszahlen, dass die Kita Auerbach im Jahr 2027 vollständig ausgelastet gewesen wäre. Diese Fakten finden bislang keine ausreichende Berücksichtigung.
- Fehlende Beteiligung der Eltern: Der Investitionsstopp und die daraus abgeleiteten Maßnahmen wurden ohne Vorankündigung und ohne frühzeitige Einbindung der Eltern und Elternvertretungen eingeleitet. Eltern und Elternräte wurden lediglich über bereits getroffene Entscheidungen informiert. Dieses Vorgehen widerspricht dem Anspruch transparenter und demokratischer Entscheidungsprozesse.
Begründung
Erst prüfen, dann planen – keine Schließung auf Basis von Schätzungen!
- Kleine Einrichtungen schützen: Die Kita Auerbach steht für familiäre Betreuung, hohe pädagogische Qualität und individuelle Förderung. Die naturnahe Ausrichtung mit Schreberino‑Garten, Tier‑ und Bauernhofbezug sowie der gemeinsam realisierten Streuobstwiesen‑Pflanzaktion ist ein klares Alleinstellungsmerkmal, das gezielt von Familien nachgefragt wird.
- Widersprüchliche Zielsetzung: Die Stadt betont den Anspruch auf Qualitätssteigerung, entzieht jedoch bewährten Einrichtungen mit 30‑jähriger Beständigkeit und hohem Elternzuspruch die Grundlage. Bestehende Überkapazitäten sollten zur Verbesserung des Betreuungsschlüssels und zur Stärkung kleiner Standorte genutzt werden – nicht zu deren Abbau.
- Sanierungsbedarf sachlich klären: Vor einer Schließungsentscheidung ist ein transparentes, unabhängiges Fachgutachten erforderlich. Zudem muss geprüft werden, ob der Standort durch gezielte Einzelmaßnahmen – etwa die seit Langem geplante Badsanierung – wirtschaftlich weiterbetrieben werden kann.
- Fehlende strategische Grundlage: Entscheidungen über Schließungen dürfen erst auf Basis eines vollständig vorliegenden, öffentlich diskutierten und vom Stadtrat beschlossenen Kita‑Strategie‑Konzepts (KiSKo) getroffen werden. Dieses muss städtische Einrichtungen und freie Träger gleichermaßen, mit einheitlichen Kriterien und verbindlichem Zeitplan, berücksichtigen.
Bereits jetzt nach Leitlinien eines noch unveröffentlichten Konzepts zu handeln, ist aus Elternsicht willkürlich und nicht akzeptabel.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
26.04.2026
Sammlung endet:
25.10.2026
Region:
Zwickau
Kategorie:
Soziales
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