Petition richtet sich an:
Oberbürgermeister Frank Baranowski
Sehr geehrter Freund der Künstlersiedlung Halfmannshof! Liebe Kunstinteressierte!
Da die Mitglieder des Vereins bis zum 31.08.2011 selber nicht wussten, was mit ihnen, ihrer Künstlersiedlung und ihren Wohnungen geschehen soll, haben wir immer noch gezögert, uns an unsere Freunde zu wenden. Nun ist es fast zu spät!
Es ist kurz vor zwölf!
Die Stadt plant in kürzester Zeit die Zerstörung des traditionsreichen, einmaligen Kulturgutes Künstlersiedlung, um Kapital aus dem Grundstück zu schlagen. Mit Hilfe eines Etikettenschwindels wird dem Gelsenkirchener Bürger das vorgelegte Zukunftskonzept schmackhaft gemacht.
Angeblich wird alles besser, kreativer, dynamischer. Tatsächlich sollen Luxuswohnungen erstellt und teuer verkauft bzw. vermietet werden. Eine Zwangsbindung an Künstler wird genannt, ist aber nicht durchsetzbar. Die Anlage soll zerstückelt und portionsweise an verschiedene Eigentümer veräußert werden.
Die ansässigen Künstler sollen trotz garantiertem "Wohnrecht auf Lebenszeit" und trotz ihrer jahrelangen Investitionen in die angemieteten Gebäude an die Luft gesetzt werden.
Die geschichtsträchtige Ausstellungshalle, ohne die es die viel zitierte "Spindelära" gar nicht gegeben hätte, soll ersatzlos abgerissen werden.
Die Rasenfläche, für Bildhauersymposien, Sommerfeste und Events wird unterteilt, zerstückelt und zerstört.
Die Mieten sollen sich später in Höhen bewegen, die sich kein freischaffender Künstler mehr leisten kann (mindestens 8,-€/m2 kalt). Damit ist auch das einstige Gründungsziel der Künstlersiedlung aufgegeben, Künstlern bezahlbare Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten anzubieten.
Dazu werden die ansässigen Künstler beleidigt, bedroht, verunglimpft und zu Unrecht in die "rechte Ecke" gestellt.
Scheinbar ist der Verwaltung und der Gemeinnützigen Gelsenkirchener Wohnungsbaugesellschaft (GGW) jedes Mittel recht, um ihr Zukunftskonzept durchzubringen, das ohne die Beteiligung der Betroffenen erstellt wurde.
Der Bürger bekommt gar nicht alle Informationen und besitzt nicht die Zeit, um zu erkennen, was tatsächlich in unserer Sache abläuft und geplant ist. Da sollen z.B. Parkplätze im Landschaftsschutzgebiet entstehen, es ist Zerstückelung statt Erhalt, Privatisierung statt Gemeinnützigkeit, Kommerzialisierung statt Kunstförderung angesagt.
Wir fragen uns auch: Warum gab es keine Bürgeranhörung? Warum geschieht alles hinter verschlossenen Türen? Warum wird der Abriss beschlossen, bevor die Finanzierung geklärt ist?
Auf diese und alle weiteren Fragen erhalten wir lediglich schwammige oder keine Antworten!
Es bleibt nicht mehr viel Zeit, bis die Abrissbirne beschlossene Sache ist! Bereits am 20.10.2011 soll im Rat das Todesurteil über den Hof gefällt werden.
Helfen Sie uns bitte mit, unterstützen Sie auch unsere Bürgerinitiative „ Rettet die Künstlersiedlung Halfmannshof“, die aus unserer Not geboren wurde.
Helfen Sie uns mit, für die Kunst, für uns Künstler und Mieter, für den Erhalt des 80-jährigen Kulturdenkmals Künstlersiedlung Halfmannshof!