Wir wollen den Kinderbauernhof in Börnicke erhalten und Ferdinand, den Stier, retten. Wir fordern, dass dafür so schnell wie möglich der Flächennutzungsplan der Stadt Bernau bei Berlin geändert wird, um dauerhaft den Betrieb einer kleinen Landwirtschaft mit Streichelzoo, Kinderbauernhof und vielen Angeboten für ein Freizeiterleben in der Natur und auf dem Dorf zu bewahren. Gemeinsam wollen wir das Engagement im Dorf und im Ortsteil Börnicke stärken und so ein kleines Stück Heimat bewahren.

Die angedrohte Nutzungsuntersagung vom Landkreis Barnim darf nicht vollstreckt werden. Was viele Jahrzehnte erlaubt war, muss weiter möglich bleiben!

Reason

Die Untere Bauaufsichtsbehörde Barnim, Teil der Kreisverwaltung, die sich oft so kinderfreundlich und naturverbunden darzustellen weiß, beabsichtigt den Kinderbauernhof Börnicke zu verbieten. In schönem Bürokratendeutsch hört sich die Drohung so an: Nutzungsuntersagung und Beräumung der Vorhabenfläche für den Erlebnisbauernhof. Man mag es kaum glauben. Aber auch das ist Deutschland.

Und wie alles in Deutschland, ist die rechtliche Materie kompliziert. Eigentlich geht es nur um eine Formalität. Dazu muss man wissen, dass der jetzige Eigentümer die Grundstücke von der BVVG mit Zustimmung des Landkreises Barnim 2009 erworben hat und seither genau das macht, was frühere Nutzer Jahrzehnte auch gemacht haben, Landwirtschaft und Tierhaltung. Wer begreifen will, wie es zu dieser absurden Situation kam, muss sich - wie so oft - mit aufschlussreichen Geschichte beschäftigen. Die Historie des Problems liefert uns vielleicht den Schlüssel für diesen absurden Ritt eines deutschen Amtsschimmels.

Am 30. März 2008 erwirbt Heiko Jesse im Rahmen einer Grundstücksversteigerung von der BVVG die in der Ernst-Thälmann-Str. 2 gelegenen Grundstücke: Grundbuchbl. 283, 247 und 384, Flur 1, Flurst. 17/1 und 17/4 und Flur 2, Flurst. 45, 46, 47 und 48. In der Anlage des Kaufvertrages heißt u. a.: „Das Verkaufsobjekt wird - gemeinsam mit dem Börnicker Schloss - in der Denkmalsliste des Landkreises Barnim… geführt… Es ist daher von einer gesetzlichen Verpflichtung des jeweiligen Eigentümers zum dauerhaften Erhalt der aufstehenden Gebäude und der baulichen Anlagen auszugehen. Des Weiteren wird davon ausgegangen, dass auf Grund des bestehenden Denkmalschutzes (auch Umgebungsschutz) keine weitere Bebauung auf dem Grundstück zulässig ist… Die Stadt Bernau bei Berlin teilte gem. Schreiben vom 29. Februar/20. März 2008 Folgendes mit:… Es besteht Denkmalschutz (Denkmalbereich). Für das Objekt besteht Ensemble- und Milieuschutz.“

Im Dorfentwicklungskonzept Börnicke aus dem Februar 2015 heißt es: „Die Randbebauung (ehemalige Gärtnerei, Orangerie als Teil des Kinderbauernhofes und das Pförtnerhäuschen) sind ebenfalls Teil des Gesamtensembles und sollten entsprechend gestaltet und als allgemeines Kulturgut für die Öffentlichkeit zugänglich sein… Der Schlosspark mit dem Kinderbauernhof sind - zusammen mit der attraktiven und öffentlich zugänglichen Gutshofanlage - beliebte Ausflugsziele und Naherholungsraum der Region, der Stadt Bernau und des Dorfes Börnicke… Um den öffentlichen Rundweg auch über das Gelände des Kinderbauernhofes führen zu können, sind mit den Grundstückseigentümern die rechtlichen Rahmenbedingungen abzustimmen… Maßnahme: Weiterentwicklung Standort Kinderbauernhof. Ziel der Maßnahme: Die Gestaltung und das Angebot des Kinderbauernhofes ist zu verbessern und in die Dorfstruktur sensibel einzubeziehen… Der Kinderbauernhof ist ein wichtiges Ausflugsziel und erfreut sich großer Beliebtheit… Die Nutzung trägt zur Vielfalt des Standortes bei und unterstreicht das Konzept bunter Standort… Sanierung Orangerie: Ziel ist die Sanierung des Gebäudebestandes und die Zugänglichkeit der historischen Gebäude für die Öffentlichkeit bei gleichzeitiger Nutzung durch den Kinderbauernhof.“

In den Börnicker Geschichten aus sieben Jahrhunderten. Dokumente und Erzählungen (herausgegeben von Bärbel Schindler-Saefkow und Claus Engelmann, erschienen2000) heißt es auf Seite 143: „Ganz zu schweigen von der unmittelbaren Nähe und Freundschaft zu den Tieren, die half, die oft starke Isolation der Kinder vom normalen Leben förderlich zu überbrücken. Behangen und Vergnügen war mit Sicherheit stets der erste Effekt. Die Körperbehindertenschule in Börnicke durfte sich rühmen, die erste dieser Art zu sein, die ein zusätzliches Therapieprogramm handhabte… Mittlerweile gab es in der umbauten Orangerie des Gutes, damals zerstört und verfallen, einen Pferdestall mit vier großen Boxen, mit Scheune und Remise. Und fromme, schöne, den Kindern zugetane Ponys…“

Nach alle dem hat die Untere Bauaufsicht Barnim im Sommer 2016 entdeckt, dass dies jahrzehntelange Geschehen, die ganze Geschichte des Ortes völlig illegal war. Wenn das keine Story für eine Komödie ist. Der Vorwurf lautet jetzt: „Nutzung der zum Stall umgebauten ehemaligen Orangerie; Errichtung von Tierunterkünften; Nutzung der angrenzenden Wirtschaftsflächen des Parks für die Nutztierhaltung des Kinderbauerhofes ohne baurechtliche Genehmigung… Eine Teilfläche des ehemaligen Schlossparks nutzen Sie für die Betreibung eines Kinderbauernhofes. Diese Vorgehensweise verstößt gegen § 59 Abs. 1 der BbgBO.“ Deshalb wurde angedroht: „Nutzungsuntersagung und Beräumung der Vorhabenflächen für den Erlebnisbauernhof.“ Gefordert wird nunmehr unwiderruflich eine Änderung des Flächennutzungsplanes und ein neuer Bauantrag. Sonst wird Schluss gemacht mit der Schlamperei der letzten hundert Jahre.

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News

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer des Kinderbauernhofes,

    es gibt schlechte Nachrichten aus Börnicke. Nach einem tollen Frühlingsfestwochenende auf dem Kinderbauernhof Börnicke mit mehreren hundert kleinen und großen Besuchern und tollen Spiel- und Mitmachangeboten herrscht seit Montagmorgen das blanke Entsetzen bei Heiko Jesse und seinen ehrenamtlichen Unterstützern. Während alle mit dem Frühlingsfest und seinen Vorbereitungen befasst waren, hat der Landkreis Barnim eine Untersagungsverfügung erlassen und zugestellt.

    Unter Androhung einer Ersatzzwangshaft wird es den Betreibern des Kinderbauernhofes mit sofortiger Wirkung verboten, in Börnicke Tiere zur Schau zu stellen und/oder Veranstaltungen durchzuführen. Betriebsfremde Personen dürfen den Kinderbauernhof nicht mehr betreten. Damit steht ein beliebtes Freizeiterlebnis für Eltern und Kinder, Großeltern und Enkel, für Schulklassen und Kindergartengruppen vor dem Aus. Das Schicksal der Tiere ist ungewiss. Zur Sorge um seine Tiere kommt für Heiko Jesse, dem Macher auf dem Kinderbauernhof Börnicke, jetzt auch die Angst um das wirtschaftliche Überleben hinzu. Trotz einer Gewerbeanmeldung bei der Stadt Bernau wurde ihm ebenfalls mit sofortiger Wirkung untersagt, Lebensmittel abzugeben oder anderweitig in Verkehr zu bringen.

    Heiko hat reagiert und den Zugang zum Kinderbauernhof gesperrt und alle Veranstaltungen für die nächste Zeit abgesagt. Das hat er schweren Herzens getan, aber, wenn er weitermacht, droht ihm Gefängnis. Wir sind enttäuscht, dass öffentliche Unterstützungszusagen nicht eingehalten werden. Obwohl die geforderten Anträge beim Bernauer Rathaus und der Kreisverwaltung in Eberswalde eingereicht wurden, nimmt man Heiko die Zeit und die Luft zum Atmen. Dagegen werden wir juristisch vorgehen. Zugleich wurde es Heiko untersagt, für den Kinderbauernhof Börnicke in Medien (Internet, Socialmedia etc.) zu werben.

    Wir sagen Danke für Eure vielfältige Solidarität und die mediale Unterstützung. Auch wenn man versucht uns einen Maulkorb zu verpassen, den Kinderbauernhof bringt man damit nicht zum Schweigen. Wir werden nicht aufgeben!

    Als Initiator unserer Online-Petition „Rettet Ferdinand - Kinderbauernhof Börnicke erhalten!“, verstehe ich eins nicht, als der Blaue Roburbus vor Ort war, haben Bürgermeister André Stahl und Vize-Landrat Holger Lampe alle erforderliche Unterstützung und genügend Zeit zugesagt. Kaum sind die Fernsehbilder abgedreht, braucht es keine Woche, um auf dem Kinderbauernhof das Licht auszuschalten und Stier Ferdinand, seine tierischen Freunde und die Existenz von Heiko in eine ungewisse Zukunft zu schicken.

    Inzwischen sind wir mehr als 4.000 Petitionsunterstützer, Danke dafür! Bitte teilt die Petition weiter, damit die Schließung zurückgenommen wird. Wir halten Euch auf dem laufenden, wie es weitergeht.

    Viele Grüße Euch allen von Heiko und Ferdinand, wir kämpfen weiter für den Kinderbauernhof Börnicke, Euer Daniel Sauer

  • openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter im Parlament Stadtverordnetenversammlung geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.

    Bisher haben 3 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.

    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/rettet-ferdinand-kinderbauernhof-boernicke-erhalten

pro

Insbesondere die Kinder des heutigen digitalen Zeitalters müssen die Natur, die Beziehungen zu Tieren und den Lauf des echten Lebens kennenlernen, um Liebe und Respekt zur Natur zu entwickeln.

contra

No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • 11 h. ago

    Weil es ein toller Bauernhof für die ganze Familie ist. Wir kommen regelmäßig und sehr gerne dorthin!

  • 18 h. ago

    Die Tiere werden gut gehalten, denen fehlt es an nichts. Kinder können das Landleben erleben und Zeit in der Natur verbringen. Diese Leute sollten sich um wirklich relevantere Dinge kümmern, Zirkus mit Tieren z.B. DAS ist wichtig! Außerdem zerstören diese Leute das Leben derer Menschen, die das alles mühsam aufgebaut haben.

  • Birgit Schäfers Neustrelitz

    18 h. ago

    Behördenwillkür geht garnicht

  • 21 h. ago

    Der Bauernhof ist eine Bereicherung für Kinder und Familien/ Allgemeinheit.

  • 22 h. ago

    Weil hier etwas wertvolles zerstört werden soll, was hilfreich und spannend für Groß und Klein ist. Es werden hier auch Existenzen von heute auf morgen zerstört. Es zeigt auch mal wieder, dass in einem Landkreis bei den Verantwortlichen der eine nicht weiß, was der andere tut, bzw. was getan werden darf und was nicht. Alle möglichen offiziellen Stellen, haben ihren Segen dazu gegeben - und nun von jetzt auf gleich hat das alles keine Gültigkeit mehr??!!! Worauf soll sich der Mensch denn noch verlassen können? Ich hoffe sehr, dass hier doch mal die Vernunft zu Tage tritt.

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