Der Stadtrat Magdeburg hat in seiner Sitzung am 16. August 2018 für den Umbau eines innenstadtnahen Areals zwischen Lorenzweg und Albert-Vater-Straße grünes Licht gegeben, obwohl das Umweltamt die Bebauungspläne rigoros ablehnt, da die geplante Bebauung die letzte im Gebiet noch vorhandene und als Lebens- und Rückzugsraum funktionsfähige Gehölzstruktur zerstören würde.

Darum ist es nun an uns: unterstützt das Umweltamt! Rettet das Grün vor der Säge!! Gerade jetzt, wo wir die zunehmende Erwärmung spüren, sollte alles dafür getan werden, Grünes zu erhalten, denn jeder Baum spendet Sauerstoff, kühlt die Umgebung und bietet für viele Lebewesen einen Lebensraum!!

Begründung

Liebe Magdeburgeinnen und Magdeburger, wir müssen uns wehren!!

Unsere Stadtverordneten haben trotz ablehnender Stellungnahme der Umweltbehörde beschlossen, wieder ein Stück Natur in unserer Stadt zu opfern, um Investoren den Weg für ein weiteres Gewerbegebiet zu ebnen.

Unterschreibt die Petition, teilt und helft, Natur zu erhalten. Wieder soll die Säge angesetzt werden. Aus einer der ehemals grünsten Städte Deutschlands wird wenn wir es nicht verhindern so langsam eine Betonburg. Straßenbahntrassen, Parkplätze...egal, immer mehr wird unser schönes Magdeburg entgrünt. Gegen Stürme und Unwetter können wir nicht viel tun, aber gegen diese Entscheidung unserer Stadtverordneten!!!

Information: Neben einer neuen Sporthalle und weiteren Sportfunktionsbauten soll am südlichen Zipfel ein Gewerbegebiet angelegt werden. Da das zwischen Ringabfahrt und Total-Tankstelle unmittelbar an die Albert-Vater-Straße angrenzende Areal ist dicht begrünt ist, hat das Umweltamt eine ablehnende Stellungnahme formuliert, die auch den Stadtverordneten und dem Baudezernat vorlag.

„Die geplante Bebauung würde die letzte im Gebiet noch vorhandene und als Lebens- und Rückzugsraum funktionsfähige Gehölzstruktur zerstören“, schreibt die Naturschutzbehörde in ihrer rundweg ablehnenden Stellungnahme.

Das Magdeburger Umweltamt ersuchte die Verwaltung, von der Ausweisung des grünen Fleckens als Gewerbegebiet entweder gänzlich Abstand zu nehmen oder Baurecht nur für den kleinen, heute von Garagen bestellten Teil zu gewähren. Der Bauausschuss folgte dem Einwand, deshalb hatte am Donnerstag der Stadtrat das letzte Wort.

Der Baubeigeordnete Dieter Scheidemann verteidigte den Bebauungsplan und verwies auf Investoreninteresse.

Eine große Ratsmehrheit folgte ohne weitere Debatten der Verwaltungssicht und wischte die Bedenken des Umweltamtes vom Tisch. Auch dem Verlangen des Amtes nach dem Schutz eines besonders prächtigen Baumes (Eibe mit 183 cm Stammumfang) kamen die Verwaltung und in der Folge die Ratsmehrheit nicht nach. Auch der Erhalt dieses einen Baumes würde die zur Bebauung vorgesehene Fläche zu stark einschränken, so das Baudezernat.

Insgesamt stehen mehr als 342 Gehölze, teils schützenswerte, im Baugebiet. Für einen Teil ist Bestandsschutz vorgeschrieben. Das Umweltamt ist allerdings sicher: „Auch bei größtmöglicher Schonung des Baumbestandes werden Fällungen unvermeidlich sein.“

Aus: Volksstimme Magdeburg, Katja Tessenow „Kleiner Stadtwald am Ring soll fallen“ vom 18.08.2018

Foto:Katja Tessnow

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Evelyn Schiener aus Magdeburg
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