300 Unterschriften
Petition richtet sich an: Stadt Jena
Wir fordern:
01 Die Stadt Jena sieht bei der Anwendung der Vorkaufsrechtssatzung, im Rahmen bauplanungsrechtlicher Beschleunigungsinstrumente sowie bei der Fortschreibung und Anwendung des Flächennutzungsplans von dem Erwerb von Gartenland, insbesondere von Kleingartenland im Sinne des Bundeskleingartengesetzes sowie von Freizeitgartenland, und von dessen planerischer Umwandlung in Bauland ab.
02 Für sachlich begründete Ausnahmefälle erarbeitet die Stadtverwaltung im Benehmen mit dem Beirat für Kleingartenwesen und dem Regionalverband Jena/SHK der Kleingärtner e.V. einen Kriterienkatalog, der als verbindliche Entscheidungsgrundlage für die Prüfung und Bewertung solcher Ausnahmefälle dient.
03 Für jede als Ausnahme in Betracht kommende Fläche sind vor einer Entscheidung eine Wirtschaftlichkeitsberechnung sowie ein Klimagutachten vorzulegen und in die Abwägung einzustellen.
Begründung
Ausgangslage in Jena
Jena ist aufgrund seiner Tallage besonderen räumlichen und klimatischen Bedingungen ausgesetzt. Diese erschweren sowohl die Schaffung von Wohnraum als auch die Sicherung ausreichender Gartenflächen. Hinzu kommen stadtklimatische Belastungen wie die Überhitzung der Innenstadt, eingeschränkte Kaltluftschneisen und ein erhöhtes Überschwemmungsrisiko.
Bedeutung von Gartenland und Kleingärten
Die Schaffung von Wohnraum darf daher nicht zulasten von Gartenland erfolgen. Kleingärten erfüllen wichtige Funktionen für die Stadtentwicklung und das Gemeinwesen:
· Sie leisten einen Beitrag zum Stadtklima und zur ökologischen Ausgleichsfunktion.
· Sie schaffen soziale Begegnungsräume und fördern nachbarschaftliches Miteinander.
· Sie haben eine städtebauliche Bedeutung als dauerhaft nutzbare Grünflächen.
Beispiel: Kleingartenverein „Obstbau Süd-West e.V.“ Jena
Die Folgen einer Umwandlung von Gartenland in Bauland lassen sich exemplarisch am Kleingartenverein „Obstbau Süd-West e.V.“ in Jena verdeutlichen. Dort ist vorgesehen, auf einer Fläche von 2,6 Hektar mit derzeit 49 Gärten und einem Vereinsheim insgesamt 90 Wohneinheiten in Ein- und Zweifamilienhäusern zu errichten.
Vorliegende Gutachten und fachliche Stellungnahmen bewerten diese Entwicklung kritisch. In der „Klimaanpassungsstrategie JenaWasser – Starkregen- und Überflutungsfürsorge“ (KASJW) wird für eine weitere Verdichtung in diesem Bereich von einer erheblichen Hochwassergefährdung ausgegangen.
Auch das Handbuch „Klimawandelgerechte Stadtentwicklung für Jena“ (JenKAS, 2012) sowie die Untersuchung „Klimauntersuchungen in Jena für die Anpassung an den Klimawandel und seine erwarteten Folgen“ des Deutschen Wetterdienstes kommen zu dem Ergebnis, dass sich die klimatischen Bedingungen im Südviertel durch die geplante Maßnahme deutlich verschlechtern würden.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
09.06.2026
Sammlung endet:
08.12.2026
Region:
Jena
Kategorie:
Soziales
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Da die Erholung zur Lebensqualität genau so beiträgt und dies nicht einfach aus Kapitalistischen Gründen immer vom Tisch gewischt wird. Jena will Umweltbewusstsein schaffen und eine Vorbildfunktion erfüllen, dann soll dies auch umgesetzt werden. Das geschieht jedoch nicht wenn die Natur dafür weichen muss. Das grün in und um Jena macht diese Gegend erst zu dem was sie ist. Dies sollte erhalten werden. Vielen Dank.
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Weil erholsamer Lebensraum immer mehr verschwindet!