Region: Jena
Bild der Petition Rettet unsere Gärten - Keine Umwandlung von Garten- in Bauland in Jena

Rettet unsere Gärten - Keine Umwandlung von Garten- in Bauland in Jena

Petition richtet sich an:
Stadt Jena

499 Unterschriften

32 %
420 von 1.300 für Quorum in Jena Jena

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  1. Gestartet 09.06.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Stadt Jena

Wir fordern:

01         Die Stadt Jena sieht bei der Anwendung der Vorkaufsrechtssatzung, im Rahmen bauplanungsrechtlicher Beschleunigungsinstrumente sowie bei der Fortschreibung und Anwendung des Flächennutzungsplans von dem Erwerb von Gartenland, insbesondere von Kleingartenland im Sinne des Bundeskleingartengesetzes sowie von Freizeitgartenland, und von dessen planerischer Umwandlung in Bauland ab.

02         Für sachlich begründete Ausnahmefälle erarbeitet die Stadtverwaltung im Benehmen mit dem Beirat für Kleingartenwesen und dem Regionalverband Jena/SHK der Kleingärtner e.V. einen Kriterienkatalog, der als verbindliche Entscheidungsgrundlage für die Prüfung und Bewertung solcher Ausnahmefälle dient.

03         Für jede als Ausnahme in Betracht kommende Fläche sind vor einer Entscheidung eine Wirtschaftlichkeitsberechnung sowie ein Klimagutachten vorzulegen und in die Abwägung einzustellen.

Begründung

Ausgangslage in Jena
Jena ist aufgrund seiner Tallage besonderen räumlichen und klimatischen Bedingungen ausgesetzt. Diese erschweren sowohl die Schaffung von Wohnraum als auch die Sicherung ausreichender Gartenflächen. Hinzu kommen stadtklimatische Belastungen wie die Überhitzung der Innenstadt, eingeschränkte Kaltluftschneisen und ein erhöhtes Überschwemmungsrisiko.

Bedeutung von Gartenland und Kleingärten
Die Schaffung von Wohnraum darf daher nicht zulasten von Gartenland erfolgen. Kleingärten erfüllen wichtige Funktionen für die Stadtentwicklung und das Gemeinwesen:
·        Sie leisten einen Beitrag zum Stadtklima und zur ökologischen Ausgleichsfunktion.
·        Sie schaffen soziale Begegnungsräume und fördern nachbarschaftliches Miteinander.
·        Sie haben eine städtebauliche Bedeutung als dauerhaft nutzbare Grünflächen.

Beispiel: Kleingartenverein „Obstbau Süd-West e.V.“ Jena
Die Folgen einer Umwandlung von Gartenland in Bauland lassen sich exemplarisch am Kleingartenverein „Obstbau Süd-West e.V.“ in Jena verdeutlichen. Dort ist vorgesehen, auf einer Fläche von 2,6 Hektar mit derzeit 49 Gärten und einem Vereinsheim insgesamt 90 Wohneinheiten in Ein- und Zweifamilienhäusern zu errichten.
Vorliegende Gutachten und fachliche Stellungnahmen bewerten diese Entwicklung kritisch. In der „Klimaanpassungsstrategie JenaWasser – Starkregen- und Überflutungsfürsorge“ (KASJW) wird für eine weitere Verdichtung in diesem Bereich von einer erheblichen Hochwassergefährdung ausgegangen.
Auch das Handbuch „Klimawandelgerechte Stadtentwicklung für Jena“ (JenKAS, 2012) sowie die Untersuchung „Klimauntersuchungen in Jena für die Anpassung an den Klimawandel und seine erwarteten Folgen“ des Deutschen Wetterdienstes kommen zu dem Ergebnis, dass sich die klimatischen Bedingungen im Südviertel durch die geplante Maßnahme deutlich verschlechtern würden.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 09.06.2026
Sammlung endet: 08.12.2026
Region: Jena
Kategorie: Soziales

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Warum Menschen unterschreiben

Kleingartennutzung für Menschen in Mietwohnung sehr wichtig und kostengünstig, Selbstversorgung im Sinne der Nachhaltigkeit

Wir nutzen den Garten als junge Familie unglaublich gerne. Bauen eigenes Gemüse an und verbringen Zeit mit den Kindern in der Natur. Ein Eigenheim mit Garten kann sich kaum eine Familie leisten. Bitte erhaltet diese wenigen Grünflächen für uns!

Ich habe einen Pachtgarten in der Kleingartenanlage und möchte diese erhalten um einen Beitrag zum Natur- und Klimaschutz insbesondere meiner Heimatstadt Jena zu leisten.

Man darf den kleinen Leuten nicht alles wegnehmen. Wie es auch in der Closewitzer Str. geplant ist, Gärten und Garagen abzureißen. Neubauten mit Mieten 18€ +, was sich von den normalen Leuten keiner leisten kann, weil nicht mal der Monatslohn für die Miete reicht. Es gibt jetzt schon akute Parkplatznot. Dann Gärten wegzunehmen (und die Grünen geben grünes Licht dafür ???). Was sie da den kleinen Leuten antun. Die Arroganz der Stadt Jena, Wohnraum für Reiche zu bauen auf Kosten der kleinen Leute.

Ich finde man sollte diese Oasen erhalten. Jeder Mensch braucht einen Platz zum erholen.

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