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Bild zur Petition mit dem Thema: Rücktrittsforderung von Katherina Reiche Rücktrittsforderung von Katherina Reiche
Erfolg
  • Von: Rolf Beuck mehr
  • An: Katherina Reiche
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Petition hat zum Erfolg beigetragen
    Sprache: Deutsch
  • Erfolg
  • 2.722 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Rücktrittsforderung von Katherina Reiche

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Sie bringen mehrere Themen zur Sprache, die in keinerlei Verbindung zueinander stehen. Der demografische Wandel ist keine Folge der Gleichstellung homosexueller Paare. Auch viele heterosexuelle Ehen sind kinderlos. Die einen gewollt, die anderen ungewollt. Ein Grund ist sicherlich eine eher kinderfeindliche Politik in den vergangenen Jahren & Jahrzehnten, die sich einem modernen Lebenswandel nicht angepasst und die Möglichkeiten, Kinder in dieser Gesellschaft großzuziehen, eher eingeschränkt hat. Zudem scheint Ihnen nicht bekannt zu sein, wie viele gleichgeschlechtliche Paare Kinder großziehen, manche aus vorhergegangenen gegengeschlechtlichen Beziehungen, andere finden andere Möglichkeiten, eine Familie zu gründen.

Begründung:

Liebe Frau Reiche, mit großem Entsetzen haben wir Ihre Äußerungen zur Gleichstellung homosexueller Ehen in der BILD Zeitung gelesen. An vielen Stellen ist die Diskussion hochgekocht, vor allem bedingt durch die Verletzungen, die Sie mit Ihren Worten Homosexuellen implizit und explizit zugefügt haben.

Homosexuelle Paare mit oder ohne Kinder können genauso wie heterosexuelle Paare mit oder ohne Kinder eine Familie sein. Und häufig bestehen Familien auch nur aus einem Elternteil mit Kindern – unabhängig von der sexuellen Orientierung. Gerade von Ihnen hätten wir erwartet, dass Sie aufgrund Ihres eigenen unehelichen Kindes wissen, dass Familie im 21. Jahrhundert nicht automatisch „Ehemann + Ehefrau + Kinder“ heißt. Ihre Aussagen sind ein Schlag ins Gesicht aller Familien, die nicht Ihrer tradierten Normen entsprechen.

Die Öffnung der Ehe für Homosexuelle stellt eine Erweiterung und Bereicherung der Ehe dar und bedroht diese in keiner Weise. Wir fordern nicht die Abschaffung der Ehe, sondern ihre Anpassung an die Lebensrealität im 21. Jahrhundert. Diese Modernisierung wird die Ehe für die Zukunft stärken.

Wir haben nicht das Gefühl, dass Sie über Ihre Äußerungen der Bild Zeitung gegenüber viel nachgedacht haben, daher möchten wir Ihnen gerne im Einzelnen zeigen, über welche Passagen sie unbedingt noch einmal nachdenken sollten.

Sie sagen: „Unsere Zukunft liegt in der Hand der Familien, nicht in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Neben der Euro-Krise ist die demografische Entwicklung die größte Bedrohung unseres Wohlstands.“

Sie bringen mehrere Themen zur Sprache, die in keinerlei Verbindung zueinander stehen. Der demografische Wandel ist keine Folge der Gleichstellung homosexueller Paare. Auch viele heterosexuelle Ehen sind kinderlos. Die einen gewollt, die anderen ungewollt. Ein Grund ist sicherlich eine eher kinderfeindliche Politik in den vergangenen Jahren & Jahrzehnten, die sich einem modernen Lebenswandel nicht angepasst und die Möglichkeiten, Kinder in dieser Gesellschaft großzuziehen, eher eingeschränkt hat. Zudem scheint Ihnen nicht bekannt zu sein, wie viele gleichgeschlechtliche Paare Kinder großziehen, manche aus vorhergegangenen gegengeschlechtlichen Beziehungen, andere finden andere Möglichkeiten, eine Familie zu gründen.

Sie sagen: „Weil die Ehe von Mann und Frau für einige an Bedeutung verloren hat, dürfen wir sie als Lebensentwurf nicht grundsätzlich in Frage stellen.“

Die Ehe von Mann und Frau wird durch die Gleichstellung nicht per Se in Frage gestellt. Ganz im Gegenteil. Viele Homosexuelle wünschen sich ebenfalls eine solche Ehe als rechtlichen und sozialen Rahmen, um in einem vom Gesetzgeber geregelten Konstrukt füreinander da sein zu dürfen und ebenso Kinder großziehen zu können. Noch einmal: Die Öffnung der Ehe für Homosexuelle stellt eine Erweiterung und Bereicherung der Ehe dar und bedroht diese nicht. Wir fordern nicht die Abschaffung der Ehe, sondern ihre Anpassung an die Lebensrealität im 21. Jahrhundert. Diese Modernisierung wird die Ehe für die Zukunft stärken.

Sie sagen: „Die Union muss ganz klar sagen, dass sie auf Familie, Kinder, Ehe setzt. Die Gesellschaft wird nicht von kleinen Gruppen zusammengehalten, sondern von der stabilen Mitte.“

Die Union möchte auf Familie, Kinder und Ehe setzen, warum akzeptieren Sie dann nicht, dass homosexuelle Familien genauso wie heterosexuelle Ehen funktionieren? Wieso verwehren Sie homosexuellen Paaren die gleichen Rechte wie die, nicht von Gott, sondern vom Staat gegebenen Rechte für heterosexuelle Paare? Auf Ihren Ansatz, die Gesellschaft würde nicht von kleinen Gruppen zusammengehalten, möchten wir gar nicht eingehen. Diese Aussage beinhaltet die Diskriminierung ALLER Randgruppen, das ist auf so vielen Ebenen falsch und bedarf es keiner weiteren Stellungnahme.

Sie sagen: „Gleichgeschlechtliche Partnerschaften dürfen nicht diskriminiert werden. Nur wird keiner diskriminiert, wenn das Lebensmodell, das den Erhalt unserer Gesellschaft garantiert, besonders geschützt und gefördert wird.“

Das ist Wortklauberei: Selbstverständlich werden homosexuelle Paare diskriminiert, wenn ihnen die gleichen Rechte verwehrt bleiben. Wir sind uns alle einig, dass Familien Schutz bedürfen. Seien Sie also konsequent und sagen Sie: Alle Familien müssen geschützt und gefördert werden!

Sie sagen: „Die Familie ist der Haltepunkt, der Gegenpol zur Globalisierung in einer rasanten Arbeitswelt. Mehr als 90 Prozent der jungen Leute streben eine stabile Familie an. Welches Signal wollen wir an sie richten? Alles egal? Nein, ich meine, das Signal muss sein: Familie ist der Ort der Werte, Überzeugungen und Normen, die unsere Gesellschaft zusammenhält. Ohne Familie mit Kindern keine Zukunft für Deutschland. Deshalb tun wir alles, Familien in ihrem täglichen Balance- und Drahtseilakt zu stützen.“

Gehen Sie als Mutter mit gutem Beispiel voran und vermitteln Sie Ihren Kindern wahre Werte wie Toleranz und Offenheit. Nehmen Sie s

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

70599, 22.08.2012 (aktiv bis 21.11.2012)


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Debatte zur Petition

PRO: Verstehe nicht warum dieses Thema immer wieder thematisiert wird.Soll doch jeder lieben wen er will.Egal ob Frau/Frau oder Mann/Mann.Was spielt das für eine Rolle?Soweit sollte geistige Entwicklung fortgeschritten sein dass man nicht mehr mit dem Finger ...

PRO: Ich verstehe nicht, was veraltete Ansichten über die Ehe mit der heutigen, der heutigen Motivation zu heiraten und dem staatlichen Recht zu tun hat. Die Mehrheit versteht heute unter einer Beziehung 2 sich liebende Menschen und daraus ensteht irgendwann ...

CONTRA: Ich bin gegen einen Rücktritt von Frau Reiche, weil ich meine, dass wir noch mehr CDU-Abgeordnete im Bundestag brauchen, die Erfahrung in Sachen Wirtschaftskriminalität haben, siehe HESCO (bit.ly/NFODdr).

CONTRA: Ich finde man sollte nicht zuviel Aufmerksamkeit auf ein paar wenige Prozent von Menschen legen. Familie (Mann, Frau Kinder, damit keine Missverständnisse aufkommen) muss gefördert werden, nicht ein paar Launen der Natur.

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