Änderungen im Flächennutzungsplan: Grünfläche erhalten

Im neuen Flächennutzungsplan 2025 ist ein großes Teilstück der Grünflächen zwischen dem Wohn- und Büropark Oberneuland und dem Lür-Kropp-Hof als „Wohnbauflächen-Prüfbereich“ gekennzeichnet.

Bei dem Grünflächenareal handelt es sich um eines der letzten großen zusammenhängenden Freiflächen innerhalb des Bremer Siedlungsraums und muss für die Bremerinnen und Bremer und die Tierwelt erhalten bleiben.

Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr Joachim Lohse wird aufgefordert eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans zu veranlassen.

Begründung:

Laut Aussage des Bausenators Joachim Lohse will Bremen im Bezug auf die Siedlungsfläche künftig nicht mehr wachsen. So sollen neue Wohnungen nicht mehr auf der grünen Wiese entstehen. Um diesen Zielvorstellungen des Herrn Senators gerecht zu werden muss eine mögliche Bebauung der vorhandenen Grünfläche („die grüne Wiese“) verhindert werden.

Eine Bebauung dieses Grünflächenareals würde einen empfindlichen Eingriff in die Wohn- und Aufenthaltsqualität des gesamten Bremer Nordostens darstellen und widerspricht den Anforderungen an den Flächennutzungsplan, der im besonderes Maße auf Nachhaltigkeit setzt.

Zusammen mit dem Bereich des Achterdieksees, dem Achterdiekpark und dem Gelände des Lür-Kropp-Hofs bilden die weiten Grünflächen ein Ensemble, das sehr viele Bremerinnen und Bremer nutzen, um sich hier in der Weite der Landschaft zu erholen.

Des Weiteren hätte eine Bebauung schwerwiegende Folgen für die Tierwelt, da Rehe, Füchse usw. noch weiter in ihrem Lebensraum eingeengt wären, bzw. sogar verdrängt würden. Das jetzige Areal bietet ihnen den nötigen Rückzugsraum. Gleiches gilt für viele Vogelarten, besonders für Zugvögel.

Darüber hinaus hat der Beirat Oberneuland in einem Beschluss zum Flächennutzungsplan eine mögliche Bebauung abgelehnt.

Gerade das grüne Erscheinungsbild wie die Freiflächen vom Wohn- und Büropark Oberneuland bis hin zum Lür-Kropp-Hof machen eine Stadt wie Bremen lebenswert und attraktiv für ihre Bürgerinnen und Bürger. Es ist daher folgerichtig im Flächennutzungsplan die Kennzeichnung als „Wohnbauflächen-Prüfbereich“ zu entfernen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Neuigkeiten

  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Stadt) Nr. 5 vom 15. Januar 2016

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären:

    Eingabe Nr.: S 18/359

    Gegenstand:
    Änderung der Darstellung im Flächennutzungsplan „Wohnbaufläche Prüfbereich“.

    Begründung:
    Der Petent wendet sich gegen die Darstellung einer Grünfläche zwischen dem Wohn- und Büropark
    Oberneuland und dem Lür -Kropp- Hof als „Wohnbaufläche Prüfbereich“ in dem am 17. Februar 2015 von der
    Bremischen Bürgerschaft beschlossenen Flächennutzungsplan. Die betroffene Fläche müsse als Freifläche
    erhalten bleiben. Der Petition ist inzwischen ein weiterer Petent beigetreten, der ausführt, es entspreche
    dem früheren politischen Willen, innerstädtisc he landwirtschaftliche Flächen aus stadtökologischen und
    gestalterischen Gründen unbebaut zu belassen.

    Der Petitionsausschuss hat beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr eine Stellungnahme eingeholt und
    über die Petition in öffentlicher Sitzung beraten. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der
    parlamentarischen Prüfung zusammengefasst wie folgt dar:

    Die Darstellung des betroffenen Teilstücks als „Wohnbaufläche Prüfbereich“ wurde von der Bremischen
    Bürgerschaft auf Empfehlung der Deputat ion für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung und Energie
    beschlossen. Die Darstellung selbst hat keine unmittelbare Wirkung, sondern weist darauf hin, dass
    frühzeitig eine offene und damit öffentliche Diskussion über die Flächennutzung gewünscht ist. Eine
    Streichung der Darstellung als „Wohnbaufläche Prüfbereich“ würde ein
    Flächennutzungsplanänderungsverfahren erfordern, welches nicht unmittelbar durch Verwaltungsakt
    erfolgen kann.

    Der Petitionsausschuss sieht keinen Handlungsbedarf. Die von den Petenten angegriffene Darstellung der
    betroffenen Grünfläche hat keine unmittelbare Rechtswirkung. Das von den Petenten vorgebrachte Anliegen
    fließt in den öffentlichen Diskussionsprozess zu der Frage ein, ob die Fläche als Wohnbaufläche genutzt
    werden soll.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.