Petition an die Bremische Bürgerschaft zur

geburtshilflichen Versorgung in Bremen

(Veröffentlichung der Petition vom 26.09.2016 mit dem Aktenzeichen S19/160)

Sehr geehrte Landesregierung und Mitglieder des Petitionsausschusses,

als Vertreterin und Landeskoordinatorin Bremen des Vereins „Mother Hood e.V. - Bundeselterninitiative zum Schutz von Mutter und Kind während Schwangerschaft, Geburt und 1. Lebensjahr" wende ich mich mit dieser Petition an die Bremische Bürgerschaft.

Mother Hood e.V. setzt sich für eine sichere Geburtshilfe in Deutschland ein. Mit großer Aufmerksamkeit haben wir die Arbeit des „Bremer Bündnis natürliche Geburt" verfolgt und stimmen mit den Empfehlungen des Bündnisses überein. Unabhängig von ersten Erfolgen zur Förderung der natürlichen Geburt sehen wir im Land Bremen einen akuten Handlungsbedarf bezüglich der allgemeinen Versorgungssituation in der Geburtshilfe.

Wir fordern die Bremische Bürgerschaft daher auf, entsprechende Maßnahmen zur Sicherung der geburtshilflichen Versorgung zu ergreifen. Insbesondere sehen wir Handlungsbedarf in folgenden Bereichen:

  1. Wir fordern ein Monitoring hinsichtlich des Bedarfs klinischer und ärztlicher Angebote für Schwangere, Gebärende und junge Familien.

Der Senat geht bis 2030 von einer höheren Geburtenzahl als 2014 aus. Desweiteren stellt er fest, dass der Bedarf der klinischen Geburtshilfe bereits jetzt nicht mehr gedeckt werden kann. Dies betrifft sowohl die Level 1 Kliniken als auch die Versorgung mit Kreißsälen. (Quelle 1)

Die Einschätzung des Senats wird bestätigt von Berichten der Überlastung Bremischer Kliniken, die eine dauerhaft hohe Qualität der Versorgung auf den Geburtsstationen für die Zukunft gefährdet sehen.(Quelle 2,3)

Wir fordern daher eine kontinuierliche Erhebung aller relevanten Faktoren, um ein ausreichendes geburtshilfliches Angebot in Bremen sicherstellen zu können.

  1. Wir fordern eine kontinuierliche 1:1 Betreuung aller Geburten durch eine Bezugshebamme.

Eine Cochrane-Analyse von 2013 belegt deutlich weniger Periduralanästhesien, weniger Dammschnitte, weniger operative Geburten, weniger Frühgeburten und die größere Wahrscheinlichkeit einer vaginalen Geburt, wenn eine kontinuierliche 1:1-Betreuung durch eine vertraute Bezugshebamme erfolgt.(Quelle 4)

Der Senat nennt die Anzahl der Hebammen „in den Bremer Kliniken ausreichend bemessen". Wie er zu diesem Schluss kommt, wird nicht dargelegt.(Quelle 5)

Laut einer aktuellen bundesweiten Umfrage betreuen 95% der Hebammen in den Kliniken häufig mindestens zwei Gebärende gleichzeitig; 46% der Hebammen müssen sich häufig um mindestens drei Frauen gleichzeitig kümmern.(Quelle 6) Das geburtshilfliche Angebot Bremer Geburtskliniken ist auch nach Einschätzung des Senats nicht ausreichend.(Quelle 7) Es ist daher davon auszugehen, dass diese Zahlen auch auf Bremer Kliniken zutreffen.

Eine ausreichende Betreuung ist so nicht gewährleistet. Dies gefährdet die Sicherheit von Mutter und Kind.

  1. Wir fordern ein Monitoring hinsichtlich des Bedarfs für Angebote für Schwangere, Gebärende und junge Familien durch freiberufliche und angestellte Hebammen sowie die Schaffung von Anreizen für Ausbildung und Niederlassung von Hebammen in Bremen.

Zur Senkung der Kaiserschnittrate sowie zur Vermeidung einer Vielzahl unnötiger und langfristig schädlicher Interventionen gehört nachweislich die Sicherung der Hebammenbetreuung der Eltern während Schwangerschaft, Geburt und auch im Wochenbett.(Quelle 8)

Bremer Geburtshäuser berichten, dass sie zahlreiche Anfragen ablehnen müssen. Frauen, die sich erst nach der 20. SSW melden, haben kaum eine Chance auf eine außerklinische Geburt.

Vor allem in den Ferienzeiten herrscht in Bremen in der Vorsorge, dem Wochenbett und auch in der Rückbildung eine starke Unterversorgung. Diese Bereiche werden ausschließlich von freiberuflich tätigen Hebammen betreut. So treten vermehrt Fälle auf, in denen Frauen nicht aus der Klinik entlassen werden können, da keine Hebamme für eine engmaschige Betreuung im häuslichen Umfeld gefunden werden kann.

Auch melden oder befürchten fast alle Bremer Kliniken Versorgungsengpässe bei der Besetzung neuer und vakanter Hebammenstellen.(Quelle 9)

Wir fordern die Ermittlung des aktuellen und zukünftigen Bedarfs an Hebammenleistungen. Auf dessen Basis und mit Hinblick auf den bereits vorhandenen und sich auch nach Einschätzung des Senats weiter verschärfenden Hebammenmangel (Quelle 10) sollten schnellstmöglich Anreize zur Ausbildung und Niederlassung von Hebammen in Bremen gesetzt werden.

  1. Wir fordern die verbindliche Umsetzung der vom „Bremer Bündnis für natürliche Geburt” empfohlenen Maßnahmen zur Senkung der im Bundesvergleich überdurchschnittlichen Kaiserschnittrate von 30,5 %.

Die Kaiserschnittrate im Land Bremen liegt bei 30,5% (Quelle 11) und somit deutlich über dem  von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als medizinisch notwendig erachteten Wert von 15% (Quelle 12). Das „Bremer Bündnis für natürliche Geburt“ hat die Risiken der hohen Kaiserschnittrate für Mutter und Kind erkannt und Maßnahmen zu ihrer Senkung empfohlen und umgesetzt.(Quelle 13) Es gilt nun, diese Maßnahmen verbindlich zu verfolgen, um eine langfristige Senkung der Kaiserschnittrate zu erreichen.

Wir Eltern fordern als direkt Betroffene auch auf Landesebene mit einbezogen zu sein.

Die Senkung der Kaiserschnittrate hängt auch mit der personellen, räumlichen und finanziellen Ausstattung der Kliniken zusammen.(Quelle 14) Durch die niedrige Vergütung von Betreuungsleistungen (Quelle 15) bei gleichzeitig hohen Haftpflichtbeiträgen für Ärzte (Quelle 16) und Hebammen (Quelle 17) ist der finanzielle Druck auf die Kliniken gestiegen. Eine Verbesserung ist daher nur durch finanzielle Mittel des Landes möglich.

  1. Wir fordern die Sicherung der Qualität der Betreuung von Geburten unabhängig vom Einkommen.

Geburten mit garantierter kontinuierlicher 1:1-Betreuung durch eine vertraute Bezugshebamme in der Klinik, im Geburtshaus oder Zuhause werden ausschließlich von freiberuflichen Hebammen begleitet. Eltern müssen sich darum frühzeitig und in Eigeninitiative kümmern. Es fallen dabei zusätzliche, hohe Pauschalen für die Rufbereitschaft an, die von den Krankenkassen nicht vollständig erstattet werden.

Somit haben nur Eltern mit ausreichenden finanziellen Mitteln die Möglichkeit einer Geburt mit garantierter 1:1-Betreuung. Und nur diese Eltern haben tatsächlich eine freie Wahl des Geburtsortes - im Rahmen des bestehenden knappen Angebots.

Dieser Diskriminierung muss die Bremische Bürgerschaft entschieden entgegentreten. Bis auf Bundesebene eine tragbare Lösung gefunden ist, fordern wir Sie daher auf, auf kommunaler Ebene geeignete Unterstützung für Hebammen und Eltern zur Verfügung zu stellen wie dies in anderen Städten und Landkreisen bereits der Fall ist. (Quelle 18)

  1. Wir fordern den Ausbau des Angebots von Hebammenkreißsälen.  

Die Bremische Bürgerschaft soll Maßnahmen zur Förderung der „Hebammenkreißsäle” ergreifen. Derzeit befindet sich der einzige hebammengeleitete Kreißsaal des Landes Bremen im Klinikum Bremerhaven Reinkenheide.

Schwangere Frauen erfahren in hebammengeleiteten Kreißsälen signifikant weniger Interventionen als in konventionellen Kreißsälen. So werden weniger wehenverstärkende Medikamente, Schmerzmittel und Peridualanästhesien (PDAs) eingesetzt. Es kommt seltener zu einer Einleitung der Geburt oder zu einem Dammschnitt.(Quelle 19) Insbesondere die niedrigere Kaiserschnittrate hebammengeleiteter Kreißsäle hat Vorteile für Mutter und Kind. Denn für Kinder erhöht ein Kaiserschnitt das Risiko für Atemprobleme, Asthma und Diabetes.(Quelle 20, 21)

Die Implementierung von Hebammenkreißsälen trägt zur Sicherung des Rechts auf die freie Wahl des Geburtsortes bei. Sie ermöglicht Schwangeren die Wahl zwischen einer technisierten Klinik und einem Kreißsaal, der den Fokus auf die Förderung der natürlichen Geburt legt.

Wir fordern die Bremische Bürgerschaft auf, umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung der geschilderten Zustände in der Geburtshilfe einzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Nathalie Wessels

Landeskoordinatorin Bremen Mother Hood e.V.

Dr. Katharina Hartmann

aus dem Vorstand Mother Hood e.V.

Quellen:

1 - Mitteilung des Senats an die Bremische Bürgerschaft (Landtag) vom 28.06.2016, S. 3f.

2 - Weser Kurier "Bremer Geburtskliniken am Limit" 28.11.2015

3 - Weser Kurier "Zu wenige Intensivplätze in Bremen - Erhöhtes Risiko für Schwangere" 31.08.2015

4 - McGrath, Susan K. und Kennel, John H. A randomized controlled trial of continuous labour support for middle-class couples: effect of cesarean delivery rates. Birth, 35(2):92-97, 2008

5 - Mitteilung des Senats an die Bremische Bürgerschaft (Landtag) vom 28.06.2016, S. 5f.

6 - Deutscher Hebammenverband Pressemitteilung "Arbeitsbedingungen in deutschen Kreißsälen gefährden Qualität bei Betreuung von Geburten" 01.02.2016

7 - Mitteilung des Senats an die Bremische Bürgerschaft (Landtag) vom 28.06.2016, S. 3f.

8 - The Lancet 23.06.2014

9 - Mitteilung des Senats an die Bremische Bürgerschaft (Landtag) vom 28.06.2016, S. 6f.

10 - Mitteilung des Senats an die Bremische Bürgerschaft (Landtag) vom 28.06.2016, S. 6ff.

11 - Statistisches Landesamt Bremen Pressemitteilung 12.05.2016

12 - Bericht der Weltgesundheitsorganisation Appropriate Technology for Birth, April 1985.

13 - Bremer Bündnis für natürliche Geburt "Empfehlungen"

14 - Weser Kurier "Chefärzte: Kapazitäten in Krankenhäusern reichen nicht aus / Große Anfrage von Grünen und SPD an den Senat - Geburtshilfe an der Grenze" 30.04.2016

15 - Vergütungsverzeichnis zum Vertrag nach §134a SGB V

16 - Ärzteblatt "Haftpflichtprämien: Geburtshilfe in Gefahr" 2014

17 - Deutscher Hebammenverband Pressemitteilung "Hebammenverband kritisiert Haftpflichtausgleich der Krankenkassen" 30.06.2016

18 - Mother Hood Infoblatt "Regionale Unterstützungsmodelle"

19 - Nicola H. Bauer: Der Hebammenkreißsaal. Ein Versorgungskonzept zur Förderung der physiologischen Geburt. Unipress. 2011.

20 - Xu B, Pekkanen J, Jarvelin MR, et al.Obstetric complications and asthma in childhood. J Asthma 2000;37(7):589-94

21 - Cardwell CR, Stene LC, Joner G, et al. Caesarean section is associated with an increased risk of childhood-onset type 1 diabetes mellitus: a meta-analysis of observational studies. Diabetologia. 2008 May;51(5):726-35. Epub 2008 Feb 22.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Nathalie Wessels und Katharina Hartmann Mother Hood e.V. aus
  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Stadt) Nr. 29 vom 8. Juni 2018

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären, weil die
    Stadtbürgerschaft keine Möglichkeit sieht, der Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: S 19/160

    Gegenstand:
    Sicherung der geburtshilflichen Versorgung

    Begründung:
    Die Petentin sieht akuten Handlungsbedarf bei der allgemeinen Versorgungssituation in
    der Geburtshilfe und bittet die Bürgerschaft, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
    Unter anderem sollten kontinuierlich der Bedarf für ein ausreichendes geburtshilfliches
    Angebot und der Bedarf an Hebammenleistungen ermittelt werden. Wichtig sei, eine
    Eins-Zu-eins-Betreuung der schwangeren Frauen sicherzustellen. Wegen der Erhöhung
    der Haftpflichtversicherungsprämien hätten viele Beleghebammen ihre Tätigkeit
    eingestellt. Die in den Kliniken beschäftigten Hebammen müssten nach einer Umfrage
    des deutschen Hebammenverbandes im Schnitt zwei bis vier Geburten zeitgleich
    betreuen. Die vom Bremer Bündnis für natürliche Geburt empfohlenen Maßnahmen zur
    Senkung der überdurchschnittlich hohen Kaiserschnittrate sollten umgesetzt werden. In
    diesem Zusammenhang sei auch die personelle, räumliche und finanzielle Ausstattung
    der Kliniken relevant. Auch der Ausbau des Angebots an hebammengeleiteten
    Kreißsälen könne zur Reduzierung der Kaiserschnittrate beitragen. Die Petition wird von
    725 Mitzeichnerinnen und Mitzeichnern unterstützt. Außerdem liegen dazu über 3 000
    schriftliche Unterstützungsunterschriften vor.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen der Petentin diverse Stellungnahmen der
    Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz eingeholt. Außerdem
    hatten Vertreterinnen der Petentin die Gelegenheit, ihr Anliegen im Rahmen der
    öffentlichen Beratung der Petition mündlich zu erläutern. Unter Berücksichtigung dessen
    stellt sich das Ergebnis der parlamentarischen Überprüfung zusammengefasst
    folgendermaßen dar:

    Der Petitionsausschuss kann das Anliegen der Petentin sehr gut nachvollziehen. Ihm ist
    es wichtig, den gebärenden Frauen möglichst gute Bedingungen zu schaffen.
    Diesbezüglich ist in Bremen in der Vergangenheit auch bereits einiges getan worden.
    Einen weitergehenden Handlungsspielraum sieht er aufgrund der finanziellen Situation
    des Landes Bremen und der gesetzlichen Vorgaben jedoch nicht.

    Im Rahmen der Fortschreibung des Krankenhausplans werden deshalb unter anderem
    auch Informationen zur Planung der geburtshilflichen und perinatologischen
    Versorgungskapazitäten erhoben. Auf dieser Datengrundlage wird im Einvernehmen mit
    den Verbänden der Krankenkassen, dem Landesausschuss der privaten
    Krankenversicherung der Landeskrankenhausgesellschaft sowie den Städten Bremen
    und Bremerhaven eine Prognose der zur Sicherstellung der Versorgung erforderlichen
    stationären Krankenhauskapazitäten. Dabei wird auch berücksichtigt, dass ein großer
    Anteil der in Bremen Gebärenden aus Niedersachsen stammt. Für Bremen wurde ein
    zusätzlicher Bedarf an drei bis vier Kreißsälen ermittelt. Die Bedarfsplanung ärztlicher
    Angebote für Schwangere und Gebärende stellt die kassenärztliche Vereinigung im
    Einvernehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen und Ersatzkassen auf
    Grundlage der Bedarfsplanungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses auf.

    Für Klinikgeburten gibt es noch immer keinen festgelegten Hebammenschlüssel. Seit
    Einführung der Fallpauschalen liegt die Personalbemessung in der Eigenverantwortung
    der Krankenhäuser.
    Bereits vor Jahren wurde im Klinikum Bremerhaven Reinkenheide ein
    hebammengeleiteter Kreißsaal eingerichtet. Das Klinikum Links der Weser hatte bereits
    im Jahr 2012 ein Konzept für hebammengeleitete Kreißsäle eingerichtet. Dies konnte
    aufgrund der räumlichen Kapazitäten bislang nicht umgesetzt werden, weil das Klinikum
    einen Teil der Geburten des Klinikums Bremen-Mitte einschließlich der
    neonatologischen Versorgung Level 1 und Level 2 übernehmen musste. Mit der
    Fertigstellung des Eltern-Kind-Zentrums und der Verlagerung der Neonatologie Level 1
    und Level 2 an das Klinikum Bremen-Mitte plant das Klinikum Links der Weser etwa ab
    Mitte 2019 hebammengeleitete Kreißsäle einzuführen.

    Im Jahr 2017 wurde im Rahmen des Projektes „Gesundheitsberufe-Monitoring und
    Bedarfsvorausschätzung für den Fachkräftebedarf in ausgewählten Gesundheitsberufen
    im Land Bremen“ der Beschäftigungsstand und der in den nächsten Jahren zu
    erwartende Fachkräftebedarf in diversen Gesundheitsberufen, u.a. im Hebammenberuf,
    ermittelt. Für Hebammen wurde ergänzend eine Befragung der freiberuflich im Land
    Bremen tätigen Hebammen durchgeführt. Ziel war es, die Anzahl der freiberuflich tätigen
    Hebammen, ihre Altersstruktur und ihren Beschäftigungsumfang zu erfassen. Aufgrund
    der bislang vorliegenden Erkenntnisse muss konstatiert werden, dass sich die
    Versorgungssituation aus Sicht der Hebammen in den letzten Jahren verschärft hat und
    immer häufiger Betreuungsanfragen schwangerer Frauen abgelehnt werden müssen.
    Mitursache dafür ist die aktuelle berufliche Situation vieler Hebammen, die als schwierig
    bewertet wird. Die Bremische Gesundheitspolitik unterstützt seit Jahren Initiativen, um
    die Arbeitsbedingungen der Hebammen zu verbessern. Eine Steuerungsmöglichkeit der
    Hebammenversorgung durch das Land oder die Gemeinden ist allerdings nicht
    gesetzlich vorgesehen.

    Aufgrund einer EU-Richtlinie muss der Hebammenberuf akademisiert werden. Bremen
    wird bei der Novellierung des Hebammengesetzes und damit zur Überführung der
    Ausbildung auf Hochschulniveau eine aktive Rolle einnehmen. Es geht darum, einen
    attraktiven Ausbildungsstandort für Theorie und Praxis anzubieten. Die Hochschule
    Bremen prüft derzeit die Voraussetzung für die Entwicklung eines entsprechenden
    Angebots. Das Land stellt für diese Prüfung Projektmittel zur Verfügung.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.