Ich bitte den Landtag des Landes Bremen um eine Änderung der Baumschutzverordnung.

Nach dem § 1 Abs. 3 werden in der Baumschutzverordnung nur Salix-Bäume mit einem Stammumfang von 300 cm und mehr geschützt.

Da die Weidenarten aber zu einer Gruppe von Pflanzen gehören, die nachweislich für über 117 Schmetterlingsarten eine Lebensgrundlage stellen, zusätzlich zu einer Gruppe der Frühblüher gehören, ist die Gruppe der Weiden genauso zu schützen, wenn nicht sogar unter einen höheren Schutz als die anderen Baumgruppen zu stellen.

Der Schutzstatus sollte somit schon bei einem vergleichbaren Stammumfang wie die anderen Arten von 80 cm einsetzen.

Die Kopfweiden sollten entsprechend angepasst werden. Denn als Kopfweiden ausgebildete Bäume der Gehölzart Salix (Weide) stehen derzeit nur mit einem Stammumfang von mindestens 120 cm unter Schutz, dieser Umfang sollte auf 80 cm abgesenkt werden.

Derzeit werden tot Bäume nicht von der Baumschutzverordnung in Bremen geschützt. Hier sollte der Schutz sich auf die ersten zwei Meter des Stammes vom Boden aus erweitern. Alle Bäume mit einem Stammdurchmesser >120 cm, können nur auf Antrag weiter als zwei Meter über den Boden abgetragen werden. Ausschlaggebend ist hier die Verkehrssicherheit. Ansonsten stellen die Todhölzer einen wichtigen Lebensraum für viele Tiere dar, auf den eine Ökostadt nicht verzichten sollte.

Weiter möchte ich Sie darum bitten, die Bäume der Gehölzarten Populus (Pappel) und Betula (Birke) mit zu schützen. Auch diese Bäume sind durch ihre Wuchsgeschwindigkeit ein wichtiger Bestandteil der CO2-Reduzierung.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Heiko Fritschen

Neuigkeiten

  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Stadt) Nr. 28 vom 18. Mai 2018

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären, weil die
    Stadtbürgerschaft keine Möglichkeit sieht, der Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: S 19/194

    Gegenstand:
    Änderung der Baumschutzverordnung

    Begründung:
    Der Petent bittet, Bäume der Gehölzart Salix (Weide) bereits ab einem Stammumfang von 80
    cm sowie Pappeln und Birken wieder den Schutzvorschriften der Baumschutzverordnung zu
    unterwerfen. Darüber hinaus regt er an, auch tote Bäume unter Schutz zu stellen.

    Die Petition wird von 23 Mitzeichnerinnen und Mitzeichnern unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen des Petenten eine Stellungnahme des
    Senators für Umwelt, Bau und Verkehr eingeholt. Außerdem hatte der Petent die Möglichkeit,
    sein Anliegen im Rahmen der öffentlichen Petition mündlich zu erläutern. Unter
    Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung
    zusammengefasst wie folgt dar:

    Der Petitionsausschuss kann dem Anliegen des Petenten nicht entsprechen.

    Bei Weiden, Pappeln und Birken handelt es sich um so genannte Pionier- oder Weichhölzer,
    die einem schnellen Wachstum unterliegen. Aufgrund ihres weichen Holzes sind sie sehr
    brüchig, so dass derartige Bäume im öffentlichen Raum kaum noch gepflanzt werden. Im Jahr
    2002 wurde der Schutz von Weiden und Pappeln, im Jahr 2004 der Schutz von Birken
    aufgegeben, da angesichts des hohen bruchgefährdenden Astanteils dieser Baumarten
    vielfach Fällgenehmigungen ausgestellt werden mussten, so dass die Aufrechterhaltung des
    bisherigen Schutzes als nicht erforderlich angesehen wurde. Seit der Novellierung der
    Baumschutzverordnung im Jahr 2009 sind Weiden wieder den Schutzvorschriften der
    Baumschutzverordnung unterworfen. Anders als bei der bis zum Jahr 2002 geltenden
    Regelung bezieht sich der Schutz jedoch ausschließlich auf Bäume ab einem gewissen
    Stammumfang.

    Eine Einbeziehung toter Bäume entspricht nicht dem Schutzzweck der
    Baumschutzverordnung. Diesbezüglich ist zu beachten, dass tote Bäume per se ein
    Sicherheitsrisiko darstellen. Aus diesem Grund muss es Grundstückseigentümern sowie
    Nutzungsberechtigten rechtlich gestattet werden, die notwendigen Maßnahmen zur
    Gefahrenabwehr - ohne erhöhten Verwaltungsaufwand - vorzunehmen.

    Der Petitionsausschuss sieht in der derzeitigen Regelung einen angemessenen Ausgleich
    zwischen dem Schutz des Baumbestandes und Aspekten der Verkehrssicherheit.
    Diesbezüglich ist zudem zu beachten, dass für Bäume in freier Landschaft die Schutz- und
    Erhaltungsvorschriften der Landschaftsschutzverordnung zur Anwendung kommen.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.