"Gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen"

Die Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen muss umgehend gestoppt werden.

Die Folgen durch zu wenig Bewegung sind bereits durch die Volkskrankheit "Rückenschmerz" und Adipositas von immer mehr Kindern erkennbar. Seit Jahrzehnten ist Sport ein Nebenfach und sollte dennoch in drei Unterrichtseinheiten a 45 Minuten durchgeführt werden. In den Schulplänen ist seit ebensovielen Jahren der Sportunterricht maximal 90 Minuten. Abzüglich organisatorischer Aufgaben, die wahrzunehmen sind. Das beweist, das die Sporthallen bereits vor der Flüchtlingskrise an der maximalen Auslastungsgrenze betrieben wurden.

Durch die Ganztagsschule und die neuen Medien ist es immer schwerer geworden, Kinder ausserhalb der Schule zu organisierter Bewegung zu motivieren. Schuldauer und Hausaufgaben nehmen immer mehr Zeit in Anspruch. Neben der Schule dann freiwillig andere Kinder mit gleichen Interessen kennenzulernen wird immer schwieriger. Die wenigen Kinder und Jugendlichen, die sich dennoch zu Sport und regelmäßiger Bewegung motivieren lassen und in kostenpflichtige Vereine eintreten, werden nun zurückgedrängt in Passivität und vergessen das Erlernte bzw. lernen nichts neues mehr in ihrer Wunschsportart.

Das harmonische Miteinander kennenzulernen und die Kunst aufkeimende Konflikte friedlich und unter Umständen auch unter Anleitung zu lösen, ist eine von vielen Grundaufgaben von Sportvereinen. Die Integrationsaufgabe betrifft auch Kinder und Jugendliche aus fremden Regionen in Deutschland. So hat es auch ein Kind aus Bayern oder Schwaben schwer, nach einem Umzug Fuß zu fassen. Der Sportverein hilft hier, da die Herkunft eines Sportlers keine Rolle spielt, sondern das gemeinsame Interesse am Sport und die Leistungsfähigkeit und der gemeinsame Wille diese Leistungsfähigkeit auszubauen.

Die Vereine können ohne Sporthallen und ohne Mitglieder keine Sozial- und Integrationsarbeit mehr leisten und viele Strukturen und jahrelange Arbeit im Verein und im Stadtteil wird nun zerstört. Ob dies überhaupt wieder aufgebaut werden kann (Schwierigkeiten: siehe oben), weiss niemand.

Auch sind die Turnhallen nicht für die dauerhafte Aufnahme von Personen gebaut und es ist nicht absehbar, welche Instandsetzungskosten und Instandhaltungskosten auf den Staat zukommen werden.

Daher muss die Bereitstellung von Turnhallen für Flüchtlinge gestoppt und rückgängig gemacht werden.

Bitte unterzeichnen Sie

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Neuigkeiten

  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Stadt) Nr. 16 vom 10. Februar 2017

    Der Aus schuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären, weil die Stadtbürgersch aft keine
    Möglichkeit sieht, der Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: S 19/36

    Gegenstand:
    Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen

    Begründung:
    Der Petent wendet sich gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen. Er weist auf die Folgen durch
    zu wenig Bewegung für Kinder hin, die die Turnhallen für ihren Sportunterricht benötigten. Auch für die
    Sportv ereine, die unter anderem Sozial - und Integrationsarbeit leisteten, seien die Turnhallen wichtig. Hinzu
    käme, dass die Turnhallen nicht für die dauerhafte Aufnahme von Personen gebaut seien und die
    entstehenden Kosten für Instandsetzungsarbeiten nicht absehbar seien. Die Petition wird von 186
    Mitzeichnerinnen und Mitzeichnern unterstützt.

    Der Ausschuss hat zu dem Vorbringen des Petenten eine Stellungnahme der Senatorin für Soziales, Jugend,
    Frauen, Integration und Sport eingeholt. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der
    parlamentarischen Prüfung wie folgt dar: Aufgrund eines nicht vorhersehbaren Anstiegs an Flüchtlingen im
    Jahr 2015 mussten zahlreiche Notmaßnahmen, wie zum Beispiel das Aufstellen von Zelten, getroffen werden,
    um die Betr offenen aufzunehmen und Obdachlosigkeit zu verhindern. Teilweise hat keine andere Möglichkeit
    bestanden, als die Menschen in Turnhallen unterzubringen. Es hat dabei eine Güterabwägung stattgefunden
    zwischen der W ichtigkeit des Sports und der Verpflichtung, die Flüchtlinge zu versorgen. Mit dem Rückgang
    der Zugangszahlen und der Schaffung alternativer Unterbringungsmöglichkeiten sind die Unterkünfte wieder
    aufgelöst worden. Mittlerweile werden die Hallen wieder für den Sport genutzt.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.