region: Bremen

S 19/424 - Bezahlung von Erzieherinnen und Erziehern

Juliane Bischoff
Petition is directed to
Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft
311 Supporters 311 in Bremen
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  1. Launched April 2019
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Dies ist eine Online-Petition der Bremischen Bürgerschaft.

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Sehr geehrte Damen und Herren, ich fordere die Bremische Bürgerschaft und insbesondere die Senatorin für Kinder und Bildung auf, die zum 1.April 2019 vorgesehene Bezahlung nach 8b (VIIIb) von Erzieherinnen und Erziehern in sozial belasteten Einrichtungen der Stadt unverzüglich auf alle Erzieherinnen und Erzieher des kommunalen Trägers KITA BREMEN auszuweiten. Die Tatsache, dass hier eine Besserstellung von 60 % der Mitarbeiter aufgrund eines nicht transparenten Index vorgenommen wird, steht dem Gleichheitsgrundsatz deutlich entgegen. Die Tatsache, dass 40% der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von KITA BREMEN für die gleiche Arbeit, die gleiche Ausbildung und eine gleichlautende Tätigkeitsbeschreibung, in zum Teil schlechter gestellten Einrichtungen (sowohl personell als auch durch Sachmittel) eine unterschiedliche Entlohnung erhalten, ist nicht hinnehmbar und auch der Elternschaft nur schwer vermittelbar. Dies stellt in keiner Weise eine Aufwertung und Anerkennung des Berufes und der täglichen Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher da, sondern führt zu einer Spaltung der Belegschaft und im schlimmsten Fall zu einer Demotivierung der Mitarbeiter. Dies hat wiederum Auswirkung auf die pädagogische Arbeit mit unseren Kindern. Beim derzeitigen und anhaltenden Fachkräftemangel wird eine unterschiedliche Entlohnung schlichtweg zu einer Verschiebung des Personals zu Gunsten der sozial belasteten Einrichtungen zur Folge haben. Unbesetzte Stellen werden in den "weniger attraktiven" Einrichtungen nur schwer zu besetzen sein. Dies führt zwangsläufig zu höheren Arbeitsbelastung für das verbleibende Personal und in der Folge zu mehr Betreuungseinschränkungen. Bereits jetzt sind Notdienste und Einschränkungen in vielen Häusern an der Tagesordnung und stellen Erzieherinnen und Erzieher, die Leitungsteams aber auch die betroffenen Eltern vor große Probleme. Eine Verbesserung der Situation ist beim geplanten Ausbau der Betreuungsplätze für U3 und Elementarbereich und der großen Personalnot auch langfristig nicht absehbar. In dieser angespannten Situation eine solch ungerechte Maßnahme öffentlich als "Aufwertung" und "Erfolg" zu verkaufen, kann schlichtweg als Pharse bewertet werden. Daher fordere ich die sofortige Bereinigung dieser Ungleichbehandlung. Mit freundlichen Grüßen und in Erwartung einer Antwort, Juliane Bischoff

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