• Von: Werner Hentschel mehr
  • An: Petitionsausschuß des Landtags
  • Region: Sachsen mehr
    Kategorie: Umwelt mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 1.378 Unterstützer
    1.160 in Sachsen
    Sammlung abgeschlossen

Sachsens Natur bewahren!

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Der Freistaat Sachsen muss seiner Verantwortung für die Biologische Vielfalt gerecht werden.

Der vollständigen Petitionstext ist u.a. auf dem Internetauftritt des NABU Landesverbandes Sachsen zu finden: sachsen.nabu.de/news/2016/20092.html

Für die Eiligen hier eine sehr knappe Kurzfassung:
Die in der Petition benannten Defizite bei Instrumenten und Akteuren des Naturschutzes in Sachsen und die Folgen dieser Defizite sind bekannt:
- mehr als ein Drittel der einheimischen Tier-, Pilz- und Pflanzenarten sind als „gefährdet“, „stark gefährdet“ oder „vom Aussterben bedroht“ eingestuft, eine Trendwende ist nicht in Sicht
- hohe bürokratische und finanzielle Hürden verhindern den Zugang für die allermeisten (v.a. ehrenamtlichen) Naturschutzpraktiker zu Fördergeldern, sodass sie die nur noch rudimentäre staatliche Infrastruktur für Naturschutz nicht wirksam stützen können

Es werden u.a. folgende Maßnahmen zur Stärkung der Instrumente und Akteure gefordert:
- ein landesweites Netz von Naturschutzstationen und dessen langfristige finanzielle Absicherung
- die Stärkung der Naturschutzbehörden auf allen Ebenen, u.a. durch eine Erhöhung der Personalkapazitäten
- die Beseitigung aller verzichtbaren bürokratischen und finanziellen Hürden, die lokalen Naturschutzakteuren den Zugang zu Fördergeldern versperren oder erschweren

Die Petition endet mit der Aufforderung und dem Angebot der Zusammenarbeit an den Sächsischen Landtag:
Wir fordern Sie auf, dafür Sorge zu tragen, dass sich der Zustand der Arten und Lebensräume, die heute in den Roten Listen des Freistaates geführt werden, deutlich verbessert. Die Biologische Vielfalt Sachsens zu erhalten erfordert entschlossenes politisches Handeln, über Parteigrenzen hinweg!

Schaffen Sie gemeinsam die Rahmenbedingungen dafür!
Wir, die in unterschiedlichen Vereinen, Verbänden oder anderen Strukturen organisierten Naturschutzpraktiker, sind bereit, Sie bei der Erarbeitung von entsprechenden Entscheidungsgrundlagen fachlich zu unterstützen.

Im Nachgang an das von der Grünen-Fraktion des Sächsischen Landtags organisierte Fachgespräch "Nichts geht mehr - Fördermittelbeantragung für Naturschützer in Sachsen" am 10.12.2015 in Chemnitz übernahm Jens Weber die Aufgabe die vorgestellte Petition an den Landtag des Freistaats Sachsen zu erarbeiten - stellvertretend für alle Akteure im Naturschutz im Freistaat Sachsen.

Die Petition kann nicht nur online unterzeichnet werden. Unterschriften können auch über analoge Unterschriftenlisten gesammelt werden - das geht im Bekanntenkreis besser als einzeln online.

Begründung:

Für mich ist die biologische Vielfalt und damit die Schönheit der Landschaft ein eigener Wert, für dessen Schutz ich mich auf verschiedenen Ebenen engagiere - ganz praktisch durch Biotoppflegemaßnahmen in der Umgebung Freibergs mit der NAJU Freiberg. Im Rahmen dieses Engagements konnte ich auch erste Erfahrungen mit den angesprochenen Hürden bei der Förderung von Naturschutzmaßnahmen machen. Dass es ohne den ehrenamtlichen Naturschutz an vielen Stellen nicht geht, kann ich auch an einem konkreten Beispiel belegen: Wir konnten in den letzten zwei Jahren in mehr als zehn Einsätzen ein Moor im Stadtwald Freiberg revitalisieren. Das Moor war zwar als Flächennaturdenkmal ausgewiesen, wurde aber nicht gepflegt. Also wuchsen die Ränder mit einem Dickicht aus Fichten, Birken und Faulbäumen zu. Auch war der Wasserstand im Moor wegen eines defekten Dammes gesunken, sodass schon die ersten jungen Birken im Moorkörper standen. Das Dickicht wurde entfernt, der Damm am Moor ertüchtigt und der Wasserstand so stabilisiert. Die wertgebenden Wollgrasbestände erholten sich rasch. Wir haben uns mit diesem Projekt einen Namen unter den Naturschützer der Region Freiberg gemacht.
Wem das zu abstrakt ist:
Seit einiger Zeit gibt es auch den Ansatz, den abstrakten Wert von intakten Ökosystemen in Form von Ökosystemdienstleistungen messbar zu fassen: Bestäubungsdienstleistung von Bienen im Obstbau, Wasserrückhalt in der Landschaft durch Feuchtwiesen, natürliche Auen und Moore und natürlich die Schönheit von Natur und Landschaft als Grundlage für Tourismus und Erholung.
Kleinere Naturschutzmaßnahmen können wir ohne größere Unterstützung durch das Land erfolgreich umsetzen. Das gelingt mit guter Kommunikation sowie der Kooperationsbereitschaft der Akteure vor Ort. Doch um landesweit und in großem Zusammenhang Maßnahmen koordinieren und erfolgreich durchzuführen, bedarf es endlich der Umsetzung unserer Forderungen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Freiberg, 07.02.2016 (aktiv bis 19.03.2016)


Neuigkeiten

Es waren ein paar kleinere Rechtschreibfehler und umständliche Formulierungen enthalten, die nun behoben sind. Wenn ihr noch jemanden kennt, der noch nicht unterschrieben hat, aber unsere Forderungen unterstützen würde, macht ihn auf die Petition aufmerksam ...

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Petitionsverlauf

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