Education

Schluss mit Corona-Sonderopfern der Schulkinder!

Petition is directed to
Landtag Mecklenburg-Vorpommern Petitionsausschuss
1.075 Supporters 966 in Mecklenburg-Vorpommern
14% from 6.700 for quorum
  1. Launched 26/04/2021
  2. Time remaining > 6 Wochen
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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1. Beendigung des Sonderopfers der SchülerInnen: Solange Handwerk, Industrie und andere Wirtschaftsunternehmen nicht den gleichen Coronaschutzmaßnahmen unterworfen sind, darf die Schulschließung nicht an strengere Inzidenzen gekoppelt werden, als im Bundesinfektionsschutzgesetz vorgesehen.

2. Weitere verpflichtende Schnelltestungen mehrmals wöchentlich in allen Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen, nicht nur in den Schulen.

3.  Konsequente und unverzügliche Impfung aller Lehrkräfte und ErzieherInnen auf freiwilliger Basis. 

4.  Die strikte Einhaltung von Schutz-, Abstands- und Hygienemaßnahmen, einschließlich des Tragens von Mund-Nase-Schutz und der Händedesinfektion.

5.  Zusätzliche Unterrichtsangebote zur Aufholung der bereits eingetretenen Defizite (bspw. Samstagsunterricht oder Lernangebote während der Sommerferien oder zusätzliche Unterrichtsangebote im Rahmen des Ganztagsunterrichts).

6.  Priorisierung der Schulen bei der Nachverfolgung von Infektionsketten durch die Gesundheitsämter. Die Gesundheitsämter müssen effektiver werden.

7.  Installation von Luftfiltern in allen Klassenzimmern der öffentlichen und privaten Schulen.

8.  Erhöhung der Anzahl der Schulbusse und Busverbindungen.

Reason

Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht!

Die Schulschließung ist in Mecklenburg-Vorpommern in der 4. VO zur Änderung der 2. Schul-Corona- VO M-V geregelt. Hiernach sind die Schulen geschlossen und bleiben es auch, bis die 7-Tage-Inzidenz landesweit mindestens sieben Tage in Folge ununterbrochen unter 100 liegt. Das ist eine drastische Verschärfung gegenüber der Bunderegelung (IfSG), welche bei 7-Tagesinzidenzen oberhalb von 100 bis hin zu 165 immerhin Wechselunterricht gestattet.

Nach dem Stand der Wissenschaft ist eine ausschließliche Orientierung an Inzidenzzahlen nicht zielführend; vgl. RKI

Statt der alleinigen Betrachtung von Inzidenzen bietet sich eine Einzelfallanalyse an, wo genau die Fälle aufgetreten sind, um Einschränkungen und Nachverfolgungen lokal vorzunehmen. Dies gilt insbesondere für das dünn besiedelte Mecklenburg-Vorpommern. Es ist aberwitzig, dass es für die Schulöffnung darauf ankommt, dass die Inzidenzen landesweit für 7 Tage in Folge unter 100 sinken. Ob Schulen in Bergen auf Rügen schließen müssen, darf nicht davon abhängen, wie das Infektionsgeschehen in Ludwigslust aussieht. Das ist Willkür!

Ärzte warnen vor erneuten Schließungen: „Wir können Kinder und Jugendliche nicht ständig von einem in den nächsten Bildungs-Lockdown schicken. Seelische und körperliche Nebenwirkungen fehlender sozialer Kontakte und mangelnder Bewegungsmöglichkeiten sind schon jetzt zu spüren“ sagte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Dr. T. Fischbach, der „Ärzte Zeitung“ am 19.04.2021.

Bevor der Präsenzunterricht eingestellt wird, müssen alle anderen Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens heruntergefahren werden. Die bisherigen „Lockdowns light“, haben letztendlich unsere Kinder mit größter Härte getroffen. Mit Sonderopfern der Kinder muss Schluss sein!

Der Spiegel zitiert Prof. J. Hübner, Universität München: „In vielen Bereichen seien Einschränkungen mit Geld wiedergutzumachen. Doch bei Kindern und Jugendlichen gebe es so viele Kollateralschäden, wenn sie ständig daheim seien. Dazu zählt er etwa Fälle von häuslicher Gewalt, Bewegungsmangel durch ausfallenden Sport- und Schwimmunterricht und eine fehlende Interaktion mit Freunden. Ganz zu schweigen vom verpassten Schulstoff“.

"Wenn sich die Kinder kontrolliert in der Schule sehen könnten, würde auch der Anreiz sinken, sich nach der Schule unkontrolliert zu treffen" zitiert die Ostseezeitung vom 24./25. 4. 2021 den Kinderarzt Dr. S. Büchner aus Güstrow, Landessprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte.

Die Pandemie wird das gesamte Kalenderjahr 2021 und, je nach Auftreten neuer Virusmutanten, auch noch 2022 anhalten. Je länger die Krise dauert, desto bedeutender ist es, die Grundrechte zu wahren und eine sinnvolle Priorisierung vorzunehmen. Priorität hat für uns nicht die Arbeit in Friseurläden, Großraumbüros, Industrieunternehmen, auf dem Bau und im Handwerk, solange in Schulen nicht in Präsenz unterrichtet werden darf.

 Das Homeschooling ist ineffektiv. Aus einer Studie der Universität Oxford geht hervor, dass Schulkinder zu Hause während des Lockdowns wenig bis nichts gelernt haben. Dies ist ein besonderes Problem für Kinder mit Eltern ohne akademischen Hintergrund. Die Motivation der Kinder sinkt, je länger kein normaler Schulbetrieb stattfindet. Demotivierend wirken auch ständig wechselnde Beschulungssituationen.

Wenn die Schulen bestimmte Lehrinhalte nicht mehr vermitteln, führt das dazu, dass Bildungsziele nicht mehr erreichbar und Lernerfolge weder messbar noch vergleichbar sind. Zeugnisse der Übergangsklassen 6 bzw. 4 in den einzelnen Bundesländern können ebenso wenig miteinander verglichen werden wie Abschlusszeugnisse.

Mitten in der dritten Welle muss es unser Ziel sein, konsequent strategische Maßnahmen in den Schulen einzusetzen, um bis zum Abklingen mit der Pandemie leben zu können. Mag auch zum Ende des Sommers ein Großteil der Erwachsenen geimpft sein, wird der Herbst gleichwohl viele Infektionen unter den Kindern bringen. Was soll dann mit den Kindern passieren, die 2020 eingeschult wurden und bis heute nicht recht wissen, was Schule ist? Sollen die Älteren in ihr drittes Schuljahr ohne regelmäßige Beschulung gehen? Es darf keine Unterrichtszeit mehr weggeworfen werden!

Schluss mit dem Sonderopfer unserer Kinder! Wir fordern Präsenzunterricht im Rahmen des bundesrechtlich Zulässigen. Unsere Kinder sind die Zukunft des Landes Mecklenburg-Vorpommern! 

Thank you for your support, Angela Peters from Greifswald
Question to the initiator

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News

Der Ärztliche Direktor der Regensburger Kinderklinik fordert, den Präsenzunterricht mit einer effizienten Teststrategie wieder aufzunehmen. Er hat dazu ein Konzept von Gurgeltests entwickelt, die komfortabler zu handhaben und effizienter sind, als die gebräuchlichen Schnelltests. Er hält der Politik vor, der Pandemie mit Notbremsen immer nur hinterher zu hinken und befürchtet, "dass viele Kinder in diesem Schuljahr keine Schule mehr von innen sehen werden."

No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • Mandy Hain Greifswald

    9 minutes ago

    Mein Kind hat trotz aller Bemühungen der Lehrer schon eine Wissenslücke entwickelt. Es ist ungerecht, dass verschiedene Unternehmen die Wirtschaft aufrecht erhalten dürfen, aber unsere Kinder nicht zur Schule dürfen.

  • Daiana Gersing Greifswald

    19 hours ago

    Um unsere Kinder vor dem Ausmaß der Pandemie zu schützen!!!!

  • Not public Greifswald

    20 hours ago

    Das alle Kinder die gleiche Chance auf Bildung haben!

  • Julia Nehmzow Greifswald

    20 hours ago

    Nichts ist wichtiger als die Bildung! Und die sozialen Kontakte unter den Kindern!

  • Cindy Seifert Greifswald

    1 day ago

    Schulbildung ist mit das wichtigste für die Kinder

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