Region: Modautal

Schützt Neunkirchen Odw.– stoppt den Gewerbeausbau am ehem. Skilift!

Petition richtet sich an
Gemeindevertretung Modautal + Bürgermeister Jörg Lautenschläger

696 Unterschriften

100 %
264 von 190 für Quorum in Modautal Modautal

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  1. Gestartet Januar 2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
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Petition richtet sich an: Gemeindevertretung Modautal + Bürgermeister Jörg Lautenschläger

Wir fordern die Gemeindevertretung und den Bürgermeister der Gemeinde Modautal auf

  • die Flächennutzungsänderung für 31.029 m² sowie die Bauleitplanung „Unterm Winterkaster Kirchenpfad“ sofort zu stoppen,
  • die nachträgliche Legalisierung und massive Erweiterung eines Gewerbebetriebs im Außenbereich nicht weiterzuverfolgen,
  • das Grundstück wieder ausschließlich dem ursprünglich privilegierten land- und forstwirtschaftlichen Zweck zuzuführen.

Im Außenbereich von Neunkirchen, unserem Naherholungsgebiet, darf keine Entwicklung zu einem großflächigen Gewerbestandort zugelassen werden.

Begründung

In Neunkirchen soll ein geschützter Außenbereich am ehemaligen Skilift dauerhaft für eine unbestimmte, gewerbliche Nutzung geöffnet werden. Dabei geht es nicht nur um ein einzelnes Gebäude, sondern um eine spürbare dauerhafte negative Veränderung von unserer Landschaft, unserem Dorfcharakter und unserer Lebensqualität.

Besonders problematisch ist dabei, dass die gesamte Fläche von 31.029m² planerisch in den Fokus rückt und eine Grundlage für zukünftige Erweiterungen geschaffen wird. Die ursprüngliche land- und forstwirtschaftliche Nutzung ist entfallen. Die bereits heute ausgeübte gewerbliche Nutzung soll nachträglich genehmigt und weiter ausgeweitet werden.

Neunkirchen ist ein kleines Dorf im Odenwald mit ca. 160 Einwohnern, umgeben von Wiesen, Feldern und Wald, mit hoher Erholungsqualität, beliebten Wander- / Waldwegen und weitem Blick bis zum Taunus und dem Spessart. Diese besondere Landschaft wird ganzjährig geschätzt und macht Neunkirchen sowohl für geschützte Tierarten, als auch für Anwohner*innen und Besucher*innen weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus wertvoll und schützenswert.

Die offengelegte Planung erlaubt ausdrücklich eine dauerhaft gewerbliche Nutzung mit Erweiterungsoptionen. Ermöglicht werden soll eine Gewerbehalle mit einer Länge von bis zu 60 Metern und insgesamt bis zu 3.200 m² überbaubarer Fläche sowie zusätzlichen Lager-, Umschlag- und Verkehrsflächen. Die Nutzung ist nicht auf den heutigen Betrieb begrenzt und kann jederzeit intensiviert und verkauft werden.

Die Planung selbst räumt ein, dass erhebliche Lärm- und Umweltbelastungen nicht ausgeschlossen werden können. Es ist mit regelmäßigem Schwerlastverkehr, Verkehrsemissionen, Betriebslärm und (Fein-)Staub zu rechnen. Für die betroffenen Anwohner*innen in nur rund 30 m Entfernung bedeutet dies eine dauerhafte Belastung ihres Wohnumfeldes und einen erheblichen Verlust an Lebens- und Wohnqualität.
Die umliegenden Wiesen und Wälder sind Lebensraum geschützter Tierarten und zugleich wichtige Rückzugs- und Erholungsräume für uns alle. Das geplante Gebiet grenzt unmittelbar an ein FFH-Gebiet* und ein Natura-2000-Schutzgebiet*. Eine Gewerbehalle dieser Dimension wird das Ortsbild und die Landschaft dauerhaft negativ verändern.

Was heute als Einzelfall beginnt, schafft dauerhaftes, gewerbliches Baurecht mit weitreichenden Folgen für die Zukunft unseres Dorfes und der umliegenden Natur.

Deshalb bitten wir um deine Unterstützung: Setze mit deiner Unterschrift ein Zeichen für den Schutz von Neunkirchen, seiner Landschaft und seiner besonderen Natur!

* FFH- und Natura-2000-Gebiete sind europaweit geschützte Naturräume, die besonders wertvolle Lebensräume und gefährdete Tier- und Pflanzenarten sichern und dauerhaft vor Beeinträchtigungen geschützt werden sollen.

https://www.modautal.de/rathaus/bauen-und-wohnen/bebauungsplaene

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Bürgerinitiative Neunkirchen Odw., Modautal
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 10.01.2026
Sammlung endet: 30.09.2026
Region: Modautal
Kategorie: Bauen

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer*innen,
    zunächst ein großes Dankeschön an euch!

    Dank eurer Unterstützung konnten wir am 05.02.2026 insgesamt 640 Unterschriften im Rahmen der öffentlichen Beteiligung zu den Planungsunterlagen an das Rathaus übergeben.

    Wir machen weiter und verlängern die Petition bis zum 30.09.2026.

    Nach der Wahl konstituieren sich die Gemeindevertretung und die Ausschüsse gerade neu.
    Ab dem 28.05.2026 könnte das Vorhaben erneut in den Ausschüssen und schließlich am 08.06.2026 wieder in die Gemeindevertretung eingebracht werden. Bis dahin werden die Stellungnahmen von Bürgern und Trägern öffentlicher Belange ausgewertet und abgewogen.

    Gleichzeitig hat die Kommunal- und Gemeindevertreterwahl in Neunkirchen ein klares Signal gesetzt: Die Grünen sind stärkste Kraft geworden – ein deutliches Votum für Natur- und Landschaftsschutz.

    Wir möchten an dieser Stelle ganz klar sagen: Wir sind nicht gegen Gewerbe, sondern stellen uns klar gegen dieses Vorhaben in seiner aktuellen Ausprägung.

    Wir möchten verdeutlichen, dass hier kein „Dorfgebiet“ entwickelt wird.
    Alle typischen Nutzungen, insbesondere Wohnen, werden ausgeschlossen, sodass am Ende nur gewerbliche Nutzungen übrig bleiben. Ein Gewerbestandort mit einem anderen Etikett.

    Hier findet keine langfristig geplante städtebauliche Entwicklung statt – hier wird gezielt Planungsrecht für einen einzelnen Betrieb geschaffen.

    Ein bislang geschützter Außenbereich soll dauerhaft für gewerbliche Nutzungen geöffnet werden.
    Und das gilt nicht nur für den heutigen Betrieb: Mit dem Bebauungsplan entsteht offenes Gewerberecht, unabhängig davon, wer die Fläche künftig nutzt.

    Die vorliegenden Planungsunterlagen sind dabei in wesentlichen Punkten unvollständig bzw. nicht transparent. Für den Betrieb wäre eine Schwerlastverkehr-Erschließung zwingend erforderlich, verbunden mit zusätzlicher Flächenversiegelung – diese ist in den Planungsunterlagen jedoch nicht erkennbar dargestellt. Damit fehlt eine zentrale Grundlage der gesamten Planung.

    Auch zur Entstehung des Verfahrens ergibt sich heute ein klares Bild:
    Bereits 2024 wurde versucht, den Betrieb deutlich zu erweitern – ohne Beteiligung der Öffentlichkeit und unter dem Hinweis auf eine angebliche land- und forstwirtschaftliche Nutzung.
    Erst die behördliche Prüfung hat gezeigt, dass die Nutzung nicht mehr privilegiert, sondern eindeutig als Gewerbe einzustufen ist.
    Daraufhin wurden die Flächennutzungsänderung und das Bauleitplanverfahren wie wir es heute vorliegen haben, eingeleitet.
    Eine im Außenbereich unzulässige Nutzung soll jetzt nachträglich planungsrechtlich abgesichert werden.

    Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.) hat das Vorhaben ebenfalls klar abgelehnt.
    Die Planungsunterlagen basieren auf sommerlichen Begehungen ohne Nachweis geschützter Arten, schließen deren Vorkommen jedoch nicht aus; aktuell werden wieder Rotmilane im Gebiet beobachtet.
    Zentrale Umweltfragen bleiben damit ungeklärt und werden vertagt, während bereits jetzt dauerhaftes Baurecht geschaffen werden soll.

    Was wir außerdem aktuell beobachten:
    Der Bürgermeister Jörg Lautenschläger positioniert sich öffentlich klar für das Vorhaben und hat hierzu sogar ein eigenes FAQ veröffentlicht, das den Fokus deutlich auf eine gewerbliche Entwicklung legt. Gleichzeitig wurden Bedenken aus der Bürgerschaft in den Ortsbeiratssitzungen relativiert und Beteiligungsmöglichkeiten als aufwendig und kostenintensiv dargestellt.

    Der Vorhabenträger intensiviert seine Nutzung bereits jetzt deutlich – größer, stärker, lauter und rücksichtsloser als bisher.
    Dabei zeigt sich klar: Die tatsächlich stattfindenden Arbeiten lassen sich nicht vollständig in eine Halle verlagern. Schon auf der bestehenden Fläche wird ein erhebliches Volumen umgesetzt.

    Mit Blick auf die geplanten 3.200 m² überbaubare Fläche lässt sich nur erahnen, welche Dimensionen künftig möglich wären.
    Die Planungsunterlagen selbst betonen, dass bei der Bewertung stets vom Maximalszenario auszugehen ist.

    Gleichzeitig liegt der wirtschaftliche Schwerpunkt des Betriebs laut eigener Aussage in der Pfalz – während hier ein sensibler Außenbereich in einem historischen Ort, eingebettet in Naherholungsräume und Schutzgebiete, dauerhaft geöffnet werden soll.

    Die Auswirkungen tragen am Ende die Menschen und die Natur vor Ort.

    Wir bleiben aktiv, stehen im Austausch mit Behörden und informieren weiterhin über unseren neuen Blog: www.liebenswertesneunkirchen.de

    Unser Ziel bleibt unverändert:
    Ein l(i)ebenswertes Neunkirchen und ein l(i)ebenswertes Modautal.

    Dafür brauchen wir euch weiterhin:
    Teilt die Petition, sprecht darüber und unterstützt uns gerne auch fachlich.

    Ihr könnt uns gerne per Mail unter liebenswertesneunkirchen@gmx.de kontaktieren.

    Vielen Dank für eure bisherige Unterstützung.

    Eure
    Bürgerinitiative Neunkirchen Odw.

Erneut wurden zahlreiche Kommentare entfernt. Wer eine öffentliche Debatte anstößt, sollte auch mit Gegenmeinungen umgehen können. Wenn wiederholt sachliche Beiträge verschwinden, entsteht der Eindruck, dass hier kein offener Austausch gewünscht ist. Eine Diskussion, in der nur bestimmte Stimmen sichtbar bleiben, vermittelt kein ausgewogenes Bild und wirft Fragen zur Transparenz und Glaubwürdigkeit dieser Petition auf.

Erneut wurden zahlreiche Kommentare entfernt. Wer eine öffentliche Debatte anstößt, sollte auch mit Gegenmeinungen umgehen können. Wenn wiederholt sachliche Beiträge verschwinden, entsteht der Eindruck, dass hier kein offener Austausch gewünscht ist. Eine Diskussion, in der nur bestimmte Stimmen sichtbar bleiben, vermittelt kein ausgewogenes Bild und wirft Fragen zur Transparenz und Glaubwürdigkeit dieser Petition auf.

Warum Menschen unterschreiben

Dieses Gebiet muss geschützt werden.
Hier ist noch ein kleines Paradies für Familien - vor allem im Winter!

Erhalt des derzeitigen Landschaftsbildes und der Biodiversität vor Ort
Naherholung weiter garantieren

Weil ich öfter dort wandern gehe und Freunde im Ort habe, die durch Lärm betroffen sind.

Erhalt der Fläche für landwirtschaftliche Nutzung,, ansonsten ist die Fläche unwiederbringlich für diese Nutzung zerstört.
Vermeidung weiterer Umweltbelastung.
Erhalt des Naherholungsgebiet.
Artenschutz.

Windräder sind doch schon schlimm genug.

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