Spannend wie der Bebauungsplan Regeln, Auflagen und Grenzen regeln soll, wenn doch bestehende Reglen, Auflagen und Grenzen über Jahre hinweg ignoriert wurden. Für diesen Bereich ist bereits alles geregelt. Es ist ein besonders geschützter Außenbereich und das aus vielen guten Gründen. Die Gesetzeslage und die erlaubte Nutzung war von Beginn an klar und soll jetzt nachträglich angepasst werden.
- Gestartet Januar 2026
- Sammlung noch > 3 Monate
- Einreichung
- Dialog mit Empfänger
- Entscheidung
Debatte
Es geht weder um eine Neiddebatte (Grundstücke) noch um Panikmache. Es geht um infrastrukturelle Veränderungen. Naturschutz, Lärm, aber vor allem um die Erhaltung Neunkirchens in seiner bestehenden Form als herausragende Höhengemeinde Südhessens.
Es ist Sache der Gemeinde, die Bürger bereits im Vorfeld sachlich zu informieren, da sicherlich nicht jeder im Baurecht zu Hause ist. Dies ist jedoch nicht geschehen und in der Kürze der Zeit offensichtlich auch nicht gewollt.
HEUTE EIN BRENNHOLZBETRIEB – MORGEN EIN INDUSTRIESTANDORT? Wer Neunkirchen liebt, muss jetzt hinschauen. Im Außenbereich am ehemaligen Skilift soll ein gewerbliches Großprojekt entstehen – mit Lärm, Schwerlastverkehr und Eingriffen in unser Modautal. Das ist keine Kleinigkeit. Das verändert unseren Ort dauerhaft. Wir brauchen Wirtschaft mit Vernunft. Ja zu Arbeitsplätzen. Ja zu Entwicklung. Aber am richtigen Standort. Keine Gefälligkeitsplanung zulasten von Anwohnern und Natur.
Mut
Ich wünsche mir von uns als Gesellschaft das wir Mut haben zu sagen: Hier nicht! Dieser Platz ist wertvoll, gerade weil er Natur ist. Gerade weil er Raum lässt. Gerade weil er still ist.
Wichtig weil…
Die Halle wurde als priviligiertes Bauen errichtet und vom heutigen Betreiber gekauft. Der Betrieb ist so stark gewachsen, dass es ein Gewerbebetrieb ist. Dieser soll legalisiert werden. Dies führt dazu, dass ein Gewerbebetrieb JEGLICHER Art am Standort möglich ist. Jeder mag sich selbst ausmalen, was in 5/10 Jahren dort passiert. Durch das Verfahren geraten 31.029qm in den Fokus und könnten zukünftig genutzt werden. Dies sind Fakten! Die Petition ist wichtig, um Transparenz zu schaffen.
In den vergangenen Monaten wurde das Grundstück bereits intensiver genutzt und sukzessive erweitert: Hangbegradigung und Ausdehnung der Lagerfläche. Das sieht nach den bekannten „Sachzwängen“ aus, die irgendwann als „alternativlos“ erklärt werden.
Respekt vor alten Kulturlandschaften
Neunkirchen ist aufgrund seiner naturnahen Lage, historischer Dorfstrukturen und einer ausgeprägten Erholungslandschaft schützenswert. Die Region bietet eine malerische Kulturlandschaft mit Hügeln, Bächen und Wäldern, die als Rückzugsort dient.
Landschaftschutz vor Profit
Der Außenbereich soll grundsätzlich frei von Bebauung bleiben.
Vertrauen
Wie soll dem Antragsteller Vertrauen entgegengebracht werden, das er sich an die Regeln im vereinbarten städtebaulichen Vertrag hält wenn er geltendes Recht seit Jahren ignoriert und sich auch nicht an geregelte Arbeitszeiten hält, wenn er immer wieder auch Sonntags arbeiten läst?
Paragraf 35 BauBG - Bauen im Außenbereich
Neunkirchen lebt von seinem dörflichen Charakter, seiner Erholungsfunktion und der umgebenden Natur. Diese Werte gilt es zu bewahren. Deshalb setze ich mich dafür ein, das Vorhaben zu stoppen und die Fläche wieder ausschließlich land- und forstwirtschaftlich zu nutzen. Denn unter diesem Aspekt (privilegiertes Bauen) wurde die Halle vom jetzigen Antragsteller erworben und unter diesen Voraussetzungen kann er die Halle ja auch weiter nutzen.
Fakten zur Planung: Transparenz und Rechtssicherheit
Der vorliegende Bebauungsplan legt klare Regeln für einen bestehenden Standort fest. Es ist wichtig zu verstehen: Die Änderung des Flächennutzungsplans schafft noch kein Baurecht. Sie ist der erste Schritt, der ein transparentes Verfahren mit Umweltprüfung und Bürgerbeteiligung ermöglicht. Die Planung sieht vor, dass nur ein begrenzter Teil der Fläche bebaut wird. Der überwiegende Bereich bleibt dauerhaft als Grünflächen erhalten. Von einem Industriegebiet war nie die Rede.
Einordnung zur Debatte
Für eine fundierte Meinungsbildung wäre es wichtig, dass alle relevanten Perspektiven und Argumentationslinien in der Diskussion sichtbar und nachvollziehbar vertreten sind.
Trennung von persönlichen und öffentlichen Anliegen
Macht eure persönlichen Konflikte nicht zu einer öffentlichen Debatte. Ein Teil der Menschen, die dem Verfahren widersprechen, tut dies in dem Glauben, dass es tatsächlich dem Naturschutz dient. Hört auf, diese Menschen zu benutzen, um euren Groll gegenüber dem Antragsteller auszutragen.
Flyer-Check: Zwischen Fakten-Häppchen und Panik-Design
Ich habe heute einen Flyer im Briefkasten gefunden. Ob es der Bürgerinitiative etwas ausmacht, mit überspitzten Bildern und Fakten-Häppchen zu arbeiten? Im Gegenteil! Überspitzung ist das neue „Sachlich“. Man will nicht informieren, sondern emotional schütteln, bis die Unterschrift herausfällt. Der BUND dient als Schutzschild für diese „wissenschaftliche Expedition“. Dabei geht es nur um die Frage: Darf der Betrieb da bleiben, wo er schon immer war – nur mit Papierkram?
Zur Informationslage
Die im Verfahren gegebenen Erläuterungen wurden nicht nur mündlich vorgetragen, sondern auch schriftlich dokumentiert und öffentlich zugänglich gemacht. Zudem bestand in den Sitzungen und den begleitenden Debatten rund um das Thema mehrfach die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Sachverhalte zu klären. Nach meinem Kenntnisstand sind dabei keine offenen fachlichen Punkte verblieben.
Es handelt sich um nichts Außergewöhnliches, sondern um ein Verfahren, wie es in vielen Gemeinden angewandt wird, um bestehende Nutzungen rechtssicher zu ordnen. Natürlich ist jedes Verfahren einzelfallbezogen. Unterschiedliche Nutzung, Träger, Lage und Planung führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die aktuelle Diskussion steht dabei in ihrer Intensität in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Umfang des Vorhabens.
Sachliche Klarstellung
Rodeln und Schlittenfahren am ehemaligen Skilift werden seit Jahren gerne genutzt. Dabei wird häufig übersehen, dass es sich um ein Privatgrundstück handelt. Dass Kinder und Familien diese Fläche für ihre Freizeit nutzen können, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern beruht auf dem Entgegenkommen des Antragstellers, der dies seit Jahren duldet. Der aktuelle Antrag bezieht sich zudem nicht auf diese Fläche, sondern ausschließlich auf den Bereich rund um die Hallengebäude.
Mann oh Mann was geht hier ab
Mittlerweile sind hier ja etliche Kommentare eingegangen. Wenn ich hier Begriffe wie Sägewerk, Industriegebiet, Gewerbegebiet usw. Lese könnte man meinen es geht hier um ein riesiges Industrieareal. Manche erwecken den Eindruck dass hier LKW Verkehr mit mehreren LKW täglich generiert wird. Leute, schaltet mal ein paar Gänge zurück.
Diskussionen können sehr emotional verlaufen. Die Baupläne liegen vor, stehen jedoch nicht immer im Mittelpunkt. Dadurch entsteht bei mir stellenweise der Eindruck, dass andere Aspekte eine größere Rolle spielen. Erklärungen seitens der Gemeinde, des Bürgermeisters und des Eigentümers wurden bereits gegeben. Zudem wurde ein Landschaftsarchitekt mit seinem fachlich fundierten Wissen in die Diskussion einbezogen; wenn diese Erläuterungen unberücksichtigt bleiben, kommt man in der Sache kaum weiter
Contra
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, was hier gerade passiert. Aus einer überschaubaren Planung wird plötzlich ein Endzeit-Szenario für das ganze Dorf gemacht. Manchmal hat man den Eindruck, dass weniger die Unterlagen gelesen werden, sondern eher alte Rechnungen offen sind. Neid ist halt auch ein starkes Gefühl. Vielleicht würde es helfen, einmal tief durchzuatmen, die Fakten anzuschauen und die Kirche im Dorf zu lassen – im wahrsten Sinne des Wortes.
Quelle: Eigen
Persönliche Einschätzung zur Petition
Nach meiner Auffassung beruhen die Vorwürfe nicht auf sachlichen Gründen, sondern auf persönlichen Spannungen, die von einer bestimmten Familie ausgehen. Als ortsansässige Person sind mir die Beteiligten bekannt, sodass der Eindruck entsteht, dass Neid und Missgunst eine Rolle spielen. Außerdem Kommentare zur Petition deuten darauf hin, dass viele Unterschriften aus persönlicher Verbundenheit erfolgten und das Vorhaben nicht transparent kommuniziert wurde.
Wenn Zuspitzung Argumente ersetzt.
Beeindruckend, wie aus einer begrenzten Bauleitplanung für einen bestehenden Betrieb plötzlich ein „großflächiger Gewerbestandort“ konstruiert wird. Offenbar reicht ein Bebauungsplan mit Regeln, Grenzen und Auflagen aus, um von Industrialisierung und Landschaftszerstörung zu sprechen. Wer sich mit Planungsrecht auskennt, weiß: Ein Bebauungsplan ist kein Freifahrtschein, sondern das Gegenteil. Etwas weniger Dramatisierung und ein Blick in die Unterlagen würden der Diskussion guttun.
Ortsbeiratssitzung Neunkirchen
Ich war bei der Ortsbeiratssitzung um zu sehen, ob sich nach der klaren Darstellung der Fakten (Homepage des Rathauses, Presse) etwas geändert hat. Das war nicht der Fall. Ich konnte vieles kaum ernst nehmen. Fakten wurden durch Unterstellungen und Mutmaßungen ersetzt. Diese Mischung aus Missgunst, Neid und geistiger Armseligkeit wirkt, als wollten manche verhindern, dass andere vorankommen. Respekt an den Bürgermeister - doch bei dieser Haltung prallen selbst sachliche Argumente ab.
Gegen die Petition an sich ist generell nichts einzuwenden. Alleine der Grund der Petition macht mir Gedanken. Hier wird meines Erachtens nicht nur mit Kanonen, sondern eher mit Bomben, auf Spatzen geschossen. Hier passt es offenbar ein paar wenigen nicht dass in Neunkirchen, wohlgemerkt ein gebürtiger Modautaler (Lützelbach,), Grundstücke erworben hat die man gerne selbst gehabt hätte.
Bezug zum aktuellen Vorhaben
Planungsrechtliche Entscheidungen basieren auf Sachprüfung, nicht auf Lautstärke. Stellungnahmen wirken durch Inhalte, nicht durch Mobilisierung.