Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Die Situation:
Während wir hier in Freiheit leben, findet in Afghanistan eine systematische Zerstörung der menschlichen Würde statt. Besonders erschütternd ist der gnadenlose Krieg gegen Frauen und Mädchen: Sie werden aus dem öffentlichen Leben gelöscht, ihrer Bildung beraubt, zur Eheschließung gezwungen und erleben tagtäglich körperliche und psychische Gewalt. Berichte über Entführungen von der Straße, bei denen Frauen verschwinden und oft traumatisiert, vergewaltigt oder schwer verletzt zurückkehren, erschüttern unser Gewissen. Dies ist eine geschlechtsspezifische Apartheid, die durch nichts zu rechtfertigen ist.
Das ist unsere Forderung:
Sofortige Schließung der diplomatischen Vertretung: Es ist unerträglich, dass das Taliban-Regime weiterhin Repräsentanten in Deutschland unterhält. Wir fordern die sofortige Ausweisung der Taliban-Diplomaten aus dem Generalkonsulat in Bonn. Deutschland darf kein Ort sein, an dem die Unterdrücker der afghanischen Bevölkerung eine diplomatische Plattform finden.
Keine Anerkennung, kein Dialog auf Augenhöhe: Jede diplomatische Geste gegenüber Vertretern eines Regimes, das Frauen systematisch entrechtet, ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer. Wir fordern ein konsequentes „Nein“ zu jeglicher Anerkennung der Taliban, solange die Grundrechte für Frauen nicht wiederhergestellt sind.
Druck durch die EU:
Deutschland muss innerhalb der Europäischen Union als Vorbild vorangehen und eine einheitliche, unnachgiebige Haltung einfordern. Die Einhaltung der Menschenrechte, insbesondere der Schutz und die Freiheit von Frauen, muss die unumstößliche Bedingung für jede diplomatische oder wirtschaftliche Interaktion sein.
Unser Ziel:
Wir fordern die Bundesregierung auf, ihre diplomatischen Möglichkeiten endlich für den Schutz der Menschenwürde zu nutzen. Wer Frauenrechte mit Füßen tritt, darf in unserem Land keinen diplomatischen Status genießen.
Wir stehen an der Seite der Frauen in Afghanistan. Wir fordern Taten statt Wegschauen.
Begründung
"Als Afghanen im Exil ertragen wir es nicht länger, dass das Taliban-Regime unsere Schwestern und Mütter terrorisiert. Mich hat die Nachricht besonders tief getroffen, dass Frauen in Herat mitten auf der Straße erschossen wurden – das sind keine Einzelfälle, sondern gezielte Grausamkeit. Dass dieses Regime gleichzeitig mit einem Konsulat in Bonn diplomatisch legitimiert wird, ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer. Wir fordern das Auswärtige Amt auf: Schließen Sie das Taliban-Konsulat in Bonn sofort! Wir dürfen Tätern, die unsere Frauen ermorden, keine diplomatische Bühne bieten."
Frauen sind Menschen. Es ist schrecklich was da passiert