Seeheim: Familien brauchen Perspektive – nicht weniger Kita-Plätze

Petition richtet sich an
Bürgermeisterin Birgit Kannegießer

253 Unterschriften

42 %
168 von 400 für Quorum in Seeheim-Jugenheim Seeheim-Jugenheim

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  1. Gestartet 23.02.2026
  2. Sammlung noch > 3 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Bürgermeisterin Birgit Kannegießer

Mit großer Betroffenheit haben wir erfahren, dass der Container-Standort der Kita Windrad in Malchen zum Sommer 2027 abgebaut werden soll. Drei Gruppen – zwei Krippengruppen und eine Kindergartengruppe – werden ersatzlos gestrichen, die Kinder auf andere Einrichtungen verteilt. Zudem wurde der geplante Neubau am Zeppelinweg verworfen.

Wir möchten uns als Elternschaft öffentlich äußern – aus zwei Gründen.

1. ❤️ Unser Dank und unsere Wertschätzung

Vor mehr als fünf Jahren ist der Container unter schwierigen Bedingungen gestartet – mitten in der Corona-Pandemie. Was zunächst als Provisorium gedacht war, wurde dank des außergewöhnlichen Engagements des gesamten Teams zu einem lebendigen, liebevollen und verlässlichen Ort für Kinder und Familien. 

Alle pädagogischen Fachkräfte und die Leitung haben aus Containern einen geschützten Raum gemacht, in dem Kinder wachsen, lernen, lachen und sich sicher fühlen konnten. Sie haben Beziehungen aufgebaut, Übergänge begleitet, Familien unterstützt – oft über das erwartbare Maß hinaus.

Rund 100 Kinder und ihre Familien wurden in dieser Zeit betreut. Für sie war der „Container Malchen“ nie ein Provisorium, sondern ein Stück Zuhause.

Gerade weil der Start holprig war und die Bedingungen nicht ideal, verdient dieses Team unseren allergrößten Respekt. Es hat unter schwierigen Umständen Herausragendes geleistet. Dafür sagen wir von Herzen: Danke.

2. 🛑 Unsere Sorge um die Zukunft von Familien in Seeheim

Gleichzeitig erfüllt uns die Entscheidung mit großer Sorge.

Seeheim-Jugenheim hat eine niedrige Geburtenrate, es gibt kaum neue Baugebiete – und nun werden Kita-Plätze reduziert, statt in eine familienfreundliche Infrastruktur zu investieren. Der gestrichene Neubau am Zeppelinweg verstärkt diesen Eindruck.

Wir fragen uns: Welche Vision hat unsere Gemeinde für junge Familien? Wie möchte Seeheim-Jugenheim künftig attraktiv bleiben für Menschen, die hier leben, arbeiten und ihre Kinder großziehen wollen?

Kitas sind keine Kostenstelle. Sie sind Zukunftsinvestition. Sie sind Standortfaktor. Sie sind Voraussetzung für Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Und sie sind Orte, an denen Gemeinschaft entsteht.

Wer Kita-Strukturen abbaut, sendet ein deutliches Signal: nicht Aufbruch, sondern Rückzug. Nicht Gestaltung, sondern Verwaltung.

Wir befürchten, dass Kinder und Familien in politischen Prioritätenlisten nach hinten rutschen. Dass kurzfristige Einsparungen langfristige Attraktivität gefährden. Dass nicht visionär gedacht wird – sondern lediglich auf aktuelle Zahlen reagiert wird. Dass ein Abbau verwaltet wird, statt die Zukunft zu gestalten. 

Doch gerade jetzt braucht es Mut zur Gestaltung:
• kreative Konzepte für familienfreundliches Wohnen
• verlässliche Betreuungsangebote
• Planungssicherheit für junge Eltern
• eine klare, positive Botschaft: Familien sind hier willkommen.

Unser Appell

Wir wünschen uns einen offenen Dialog über die Zukunft des pädagogischen Angebots für Kinder in Seeheim-Jugenheim. Nicht zuletzt auch dafür wurde vor drei Jahren der Familienbeirat einberufen, der leider in diese Diskussion nicht eingebunden wurde. Wir wünschen uns Transparenz, Beteiligung, ein Zielbild und vor allem eine klare Perspektive für Familien.

Der Container in Malchen mag baulich ein Provisorium gewesen sein. Für viele Kinder war er ein prägender Lebensabschnitt. Für viele Eltern ein verlässlicher Anker im Alltag.

Wir bitten Sie: Denken Sie Kinderbetreuung nicht vom Rückgang her – sondern von der Zukunft aus.

Mit freundlichen Grüßen

Der Gesamtelternbeirat der Kita Windrad Malchen und viele Eltern, Großeltern und Bürger*innen

Begründung

Wir möchten, dass Seeheim-Jugenheim eine Gemeinde bleibt, in der Kinder willkommen sind – heute und morgen.

Kinderbetreuung ist keine Kostenstelle, sondern eine Investition in die Zukunft unserer Gemeinde. Familien brauchen Planungssicherheit, Verlässlichkeit, eine klare Perspektive und Zuwendung.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Gesamtelternbeirat Kita Windrad Malchen, Seeheim-Jugenheim
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 23.02.2026
Sammlung endet: 22.08.2026
Region: Seeheim-Jugenheim
Kategorie: Familie

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Neuigkeiten

  • Sehr geehrte Frau Kannegießer,
    vielen Dank für Ihre ausführliche Rückmeldung und die transparente Darstellung der aktuellen Zahlen, die ja auch im Ratsinformationssystem stehen. Wir wissen die Gesprächsangebote sowie die Begleitung der betroffenen Familien und des Personals zu schätzen.
    Uns ist wichtig zu betonen: Wir fordern nicht den Erhalt der Containeranlage! Uns ist bewusst, dass die Genehmigung befristet war und dass Bedarfszahlen berücksichtigt werden müssen.
    Gleichzeitig bleibt für uns eine grundsätzliche Frage offen. Denn Zukunftspolitik ist mehr als Bedarfsverwaltung.
    Sinkende Geburtenzahlen sind Realität – doch sie stellen auch die Frage, wie Seeheim-Jugenheim langfristig für Familien attraktiv bleiben will. Wenn Betreuungsangebote reduziert werden und keine neuen Impulse entstehen, ist es nachvollziehbar, dass Eltern alternative Angebote – etwa betriebsnahe Einrichtungen großer Arbeitgeber – in Betracht ziehen, anstatt ihr Kind am Wohnort betreuen zu lassen. Das kann nicht im Interesse einer lebendigen Gemeinde sein.
    Wir fragen uns zudem, warum frei werdende Kapazitäten nicht als Chance verstanden werden:
    Warum werden sie nicht genutzt, um innovative Konzepte zu entwickeln oder bestehende Angebote qualitativ und/oder bedarfsgerechter auszubauen? Seeheim-Jugenheim ist diesen Weg bereits erfolgreich gegangen – vor rund 30 Jahren wurde mit dem Waldkindergarten mutig Neuland betreten. Dieses Konzept ist bis heute ein Aushängeschild der Gemeinde.
    Warum fehlt heute der Mut, ähnlich visionär zu denken?
    Ein weiterer Punkt beschäftigt viele Eltern: Welchen Stellenwert hat der Familienbeirat, wenn ein Thema mit so großer Tragweite für Familien offenbar nicht frühzeitig dort beraten oder zumindest transparent eingebracht wurde? Beteiligung lebt von frühzeitiger Information und echter Mitgestaltung.
    Unser Anliegen ist keine rückwärtsgewandte Diskussion über Container. Es geht um eine strategische Perspektive: Welche Vision hat Seeheim-Jugenheim für junge Familien in zehn oder zwanzig Jahren?
    Wir wünschen uns einen Dialog, der über Zahlen und Haushaltsansätze hinausgeht und die Frage in den Mittelpunkt stellt, wie unsere Gemeinde ein attraktiver Lebensort für Familien bleiben – oder wieder werden – kann.
    Mit freundlichen Grüßen

Noch kein PRO Argument.

Liebe Eltern, leider passt mein Statement hier nicht in 500 Zeichen. Ich stelle es deshalb gerne nachher in Facebook und Instagram ein. Herzliche Grüße Birgit Kannegießer, Bürgermeisterin

Warum Menschen unterschreiben

Eine so wohlhabende Region und dann keine Kita Plätze, Mann mann..
Unglaublich, was überall in Deutschland los ist.

Kinder brauchen den Platz zum Entwickeln und lernen.

Es ist eine Schande wenn KiTa Plätze weg fallen. Kinder sind unsere Zukunft und in diese MUSS investiert werden.

Wie dürfen nicht in einer Zeit, in der es Familien ohnehin schon sehr schwer haben und wir dringend mehr Anreize für den Wunsch nach Familie schaffen sollten, ausgerechnet an dieser Stelle sparen - das ist ein absolut fatales Signal

Kitas sind der Grundstein unserer Zukunft und ein wichtiger Bestandteil der Gleichberechtigung, sowie Emanzipation. Wie soll man als Frau der Vordergrund der Regierung nach kommen, zu arbeiten, wenn es zu wenige Kita Plätze gibt?

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