Seeheim: Familien brauchen Perspektive – nicht weniger Kita-Plätze

Petition richtet sich an
Bürgermeisterin Birgit Kannegießer

253 Unterschriften

42 %
168 von 400 für Quorum in Seeheim-Jugenheim Seeheim-Jugenheim

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  1. Gestartet 23.02.2026
  2. Sammlung noch > 3 Monate
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  4. Dialog mit Empfänger
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Neuigkeiten

25.02.2026, 09:06

Sehr geehrte Frau Kannegießer,
vielen Dank für Ihre ausführliche Rückmeldung und die transparente Darstellung der aktuellen Zahlen, die ja auch im Ratsinformationssystem stehen. Wir wissen die Gesprächsangebote sowie die Begleitung der betroffenen Familien und des Personals zu schätzen.
Uns ist wichtig zu betonen: Wir fordern nicht den Erhalt der Containeranlage! Uns ist bewusst, dass die Genehmigung befristet war und dass Bedarfszahlen berücksichtigt werden müssen.
Gleichzeitig bleibt für uns eine grundsätzliche Frage offen. Denn Zukunftspolitik ist mehr als Bedarfsverwaltung.
Sinkende Geburtenzahlen sind Realität – doch sie stellen auch die Frage, wie Seeheim-Jugenheim langfristig für Familien attraktiv bleiben will. Wenn Betreuungsangebote reduziert werden und keine neuen Impulse entstehen, ist es nachvollziehbar, dass Eltern alternative Angebote – etwa betriebsnahe Einrichtungen großer Arbeitgeber – in Betracht ziehen, anstatt ihr Kind am Wohnort betreuen zu lassen. Das kann nicht im Interesse einer lebendigen Gemeinde sein.
Wir fragen uns zudem, warum frei werdende Kapazitäten nicht als Chance verstanden werden:
Warum werden sie nicht genutzt, um innovative Konzepte zu entwickeln oder bestehende Angebote qualitativ und/oder bedarfsgerechter auszubauen? Seeheim-Jugenheim ist diesen Weg bereits erfolgreich gegangen – vor rund 30 Jahren wurde mit dem Waldkindergarten mutig Neuland betreten. Dieses Konzept ist bis heute ein Aushängeschild der Gemeinde.
Warum fehlt heute der Mut, ähnlich visionär zu denken?
Ein weiterer Punkt beschäftigt viele Eltern: Welchen Stellenwert hat der Familienbeirat, wenn ein Thema mit so großer Tragweite für Familien offenbar nicht frühzeitig dort beraten oder zumindest transparent eingebracht wurde? Beteiligung lebt von frühzeitiger Information und echter Mitgestaltung.
Unser Anliegen ist keine rückwärtsgewandte Diskussion über Container. Es geht um eine strategische Perspektive: Welche Vision hat Seeheim-Jugenheim für junge Familien in zehn oder zwanzig Jahren?
Wir wünschen uns einen Dialog, der über Zahlen und Haushaltsansätze hinausgeht und die Frage in den Mittelpunkt stellt, wie unsere Gemeinde ein attraktiver Lebensort für Familien bleiben – oder wieder werden – kann.
Mit freundlichen Grüßen


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