1. Verbot der Verbringung von Schiffen deutscher Flagge unter "Billigflaggen" außerhalb der Europäischen Union.2. Änderung der Schiffsbesetzungsverordnung dahingehend, dass auf Seeschiffen gleich welcher Größenordnung der Kapitän und mindestens 50% der Besatzungsmitglieder deutsche Staatsangehörige oder EU-Bürger sein müssen.3. Wiedereinführung des Seefahrtsbuches für alle auf einem deutschen Seeschiff arbeitenden Seeleute.4. Aufhebung des den Reedern gewährten sog. Lohnssteuereinbehalts.

Begründung

Der seit Jahren anhaltende Trend zur Vernichtung von Arbeitsplätzen deutscher oder in Deutschland lebender ausländischer Seeleute sowie der aus EU-Staaten stammenden Seeleute muss gestoppt werden. Die bisherige Politik der Subventionen zugunsten der Reeder ist gescheitert. Schon das 1989 eingeführte Internationale Seeschifffahrtsregister hat den Trend zur Vernichtung der Arbeitsplätze deutscher Seeleute nicht gestoppt. Absolventen von Seefahrtsschulen finden keine Schiffe mit zumutbaren Arbeitsbedingungen mehr. Junge Menschen verzichten angesichts der Perspektivlosigkeit für Seefahrtsberufe auf eine maritime Ausbildung. Auch das an der Küste und in den Hafenstädten dringend notwendige seemännische Know-How geht verloren. Deshalb sind grundlegende Veränderungen notwendig. Anderenfalls wird es auf Dauer keine deutsche Seeschifffahrt mehr geben. Eine Exportnation wie Deutschland und Städte wie Hamburg, Bremen, Bremerhaven und Rostock brauchen eine deutsche Seeschifffahrt und deutsche Seeleute oder in Deutschland lebende Seeleute und SeefahrtsstudentInnen.

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