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Bild zur Petition mit dem Thema: Sofortige Schließung der Schliefanlage in Klein Schneen / Gemeinde Friedland Sofortige Schließung der Schliefanlage in Klein Schneen / Gemeinde Friedland
  • Von: Bettina Bruder mehr
  • An: Gemeinderat, Kreistag
  • Region: Friedland mehr
    Kategorie: Tierschutz mehr
  • Status: Der Petition wurde nicht entsprochen
  • Beendet
  • 12.240 Unterstützende
    Sammelziel erreicht.

Sofortige Schließung der Schliefanlage in Klein Schneen / Gemeinde Friedland

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Wozu gibt es eigentlich Schliefanlagen? Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt wird seit Jahren zwischen Klein Schneen und der A38 eine Schliefanlage – ein künstlicher Bau mit Absperrvorrichtungen - zur Ausbildung von Jagdhunden unterhalten. Die Hunde werden an lebenden Füchsen abgerichtet, die zu diesem Zweck gefangen und in Käfigen eingesperrt werden. Im Gegensatz zum echten Fuchsbau, kennt sich der Fuchs in diesen Gängen nicht aus. Außerdem weiß er nicht, welche Gänge versperrt sind und welche nicht. Gehetzt vom Hund, versucht der Fuchs zu entkommen und flüchtet dabei logischerweise in die Richtung, in die der Jäger ihn durch das Absperren der Gänge zwingt. Anfangs achtet der Jäger meist darauf, dass der Hund den Fuchs nicht erreichen kann. Doch das ändert nichts am Stress, dem der Fuchs ausgesetzt wird. In Todesangst versucht er zu flüchten. Es kommt durchaus vor, dass er dabei einen Herzinfarkt oder Schocker leidet. Doch was macht das schon? Dann wird er eben erschlagen oder der Hund darf ihn zur "Belohnung" töten. Jungfüchse werden bevorzugt verwendet. Sie sind noch recht unerfahren, lassen sich relativ einfach in Lebendfallen fangen und sind beim Kampf auch keine so große Gefahr für die Hunde, obwohl auch die Hunde nicht selten schwere Verletzungen davontragen können. Dabei geht es auch um Geld, viel Geld, denn Jagdhunde, die erfolgreich die damit verbundenen Prüfungen ablegen, steigen in ihrem Wert! Meist werden Anwohner oder Spaziergänger auf Schliefanlagen aufmerksam, weil die gefangenen Füchse erbärmlich schreien und bei dem Versuch in die Freiheit zu kommen, in den Käfigen randalieren. Kein Bau, keine Versteckmöglichkeit oder Unterschlupf. Nichts. Nur den nackten Boden und das Gitter vor Augen, das den Zugang zur sichtbaren Freiheit verwehrt. Kein Fuchs verlässt eine Schliefanlage lebend! Diese Anlagen widersprechen dem Kern des Tierschutzgesetzes, wonach es verboten ist, ein Tier an einem anderen lebenden Tier auf Schärfe abzurichten oder zu prüfen sowie ein Tier auf ein anderes Tier zu hetzen, soweit dies nicht die Grundsätze weidgerechter Jagdausübung erfordern. Es ist der Lobby der Jägerschaft gelungen, hiervon ausgenommen zu werden. Dabei sind die Anlagen im Ausland, wie z.B. Österreich, schon verboten und auch im Saarland werden entsprechende Vorbereitungen getroffen.

Wir fordern als Tierschutzverein die umgehende Schließung der Anlage in der Gemarkung Klein Schneen sowie ein landesweites Verbot von Schliefanlagen! Sie verträgt sich nicht mit dem Bild einer familienfreundlichen Gemeinde und der Lebensqualität, die viele Menschen hier suchen. Unterstützen Sie unser Anliegen und sprechen Sie mit den Mitgliedern des Gemeinderates und des Kreistages. Erklären Sie, dass Sie mit dem Betrieb der Anlage nicht einverstanden sind und dass die Gemeinde als Grundstückseigentümerin dem Betreiber der Anlage den Pachtvertrag kündigen muss. Die Anlage darf keine nachträgliche Baugenehmigung erhalten, sofern noch keine vorliegt, aber eine erforderlich wäre. Generell sollten diese Anlagen dem Planungsrecht unterstellt werden und keine Privilegien geniessen.

Sie wissen nicht, wen Sie ansprechen können? Auf www.friedland.de finden Sie die Mitglieder des Gemeinderates. Weitere Informationen zu den Anlagen erhalten Sie im Internet u.a. unter www.wir-fuechse.de (Textauszüge + Bild mit freundlicher Genehmigung von wir-fuechse.de)

Begründung:

Die Anlagen widersprechen dem Tierschutzgesetz und gehören in einem Land, dass mit Kultur und hohem Lebensstandard wirbt, verboten. Es kann nicht sein, dass eine ausgewählte Schicht vom Planungsrecht und Tierschutzgesetz ausgenommen wird. Kein Huindesportverein, der sich um ein friedliches Miteinander von Mensch und Tier bemüht, bekommt solche Privilegien eingeräumt. Kein Tier darf mehr in Schliefanlagen gequält werden!!!

Unterstützen Sie bitte auch folgende Petition bzgl. eines Verbotes von Schliefanlagen bundesweit: www.openpetition.de/petition/online/schliessung-der-schliefanlagen-nicht-nur-landes-sondern-bundesweit

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Friedland, 19.04.2013 (aktiv bis 18.10.2013)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützer/innen, wenn wir uns auch sehr lange nicht gemledet haben, so waren wir nicht untätig. Wir hatten die Petition dem Gemeinderat übergeben, der der Problematik jedoch keinerlei Beachtung geschenkt hat. Es waren ja nur "Spinner" aus dem ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Die Unterhaltung einer Schliefanlage widerspricht dem Kern, also dem grundlegenden Ziel, des Tierschutzgestezes. Leider läßt das Gesetzt Ausnahmen zu. Die Jägerschaft hat eine gut funktionierende Lobby. Eine Strafanzeige hilft hier also nicht, sondern ...

PRO: Es ist schon erstaunlich, dass man im heutigen Jahrtausend solch eine Petition schreiben muß. Man soll es nicht für möglich halten, dass es in einem eigentlich hochentwickelten und aufgeklärten Land Menschen gibt, die sowenig Fähigkeit besitzen Gefühle ...

CONTRA: Wenn es sich - wie die Autoren hier behaupten - tatsächlich um Verstöße gegen das Tierschutzgesetz handelt, dann ist nicht die Petition, sondern eine Strafanzeige das korrekte Mittel. Da es eine solche bisher augenscheinlich nicht gibt, kann ich - als ...

CONTRA: Allein schon der Verweis auf www.wir-fuechse.de - die ausgewiesene Jagdgegner und Extrem-Tierschützer mit Hang zum Melodram sind, läßt mir das kalte Grausen den Rücken runterlaufen. Vor so einen extremistischen ideologischen Karren will ich mich nicht ...

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf