An das Innenministerium Baden-Württemberg Willy-Brandt-Straße 41 70173 Stuttgart

Sofortiges Wiedereinreise- und Rückkehrrecht von Frau Sadbera Ametovic und ihren Kindern nach Freiburg!

Sehr geehrter Herr Innenminister Reinhold Gall,

am 20. Januar 2015 wurden Frau Sadbera Ametovic und ihre Kinder Dejan 11 Jahre, Stiven 7 J., Andrijan 5 J., Ervin 4 J., Valerjia 3J. und Martin 1.J in einer Sammelabschiebung mitten im Winter um 6 Uhr früh von Freiburg nach Nis /Serbien abgeschoben. Frau Ametovic ist krank und leidet unter Schwächeanfällen. Zuletzt war sie im Oktober 2014 in Freiburg im Krankenhaus und müsste langfristig stationär behandelt werden. Bereits im Oktober 2013 befand sich Frau Ametovic wegen der Frühgeburt ihres Kindes Martin in der Uniklinik. Martin lag vier Monate in der Uniklinik. Das Amt für Kinder, Jugend und Familie wurde eingeschaltet. Zu diesem Zeitpunkt begann die Sozialpädagogische Familienhilfe durch das Jugendhilfswerk Freiburg e.V.. In den ersten Monaten bezog sich der Einsatz darauf, dass die elementare Grundversorgung für die Kinder sichergestellt werden musste. Im Rahmen der staatlichen Unterstützung wurden die gravierenden Fehlentwicklungen der Kinder deutlich, die auch auf die prekären Lebensverhältnisse und die anregungsarme Umgebung im Elendsviertel von Nis zurückzuführen sind. Das Leben war geprägt von Hunger, Unterernährung und Verwahrlosung.

In Freiburg konnten die Kinder durch eine breite Unterstützung und durch die vielfältigen komplementären Hilfen für die einzelnen Kinder stabilisiert werden. Frau Ametovic hat sich intensiv für das Wohlergehen ihrer Kinder eingesetzt. Nun sind die Hilfen entfallen und die Kinder sowie Frau Ametovic sind menschenunwürdigen Lebensbedingungen ausgesetzt. Nach aktuellen Informationen von Frau Ametovic aus Nis haben sie und die Kinder weder eine zumutbare Unterkunft, noch ein Bett für die Nacht.

Wir fordern:

Sofortiges Wiedereinreise- und Rückkehrrecht von Frau Sadbera Ametovic und ihren Kindern nach Freiburg!

Zum Petitionstext und Videos: www.freiburger-forum.net/2015/01/petition-sofortiges-rueckkehrrecht-wiedereinreiserecht-von-frau-sadbera-ametovic-und-deren-kindern-nach-freiburg/#more-6729

Aktuelle Nachrichten zur Familie Ametovic: www.freiburger-forum.net/2015/01/aktuelles-zu-fam-ametovic/

Bild: Sabera Ametovic mit den Kindern in Nis.

Begründung

Frau Ametovic und ihre sechs Kinder wurden am 20. Januar 2015 nach Belgrad abgeschoben. In Belgrad angekommen waren sie mit ihr ihrem wenigen Hab und Gut auf sich alleine gestellt. Nur durch die Hilfe eines Verwandten in Belgrad konnten sie nach Nis weiterfahren. Frau Ametovic erklärt in einem Video 1: 'Die Kinder hatten die ganze Zeit nichts gegessen und hatten Hunger. Sie haben uns ohne Geld, ohne Lebensmittel mit dem Flugzeug hergeschickt.' 21 Stunden, von 6 Uhr morgens bis am nächsten Tag um 3 Uhr waren sie unterwegs. In Nis angekommen fanden sie eine menschenunwürdige Behausung vor. Offenes Dach, der Regen tropft durch das Dach, läuft die Wände herunter, Schimmel und Feuchtigkeit überall. Ein zweites Video 2 zeigt diese Behausung in der Frau Ametovic und die Kinder leben sollen. Sie erklärt, dass sie kein Wasseranschluss hat, keine Toiletten, kein Bad wo sich die Kinder waschen können. Die irregulär gebaute Behausung befindet sich in dem Elendsviertel Crena Zvezda in Nis. Derzeit leben sie bei ihrem Opa. 9 Menschen auf 9qm. Die Kinder müssen am Boden schlafen. Alle Kinder sind mittlerweile krank.

Mittlerweile wurde Martin (das Baby) vom Amt für medizinische Nothilfe (Zavod za hitnu pomoc) in Nis von Frau Dr. Jelena Moskovljevic untersucht und zur stationären Behandlung überwiesen. Frau Ametovic befindet sich mit Martin im Krankenhaus. 15€ pro Tag für das Krankenhaus müssen nun bezahlt werden. Geld, das Frau Ametovic nicht hat.

Das Leben und die Gesundheit von Frau Ametovic und ihren Kindern ist durch die vorhandenen Umstände sehr bedroht. Deshalb fordern wir das sofortige Wiedereinreiserecht für Frau Ametovic und ihre Kinder!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung aus Freiburg
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer_innen der Petition!
    Mit der Bitte um eine erneute Unterstützung / Unterschrift!
    www.openpetition.de/petition/online/unterstuetzt-das-buergerasyl-und-ein-humanitaeres-bleiberecht-fuer-frau-ametovic-und-ihre-kinder
    Die Petition die von Ihnen /euch unterstützt wurde, wird am 28. September 2017 im Petitionsausschuss in Stuttgart behandelt und entschieden.
    Frau Ametovic und ihre Kinder leben seit 7 Monaten wieder in Deutschland. Erneut wollte die Polizei sie abschieben. Sie leben derzeit in einem Bürgerasyl in Freiburg. Wir rufen, auch in schwierigen Zeiten, zur erneuten Unterstützung für Frau A. und ihre Kinder auf.
    Vielen Dank!

    Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung
    Adlerstr. 12
    79098 Freiburg
    www.freiburger-forum.net/
    info@freiburger-forum.de

  • Liebe Unterstützer_innen der Petition,

    das Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung möchte euch /Sie erneut über den Stand der Petition informieren. Wie uns mitgeteilt wurde, soll der Petition, die mit über 8.500 Unterschriften beim Petitionsausschuss vor mehr als zweieinhalb Jahre eingegeben wurde, 'nicht abgeholfen' werden. Dies, obwohl dem Ausschuss umfassende Dokumente, Berichte, Schilderungen etc. zur elenden und diskriminierenden Lebenssituation von Frau Ametovic und ihren Kindern vorliegen.

    Frau Ametovic die mit ihren Kindern am 20. Januar 2015 abgeschoben wurde, hat im Februar 2017 erneut um Hilfe nachgesucht. Sie stelle in Karlsruhe einen Asylfolgeantrag der als 'unzulässig' abgewiesen wurde. Noch vor Erhalt des Briefes vom Verwaltungsgericht über die Ablehnung des Rechtsschutzantrages erfolgte ein polizeilicher Abschiebeversuch.

    Frau Ametovic und ihre Kinder, die auf ein humanitäres Bleiberecht angewiesen sind, befinden sich mittlerweile in einem Bürgerasyl. Dazu wurde vom Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung eine Freiburger Erklärung verfasst, die von zahlreichen Erstunterzeichner_innen unterschrieben wurde.

    Es ist nun wichtig, dass viele die Freiburger Erklärung unterzeichnen und intervenieren.
    www.openpetition.de/petition/online/unterstuetzt-das-buergerasyl-und-ein-humanitaeres-bleiberecht-fuer-frau-ametovic-und-ihre-kinder

    Wir gehen davon aus, dass der Petitionsausschuss am 28. September 2017 über die Petition beraten wird. Bis zu diesem Termin möchten wir zahlreiche Unterschriften sammeln.

    Das Freiburger Forum ruft dazu auf, weiterhin Frau Ametovic und ihre Kinder zu unterstützen, damit sie ein humanitäres Bleiberecht bekommen.

    www.freiburger-forum.net/2017/09/buergerasyl-und-humanitaeres-bleiberecht-fuer-frau-ametovic-und-ihre-kinder/

    Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung
    Adlerstr. 12
    79098 Freiburg
    info@freiburger-forum.net
    www.freiburger-forum.net/

  • An alle Unterstützer.innen der Petition.
    Da bei der letzten Nachricht sämtliche Links leider nicht veröffentlicht wurden, hier nochmals der Aufruf zur Unterstützung von Frau Ametovic und deren Kinder! Es ist sehr wichtig, dass sich viele mit kurzen Stellungnahmen an den Petitionsausschuss wenden und sich für ein 'Aufenthaltsrecht aus humanitären Gründen für Frau Ametovic und ihre Kinder' aussprechen.

    Erneute Unterstützung für Frau Ametovic und ihre Kinder wichtig!
    Das Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung ruft erneut zur Unterstützung für die alleinerziehende Frau Ametovic und ihre Kinder auf. Über die vor zwei Jahren eingegebene Petition wird nun in nächster Zeit beim Petitionsausschuss / Landtag in Stuttgart entschieden.

    Informationen von 2015 bis 2017 sind auf der Homepage des Freiburger Forums aktiv gegen Ausgrenzung zu finden (Freiburger-Forum.net). www.freiburger-forum.net/

    Der Petitionsausschuss kann sich nun für ein Aufenthaltsrecht aus humanitären Gründen für Frau Ametovic und deren Kinder aussprechen. Um darauf hinzuwirken, dass er dies tut, braucht es auch gesellschaftlichen Druck. Siehe 'aktueller Aufruf' auf der Homepage des Freiburger Forums. Frau Ametovic und ihre Kinder sind derzeit in Deutschland.

    Unterstützungsschreiben bitte an den Petitionsausschuss,
    Haus des Landtags,
    Konrad-Adenauer-Straße 3,
    70173 Stuttgart
    oder per Mail an post@landtag-bw.de
    und Fax: +49 711 2063 299.
    (Bitte Nummer angeben: Pet 1-18-06-26-019988)

    Bitte schicken Sie / du eine Kopie des Unterstützungsschreiben an:
    info@freiburger-forum.net

    Vielen Dank!
    Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung

    Aus dem Aufruf!:
    Freiburger Gemeinderat für humanitäres Bleiberecht
    In einem Schreiben der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD-Fraktion Freiburg vom 5. Februar 2015 heißt es:  „Da die von den serbischen Stellen zugesagte Betreuung der Familie nicht stattfindet, plädieren wir aus humanitären Gründen für eine sofortige Wiedereinreise von Frau Ametovic und ihren Kinder nach Freiburg. .. Wir wissen den Gemeinderat und den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg hinter uns. In der Gemeinderatssitzung am 3. Februar 2015 wurde die Initiative für ein Schreiben an die Landesregierung zum Fall Ametovic per Akklamation geschlossen unterstützt.“

    Wir möchten das Votum des Freiburger Gemeinderates für ein Bleiberecht aus humanitären Gründen für Frau Ametovic an alle weitergeben und rufen dazu auf, sich nochmals in einem Schreiben an den Petitionsausschuss für ein Aufenthaltsrecht von Frau Ametovic einzusetzen.
    Aufenthaltsrecht aus humanitären Gründen für Frau Ametovic und ihre Kinder!

    Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung

    www.openpetition.de/petition/online/sofortiges-wiedereinreise-und-rueckkehrrecht-von-frau-ametovic-und-ihren-kindern-nach-freiburg
    www.freiburger-forum.net/2015/01/aktuelles-zu-fam-ametovic/
    www.freiburger-forum.net/

Pro

Ich unterschreibe aus Solidarität mit dem serbischen Staat und allen anständigen Menschen in Nis. Diese Leute werden die Familie jetzt ernähren müssen. Zigeuner sind ein Wandervolk. Ihre Heimat ist mobil. Die Familie hat es nach Deutschland geschafft und nun ist Freiburg ihre Heimat. Die Situation der Familie rührt mich hingegen überhaupt nicht. Kinder kriegen und dann heulen ist typisch für diese Volksgruppe, ist nichts neues und von den Leuten selber so gewollt. Die Mutter und ihre Großfamilie gehen ganz bewusst diesen Weg.

Contra

es steht jedem der Gutmenschen frei, sie finanziell zu unterstützen. ... wieviel haben das bis jetzt gemacht ???