SOS – Stillstand oder Spitzenmedizin? #fairesPJ

Petition richtet sich an:
Bundesgesundheitsminister Dr. Carsten Linnemann/BMG, Universitätskliniken & deren Lehrkrankenhäuser, Medizinischer Fakultätentag, Gesundheitsministerkonferenz, Kultusministerkonferenz, Bundesrat, Bundestag

1.464 Unterschriften

5 %
1.461 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

1.464 Unterschriften

5 %
1.461 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland
  1. Gestartet 02.10.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Persönliche Daten
 

Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Petition richtet sich an: Bundesgesundheitsminister Dr. Carsten Linnemann/BMG, Universitätskliniken & deren Lehrkrankenhäuser, Medizinischer Fakultätentag, Gesundheitsministerkonferenz, Kultusministerkonferenz, Bundesrat, Bundestag

Reform des Medizinstudiums JETZT umsetzen!
Das Medizinstudium steckt in vielen Bereichen noch immer in den Strukturen der 1970er Jahre fest [1]. Die seit Jahren angekündigte Reform wird durch den Streit um ihre Finanzierung zwischen Bund und Ländern verschleppt [2]. Währenddessen arbeiten Medizinstudierende im Praktischen Jahr (PJ) vielerorts in Vollzeit – teilweise ohne jede Aufwandsentschädigung. Damit muss Schluss sein. 

Wir fordern:
1. Die neue Approbationsordnung muss endlich kommen!
Bund und Länder müssen sich über die Finanzierung einigen. Die Länder müssen ihrer Verantwortung für die Hochschulfinanzierung gerecht werden und die Modernisierung des Medizinstudiums ermöglichen.

2. Ein faires PJ mit einer bundesweiten Aufwandsentschädigung mindestens in Höhe des BAföG-Höchstsatzes!
Wer im PJ in Vollzeit in der Patient*innenversorgung mitarbeitet, muss davon Miete, Lebensmittel und Lebensunterhalt bezahlen können.

3. Zehn zusätzliche Krankheitstage im PJ!
Studierende dürfen nicht gezwungen sein, krank in der Patient*innenversorgung zu arbeiten. Der Bundesrat muss der geplanten Neuregelung der Fehlzeiten zustimmen.

Die medizinische Ausbildung darf bei der Reform des Gesundheitswesens nicht vergessen werden!
Ganz Deutschland diskutiert über die Zukunft unseres Gesundheitssystems: Krankenhausreform, ambulante Versorgung, Digitalisierung und die Finanzierung der Krankenversicherung. Doch ein entscheidender Bestandteil wird vernachlässigt: die Ausbildung der nächsten Generation von Ärzt*innen.

Begründung

Eine Transformation des Gesundheitswesens kann ohne den medizinischen Nachwuchs nicht gelingen. Wer von jungen Ärzt*innen erwartet, künftig Verantwortung für die Patient*innenversorgung zu übernehmen, muss ihnen eine moderne Ausbildung und faire Bedingungen bieten.
Das Praktische Jahr bietet hierbei die zentrale Schnittstelle, in der sich die Schwächen des bisherigen Medizinstudiums offenbaren. 

Faires Praktisches Jahr – JETZT!
Das PJ ist das letzte Jahr des Medizinstudiums und die entscheidende praktische Vorbereitung auf den ärztlichen Beruf. Nach fünf Jahren Studium und zwei Staatsexamina arbeiten Studierende 12 Monate in Vollzeit in Kliniken und Praxen. Es ist ein Ausbildungsjahr – keine Quelle billiger Arbeitskraft.

Trotzdem gibt es auch 2026 noch Standorte, an denen Studierende für 40 bis 60 Stunden Arbeit in der pro Woche keinen Cent Aufwandsentschädigung erhalten [3]. Viele andere zahlen nur wenige hundert Euro, mit denen keine eigenständige Existenzsicherung möglich ist [4]. 

Gleichzeitig werden BAföG-Ansprüche mit der Aufwandsentschädigung verrechnet, wenn diese im Studienverlauf nicht ohnehin schon auslaufen. Außerdem entfällt die Familienversicherung bei vielen und Nebenjobs werden steuerlich im Gegensatz zum restlichen Studium schlechter gestellt [5]. Viele Studierende müssen deshalb erst recht zusätzlich nachts oder am Wochenende arbeiten. Das belastet nicht nur die Studierenden erheblich, sondern kann auch die Sicherheit in der Patient*innenversorgung beeinträchtigen [6].

Doch zu einem fairen PJ gehört mehr als Geld! Wir brauchen verbindliche Lehre, feste Mentor*innen, strukturierte Feedbackgespräche, ausreichend Selbststudienzeit und faire Prüfungsbedingungen. Alles Forderungen, die durch eine neue Approbationsordnung geregelt werden könnten!
Wir brauchen endlich eine neue Approbationsordnung [7]!

Wir brauchen endlich eine neue Approbationsordnung!
Noch dieses Jahr ist politisch eine komplette Neugestaltung des Medizinstudiums möglich!!! 

Nicht jede*r von Euch wird die zugrunde liegende neue Approbationsordnung kennen. Aber jede*r kennt das ewige Auswendiglernen im Medizinstudium, die Theorielast in der Vorklinik und die praxisfernen Prüfungen. Wie wenig man darüber gelernt hat, eine Praxis zu führen und beispielsweise Leistungen abzurechnen. Jede*r kennt die Geschichten der ersten Nachtdienste als Ärzt*in an denen man merkt, wie viel klinische Unsicherheit nach dem Studium bleibt [8].

Die neue Approbationsordnung würde dagegen…

  • Vorklinik, Klinik und das klassische Physikum mit einem “Z-Curriculum” ablösen. Patientenkontakt ab dem 1. Semester! 
  • statt Wissensakkumulation auf klinische Kompetenzen setzen. Dazu wird ein verpflichtender, sich weiterentwickelnden Kompetenzkatalog eingeführt (NKLM) [9].
  • ambulante Medizin deutlich stärker einbinden. Der Hausärztemangel könnte dadurch effektiver bekämpft werden. 
  • bessere Vorbereitung auf Praxis, Niederlassung und den Versorgungsalltag bieten.
  • verbindlichere und strukturiertere Lehre im PJ mit Mentoring etablieren.
  • die wissenschaftliche Ausbildung stärken.

Diese Modernisierung ist seit Jahren angekündigt. Doch Bund und Länder streiten weiter über die Finanzierung – und die Reform wird immer wieder verschoben [10]. Jetzt ist die letzte Chance, die Reform im Bundesrat zu beschließen. 

Es kommt nun auf den Druck von uns Studierenden an, dass die Bundesländer einer Reform zustimmen. Anstatt Milliarden Euro für neue Studienplätze auszugeben, reichen wenige Millionen Euro, um die Qualität des Medizinstudiums zu sichern [11]. 

Jetzt müssen wir Studierenden laut werden!
Politische Veränderungen entstehen nicht von allein. Wenn wir eine moderne Approbationsordnung und faire Bedingungen im PJ wollen, müssen wir zeigen, dass Medizinstudierende und Unterstützer*innen in ganz Deutschland hinter diesen Forderungen stehen.

Wir wollen ein PJ, von dem man Miete und Lebensmittel bezahlen kann. Wir wollen ein Studium, das uns auf die Medizin von morgen vorbereitet. Und wir wollen, dass die kommenden Generationen bessere Ausbildungsbedingungen haben als wir heute. Deshalb: 

  • Unterschreibt diese Petition! 
  • Teilt sie mit euren Kommiliton*innen und eurem Umfeld! 
  • Beteiligt euch an der bundesweiten Aktionswoche in der letzten Oktoberwoche 2026 und kommt zu unseren Demonstrationen! 

Für weitere Infos zu den Veranstaltungen und weitere Hintergrundinformationen informiert euch bei euren Fachschaften oder unter https://linktr.ee/presse.bvmd.de.

Stillstand oder Spitzenmedizin? Die medizinische Ausbildung braucht eine Reform – JETZT!

-----
Erstunterzeichnende

  • Marburger Bund – Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e. V.
  • Hartmannbund – Verband der Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e. V.
  • Bündnis Junge Ärztinnen und Ärzte (BJÄ)

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 02.10.2026
Sammlung endet: 01.04.2027
Region: Deutschland
Kategorie: Gesundheit

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Warum Menschen unterschreiben

So wichtig für gute Medizin in Deutschland!

Studiere selber Medizin.

Weil die aktuellen Rahmenbedingungen und das Gehalt nach 5 Jahren Studium ein Witz sind

Weil Ärzte auch etwas verdienen müssen, damit sie davon im PJ wenigstens so halbwegs leben können

Weil es mir wichtig ist, dass meine Mitstudierenden und auch nachfolgende Semester bessere Studienbedingungen haben!

Werkzeuge für die Verbreitung der Petition.

Sie haben eine eigene Webseite, einen Blog oder ein ganzes Webportal? Werden Sie zum Fürsprecher und Multiplikator für diese Petition. Wir haben die Banner, Widgets und API (Schnittstelle) zum Einbinden auf Ihren Seiten. Zu den Werkzeugen

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern