Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass keine Bundeswehrkaserne mehr den Namen eines Soldaten und Befehlshabers der ehemaligen Wehrmacht trägt, die für den 2. Weltkrieg, 1939-45, verantwortlich war. Er möge beschließen, bei der Neubenennung Politiker_innen zu würdigen, die bei der Verteidigung der Weimarer Republik vor und nach der Machtergreifung der NSDAP 1933 ihr Leben gelassen haben, oder für besondere Friedensleistungen bekannt sind, wie Gustav Stresemann und Aristide Briand.

Begründung

Die tragische Verstrickung von Menschen in die Organisationen des früheren NS-Regimes erfordert einen besonders sensiblen und geschichtsbewussten Umgang. Hierzu sollten Dokumentations- und Erinnerungsräume in den Kasernen der Bundeswehr eingerichtet werden, die von MilitärhistorikerInnen betreut werden und Reflexionsmoglichkeiten für die Angehörigen der Bundeswehr bieten. Aufgabe der Bundeswehr ist es laut Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art. 87a Abs. 4 Satz 1, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu verteidigen. Das sollte sich in der Namensgebung von Kasernen ausdrücken.Auch sollte bei der Umwidmung ehemaliger jüdischer Reichswehrangehöriger und Offiziere, die nach 1933 in die Emigration gezwungen wurden und dem Rassenwahn der Nazis zum Opfer gefallen sind, gedacht werden.

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