551 Unterschriften
Petition richtet sich an: Stadtrat von Riesa
Ab 2027 will die Stadt Riesa ihre Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit grundlegend verändern: Nach dem derzeitigen Planungsstand sollen keine eigenständigen kommunalen Personalstellen in den beiden Kinder- und Jugendhäusern mehr finanziert werden. Stattdessen will sich die Stadt nur noch mit 10 % an den vom Landkreis geförderten Stellen beteiligen – zusätzlich zu den Betriebskosten.
Das bedeutet: Für die pädagogische Arbeit stehen deutlich weniger kommunale Mittel und Personalressourcen zur Verfügung.
Wir fordern die Stadt Riesa auf, auch ab 2027 eine verlässliche und ausreichend ausgestattete Kinder- und Jugendarbeit sicherzustellen: mit ausreichend Fachkräften, verlässlichen Öffnungszeiten, offenen Kinder- und Jugendhäusern, mobiler Arbeit, Projekten, Ferienangeboten und Unterstützung.
Und: Kinder und Jugendliche müssen frühzeitig und ernsthaft an der Neuordnung beteiligt werden. Keine Kürzungen auf Kosten junger Menschen. Keine Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg.
Begründung
Warum uns das betrifft
Wir arbeiten seit vielen Jahren mit Kindern, Jugendlichen und Familien in Riesa. In unseren offenen Häusern, bei mobiler Arbeit, auf Schulhöfen, bei Ferienangeboten und Projekten erleben wir jeden Tag, wie wichtig verlässliche Orte und Beziehungen sind.
Kinder und Jugendliche kommen nicht einfach wegen eines Gebäudes oder eines einzelnen Angebots. Sie kommen, weil dort ihre Freunde sind. Weil sie Erwachsene kennen, denen sie vertrauen. Weil sie Unterstützung bekommen, sich ausprobieren können – oder manchmal einfach einen Ort brauchen, an dem sie sein dürfen.
Genau diese Verlässlichkeit sehen wir ab 2027 gefährdet.
Der Grund ist nicht abstrakt: Die Stadt Riesa beabsichtigt nach dem derzeitigen Planungsstand, keine eigenständigen Personalstellen in den beiden Kinder- und Jugendhäusern mehr zu finanzieren. Künftig sollen die vom Landkreis geförderten Stellen lediglich mit einem kommunalen Anteil von 10 % kofinanziert werden. Hinzu kommen die Betriebskosten.
Gleichzeitig stehen insgesamt weniger Personalressourcen für die Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung. Weniger Personal bedeutet nicht einfach: dieselbe Jugendarbeit mit weniger Menschen. Es kann weniger Öffnungszeiten bedeuten. Weniger erreichbare Fachkräfte. Weniger Projekte und Ferienangebote. Weniger mobile und aufsuchende Arbeit. Und vor allem: weniger Zeit für Kinder und Jugendliche.
Und wo sind die Kinder und Jugendlichen bei dieser Entscheidung?
Die Neuordnung betrifft unmittelbar ihre Orte, ihre Freizeit und ihren Alltag. Riesa hat dafür selbst einen Maßstab beschlossen: Das städtische Konzept für Kinder- und Jugendbeteiligung sieht vor, junge Menschen frühzeitig einzubeziehen, wenn Entscheidungen ihr Leben betreffen. Wir wollen, dass transparent wird, wie ihre Antworten in die Entscheidungen für 2027 einfließen.
Kinderrechte dürfen nicht davon abhängen, was am Ende eines Haushalts noch übrig bleibt.
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Angaben zur Petition
Petition gestartet:
16.09.2026
Sammlung endet:
15.03.2027
Region:
Riesa
Kategorie:
Soziales
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