Region: Lauben

Stoppt den Abriss des Löwen in Lauben!

Petition richtet sich an
Bürgermeister Mathias Pfuhl und den Gemeinderat von Lauben

857 Unterschriften

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153 von 150 für Quorum in Lauben Lauben

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  1. Gestartet 15.04.2026
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Petition richtet sich an: Bürgermeister Mathias Pfuhl und den Gemeinderat von Lauben

Es ist bereits 5 vor 12! Container stehen da, Teile an der Rückseite wurden schon entfernt. Das letzte Wirtshaus in Lauben soll verschwinden, ohne ein Nachnutzungskonzept. Damit verschwinden über 630 Jahre Allgäuer Geschichte!

Wir fordern

Heben Sie den Abrissbeschluss auf! Machen Sie das wunderbare, historische Gebäude wieder zu einem Juwel im alten Ortskern, es kann Geschichten erzählen! Erhalten Sie den Allgäuer Dreiklang aus Kirche, Schule und Wirtshaus! Lassen Sie den historischen Platz gedeihen und wachsen zu einer Erfolgsgeschichte für die Gemeinde und ihre Besucher, für das ganze Allgäu.

Begründung

Das Denkmalnetz Bayern, der Landesverein für Heimatpflege, Politiker, Architekten und Stadtentwickler haben Erfahrung damit, wie vermeintlich „marode“ Bausubstanz wirtschaftlich sinnvoll saniert werden kann. Sie wissen, wie wichtig solche Orte für die Dorfgemeinschaft sind, wie Bürger, die ein gemeinsames Ziel verwirklichen, wieder zusammenfinden. Sie stehen mit ihrer Expertise bereit, um den Löwen wieder zum Leben zu erwecken.

Gerade im Allgäu gibt es wunderbare Beispiele, sei es die alte Schule in Bühl, die IG OMa in Martinszell-Oberdorf oder der Leutkircher Bürgerbahnhof und das BerkWerk in Berkheim. Bürger und Bürgerinnen haben sich dieser Gebäude angenommen und füllen sie wieder mit Leben für die Gemeinschaft.
Der Gasthof zum Löwen, einst die Nummer 1 am Dorfplatz, erzählt eine Geschichte von über 630 Jahren. In dieser langen Zeit kam niemand auf die Idee, das Gebäude abzureißen. Nach einem Brand 1871 wurde es wiederaufgebaut, umgebaut und angepasst an die Bedürfnisse der jeweiligen Zeit. Die hauseigene Metzgerei und die Bäckerei im Erdgeschoss schlossen 1959, an den Lebensmittelladen erinnert heute das vergrößerte Fenster auf der Giebelseite. Im ersten Obergeschoss wurde nach dem Zweiten Weltkrieg ein großer Festsaal eingebaut, hier fand auch die Theatergruppe Lauben eine neue Heimat. In Kellerwänden sind großformatige Steine erhalten, die augenscheinlich dem Kernbau aus der Zeit vor 1871 entstammen.

Das jetzige Erscheinungsbild mit vorgeblendetem Fachwerkgiebel besteht bereits seit 80 Jahren. Die ungewöhnlichen hölzernen Stützen an den Traufseiten halten die neu errichtete Dachkonstruktion, sie bezeugen den Dachausbau für drei Dreizimmerwohnungen, die vermietet wurden. Bis vor kurzem war eine noch bewohnt.

„Futt mit deam alte Glump?“

Vor neun Jahren begann das Ringen um den Erhalt dieses geschichtsträchtigen Anwesens. Das Wirtshaus musste schließen, ein beliebtes Ausflugsziel der Region ging verloren. Ein Rathaus sollte an dessen Stelle entstehen, was durch zwei Bürgerbegehren verhindert wurde. Der Streit um den Löwen und seine künftige Nutzung wurde von einem Bürgermeister zum nächsten geschoben. Nun, nachdem Sie als vierter Bürgermeister dieses schwierige Erbe übernommen haben, soll die Erinnerung an das Gasthaus gelöscht werden. Um endlich „Ruhe“ einkehren zu lassen?

Ein Haus mit dieser Geschichte einfach beseitigen? „Futt mit deam alte Glump?“ Weg mit dem alten Dorfkern, mit Kirche, Naturdenkmal Dorflinde und Wirtshaus? Versuche von kompetenter Seite zu helfen wurden abgelehnt. Was kommt nun? Ein Parkplatz? Eine Kieswüste? Mitten im historischen Dorfkern? Alles ohne Nachnutzungsplan?

Der Löwe gehört zu Lauben, zum Allgäu. Er ist Wahrzeichen und Teil der Ortsidentität, Mittelpunkt kultureller und gesellschaftlicher Ereignisse. Hier wurden Feste gefeiert, hier traf man sich nach Beerdigungen zum Leichenmahl, hier wurde diskutiert und Lauben er Geschichte geschrieben. Er ist ein Schatz des Ortes, den Sie heben können!

Pfoten weg von unserem Löwen!

Wir fordern: Mehr Mut zum Erhalt! Nachhaltigkeit! Abriss war gestern, denn das „nachhaltigste Gebäude steht bereits“, sagte der berühmte Architekt Carl Elefante.
Die Erinnerung, die Sehnsucht nach einem Ort für Gemeinschaft wird niemand mit einem Abriss tilgen können. Und „Ruhe“ wird es nicht geben. Eine Revitalisierung des historischen Dorfkerns wird dagegen den Tourismus ankurbeln: Radler, Ausflügler, Wanderer werden einkehren, der traditionelle Frühschoppen nach dem Kirchenbesuch, Hochzeiten und Tauffeiern haben wieder eine Heimat: den „Löwen“ als Identifikationsort für alle, für Einheimische und Touristen.

Ohne Löwen fehlt ein Stück Heimat!

Was bliebe nach einem Abriss? Der kleine Dorfladen in der benachbarten Zugspitzstraße schließt Mitte des Jahres. Das Haus mit der Bäckerei gegenüber steht zum Verkauf. Wird sich die Fortführung für den neuen Eigentümer dann noch rechnen? Eine trostlose Leerstelle, ein Lost Place mit Autos unter den prächtigen Linden des Biergartens? Ein Erinnerungsort für verlorenes Vertrauen in die Gemeindepolitik?

Unterschreiben Sie, verteilen Sie die Petition und helfen Sie mit, den Abriss dieses wunderbaren Gasthofs in Lauben zu stoppen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Denkmalnetz Bayern, München
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 15.04.2026
Sammlung endet: 14.10.2026
Region: Lauben
Kategorie: Kultur

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Neuigkeiten

  • openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament Gemeinderat eine persönliche Stellungnahme angefordert.
    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/stoppt-den-abriss-des-loewen-in-lauben

    Warum fragen wir das Parlament?

    Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.
    Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.

    Was können Sie tun?

    Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.
    Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.
    Unterstützen Sie unsere gemeinnützige Organisation, um den Bürger-Politik-Dialog langfristig zu verbessern. openPetition finanziert sich überwiegend aus Kleinspenden unserer Nutzer.
  • Liebe Unterstützerinnen, liebe Freunde des Gasthofs Zum Löwen,

    nochmals Danke für über 780 Unterschriften und 380 Kommentare.

    Heute Abend werden wir in Anwesenheit der quer-Redaktion des BR bei der Gemeinderatssitzung die Unterschriften überreichen.

    Aufruf zur Teilnahme 
    Heute 21.4.26 19:30 Uhr
    im Gemeinschaftshaus Birkenmoos!
    Treffpunkt 19:00 Uhr vor dem Gemeinschaftshaus

    Mit einem stillen Protest seinen Unmut zeigen! 

    Unser Gespräch mit den drei Bürgermeistern gestern Nachmittag hat zu keinem Umdenken geführt. Sie sind überzeugt, mit dem Abriss richtig zu handeln. Weder gute Beispiele aus der Region, noch ein befristeter Aufschub, noch ein Verkauf des Löwen waren für sie eine Option. Die drei Bürgermeister verpassen damit die Chance, als Retter des Löwen gefeiert zu werden.

    Das Quorum für Lauben ist fast erreicht, es fehlen noch 25 Unterschriften.

    Für die Bürgermeister wäre es ein Leichtes gewesen, den Abbruch zu verhindern und den Löwen wenigstens noch für ein Jahr stehen zu lassen, um neue Perspektiven und Nutzungskonzepte zu entwickeln. Der Aufschub des Abrisses wäre für die Gemeinde völlig kostenfrei gewesen, denn wir hatten einen Sponsor, der die laufenden Kosten, Versicherung, Sicherung und Kostensteigerung bei der Entsorgung etc übernommen hätte.  

    Kommen Sie noch einmal, zeigen Sie, dass Sie mit der unwiederbringlichen Zerstörung des Löwen und des 630 Jahre alten Ortskerns nicht einverstanden sind. Ein Ort, der sie aufgenommen und beherbergt hat, an dem Sie gefeiert, getrauert, getanzt haben. Ein Ersatzneubau für die Dorfgemeinschaft wird Jahre auf sich warten lassen und wird diesen Wert nie mehr erreichen.

    Am Mittwoch kommt um 9 Uhr TV Allgäu zum Löwen, auch noch eine Gelegenheit, seinen Unmut auszudrücken.

    Berichterstattung des Bayerischen Rundfunks:
    Bayern 1: heute Mittag im Hörfunk
    Abendschau: heute um 17:30 im Fernsehen

  • Bitte fleißig teilen!

Im Zentrum ein Haus dieser Größe - ein Geschenk! Schaut nach Berkheim - wir wandeln dort das alte Feuerwehrhaus, das ursprünglich abgerissen werden sollte in eine Bürger-Kultur-Werkstatt um - mit SIQ-Förderprogramm zahlt das Land über 50 % der Kosten! Das Gebäude muss nur in einem Sanierungsgebiet liegen - und das ist innerorts ja eher wahrscheinlich? Nebenbei: Abriss und Wiederaufbau in ähnlicher Größe stößt je nach Bauweise zwischen 300 bis 600 to COs aus! Das einzusparen lohnt richtig!:-)

Ich bin gegen die Petition weil ich keinen Wal Timmy bei uns im Dorf haben will. Ich unterstelle Frau Demmelhuber und dem Verein, dass sie nicht einmal das Gebäude von innen gesehen haben, noch die Gutachten eingesehen. Eine Einheit von Kirche, Dorfwirtschaft und Schule gibt es schon lange dort nicht. Der Gemeinderat und mehrere BM haben es sich nicht leicht gemacht. Warum macht Ihr keine Spendenaktion und macht es selbst? Immer der Ruf nach "der Staat soll es machen". Wie billig.

Warum Menschen unterschreiben

Der Landgasthof ist mit seinem Erscheinungsbild unbezahlbar

Kultur zu zerstören ist sinnlos. Bitte finden Sie einen sinnvollen Nutzen für den Löwen!

Jeder - oft über Jahrhunderte - gewachsene Ort hat in dieser Zeit sein ganz eigenes Gesicht entwickelt und unterscheidet sich damit in einmaliger Weise von anderen Städten/Orten. Nimmt man aus diesem Gesicht mit dem Abriss solch schöner und Dorfbild-prägender Gebäude willkürlich Teile heraus, gleicht das einer Amputation und der Ort verliert seinen unverwechselbaren Charakter.
Ich finde, es gibt schon genug autogerecht totsanierte Städte, deren einst individueller Charme einer austauschbaren, anonymen 08/15-Architektur zum Opfer fiel. Speziell in den 60er Jahren wurden - ohne Rücksicht auf tradierte Kultur - durch den Abriss von Altbeständen viele vermeintlich "trendige" Kurzschluss-Objekte verwirklicht. Damals hielt man diese Maßnahmen noch für eine gute Idee. Haben wir denn seit dem nicht dazugelernt?
Die Erhaltung historischer Bausubstanz in unseren Städten und Dörfern ist doch nicht nur eine denkmalpflegerische, sondern auch städtebauliche, strukturpolitische und wohnwirtschaftliche Aufgabe. Es geht unter anderem um die Welt unserer Kinder, für die wir einen gewachsenen Ortskern erhalten sollten und nicht aus politischen, wirtschaftlichen oder zeitgeistig-modischen Erwägungen Umgestaltungen vornehmen sollten, die wir später als katastrophale Fehlentscheidungen oft schwer bereuen müssen.
Ein Bürgermeister (und Gemeinderat), der gegen jeden Zeitgeist stur an solch einer kurzsichtigen Fehlentscheidung festhält, outet sich doch bestenfalls als Ignorant und wird seiner Verantwortung, die er als Oberhaupt einer Gemeinde hat, jedenfalls nicht gerecht.

Ohne Löwen fehlt ein Stück Heimat!
Der Löwe gehört zu Lauben, zum Allgäu. Er ist Wahrzeichen und Teil der Ortsidentität, Mittelpunkt kultureller und gesellschaftlicher Ereignisse.

Weil alte Häuser, die zur Geschichte eines Ortes gehören und sein Gesicht prägen, wichtig sind. Auch in meiner Stadt wurden schöne Häuser abgerissen oder von unbekannt abgefackelt und stehen jetzt als Ruinen schon jahrelang herum. Neu gebaut werden scheußliche Kästen ohne Seele.

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