Region: Germany

Stoppt den Rückbau der Wasserstofftankstellen - Erhalt der H₂-Infrastruktur in Deutschland

Petition is addressed to
Bundesministerium für Verkehr (BMV), European Commission - Directorate-General for Mobility and Transport (DG MOVE), H2 Mobility Deutschland GmbH & Co. KG

586 Signatures

2 %
560 from 30,000 for quorum in Germany Germany

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  1. Launched December 2025
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Petition addressed to: Bundesministerium für Verkehr (BMV), European Commission - Directorate-General for Mobility and Transport (DG MOVE), H2 Mobility Deutschland GmbH & Co. KG

Wir fordern:

1. Den sofortigen Stopp der geplanten Schließungen und Rückbauten von Wasserstofftankstellen, bis alle Förderauflagen vollständig geklärt sind.

2. Die Veröffentlichung aller relevanten Förder- und Nutzungsdaten (Zweckbundungsfristen, Förderhöhe, Absatzmengen).

3. Die Prüfung alternativer Betreiber- und Finanzierungsmodelle (kommunal, öffentlich-privat, Genossenschaften).

4. Die Entwicklung eines langfristigen, verlässlichen, bundesweiten Erhaltungskonzepts im Einklang mit der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) und der EU-AFIR-Verordnung (Alternative Fuels Infrastructure Regulation)

Reason

Problemlage
Bis Ende 2025 sollen bundesweit laut H2-Mobility mindestens 14 Wasserstofftankstellen geschlossen werden - darunter auch die Station in Rheda-Wiedenbrück, die erst 2019 mit EU-Mitteln errichtet wurde. Dies führt zu erheblichen Versorgungslücken und gefährdet die Mobilität von Kommunen, Unternehmen und Bürgern, die bereits heute Brennstoffzellentechnologie nutzen.

Auch ich persönlich bin betroffen:
Auf Basis der bislang geschaffenen Infrastruktur habe ich ein Brennstoffzellenfahrzeug von Toyota gekauft - und war von der Technologie begeistert.
Mit der nun angekündigten Schließung kann ich mein Fahrzeug jedoch nicht mehr regulär betreiben. Die nächste funktionstüchtige Tankstelle befindet sich 70 Kilometer entfernt (Münster).
Damit wird ein klimafreundliches Fahrzeug faktisch unbrauchbar, obwohl es technisch einwandfrei ist.

Anfrage beim Bundesministerium bereits eingeleitet
Beim Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV), Referat G25 "Erneuerbare Energien, Kraftstoffe, Wasserstoff", wurde bereits eine formelle Auskunft zu Zweckbindungsfristen, Mindestlaufzeiten und Förderauflagen beantragt. Das Ministerium hat bestätigt, dass hierzu ein Vorgang eröffnet wurde.

Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) und EU-AFIR-Verordnung fordern Ausbau - nicht Abbau
DIe Nationale Wasserstoffstrategie (NWS 2023) definiert Wasserstoff als strategische Zukunftstechnologie. Ein Rückbau bestehender Infrastruktur widerspricht den darin klar formulierten Ausbauzielen für ein bundesweites Tankstellennetz.
Auch die EU-Verordnung AFIR verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein flächendeckendes Netz von Wasserstofftankstellen aufzubauen. Europa fordert Ausbau - doch vor Ort erleben wir Abbau.

Beispiel Rheda-Wiedenbrück und Duisburg: Müllfahrzeuge sind auf diese Stationen angewiesen
Die Wasserstofftankstelle in Rheda-Wiedenbrück wird regelmäßig von Brennstoffzellen-Müllfahrzeugen der Unternehmen PreZero International (Rheda-Wiedenbrück) und REMONDIS OWL GmbH (Bielefeld) genutzt. Ohne die Tankstelle sind diese Fahrzeuge nicht mehr einsetzbar, da laut Medienberichten die nächstverfügbare Wasserstofftankstelle 70 km entfernt in Müster liegt. Für kommunale Entsorgungsbetriebe ist das nicht praktikabel.
Auch in Duisburg wird die einzige öffentliche Wasserstofftankstelle zum Jahreswechsel geschlossen. Betroffen sind sieben Müllfahrzeuge der Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD). Hier müssten die Fahrzeuge zwei- bis dreimal pro Woche nach Düsseldorf oder Herten fahren, was ebenfalls wirtschaftlich nicht praktikabel ist. Somit ist das Thema der Schließung von Wasserstofftankstellen von überregionaler, bundesweiter Bedeutung.

Unzuverlässige Infrastruktur zerstört Vertrauen
Wenn die Tankstellen schließen verlieren zahlreiche bereits angeschaffte Fahrzeuge ihren Nutzen. Unternehmen und Kommunen werden keine neuen Fahrzeuge mehr beschaffen. Gleiches gilt für private PKW Besitzer. Ein instabiles Netz verhindert Investitionen - und der Markt bricht zusammen.

"Grüner" Wasserstoff braucht Infrastruktur - jetzt
Die Produktion von grünem Wasserstoff wird derzeit schrittweise hochgefahren und ausgebaut. Viele Produktionsanlagen entstehen erst jetzt. Damit dieser klimafreundliche Energieträger überhaupt in die Fläche gelangen kann, braucht es eine stabile Infrastruktur.
Wenn Tankstellen jetzt schließen, bevor grüner Wasserstoff breit verfügbar ist, wird die Energiewende aktiv behindert.

Deutschland ist führend in neuen Wasserstoff-Speichertechnologien
Innovative Entwicklungen wie LOHC, Metallhydridspeicher und MOF-Materialien zeigen großes Potenzial für sichere und kosteneffiziente Wasserstoffspeicherung. Während China den globalen Elektroautomarkt zunehmend dominiert, könnte Deutschland im Wasserstoffsektor führend sein.
Der Erhalt der Infrastruktur ist dafür eine entscheidende Voraussetzung.

Serienreife Wasserstofffahrzeuge sind verfügbar
Hersteller wie Toyota oder Hyundai produzieren bereits serienreife Wasserstoff-PKW und arbeiten an Nutzfahrzeugkonzepten. Ohne die H₂-Infrastruktur wird diese Technologie jedoch nicht weiterentwickelt und ein potenziell wachsender Markt bricht frühzeitig ein.

Thank you so much for your support, Frank Stuckstedte, Rheda-Wiedenbrück
Question to the initiator

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Petition details

Petition started: 12/06/2025
Collection ends: 06/05/2026
Region: Germany
Topic: Traffic & transportation

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News

  • Der Rückbau zahlreicher öffentlich zugänglicher Wasserstofftankstellen in Deutschland wirft weiterhin Fragen zur zukünftigen Infrastrukturstrategie auf. Betreiber H2 MOBILITY Deutschland begründet die Schließungen unter anderem mit einer stärkeren Ausrichtung auf Nutzfahrzeuge und entsprechende 350-bar-Betankungssysteme. Zugleich betont das Unternehmen, dass neue Stationen künftig stärker nachfrage- bzw. bedarfsorientiert entstehen sollen.

    Gleichzeitig zeigen aktuelle Entwicklungen aus Industrie und Fahrzeugentwicklung, dass auch 700-bar-Betankung weiterhin eine wichtige Rolle spielt. So arbeiten mehrere Hersteller an Brennstoffzellen-Lkw für den Logistikbetrieb. Der deutsche Entwicklungsdienstleister FES GmbH Zwickau setzt bei seinem Brennstoffzellen-Lkw gezielt auf ein 700-bar-Tanksystem, da dieses Vorteile bei Reichweite, Bauraum und Nutzlast bietet. Nach Angaben des Unternehmens können entsprechende Fahrzeuge bereits heute an bestehenden 700-bar-Tankstellen betankt werden. Auch kommunale Nutzfahrzeuge - etwa Müllfahrzeuge im Raum Ostwestfalen - wurden bislang über die 700-bar-Infrastruktur versorgt.

    Hinzu kommt, dass die europäische AFIR-Verordnung (EU) 2023/1804 beim Aufbau neuer Wasserstofftankstellen ausdrücklich eine 700-bar-Betankungsmöglichkeit vorsieht und den Aufbau eines Netzes entlang zentraler europäischer Verkehrsachsen verlangt.

    Vor diesem Hintergrund stellt sich zunehmend die Frage, ob sowohl der Rückbau bestehender 700-bar-Tankmöglichkeiten als auch eine einseitige Schwerpunktsetzung der Infrastruktur auf 350-bar-Betankung mit den langfristigen Zielen des europäischen Infrastrukturaufbaus vereinbar sind. Während H2 MOBILITY Deutschland den Ausbau künftig stärker nachfrageorientiert gestalten möchte, verfolgt die europäische Infrastrukturpolitik ausdrücklich den Aufbau eines verlässlichen Netzes entlang der Hauptverkehrskorridore. Unsere Initiative hat diese Punkte daher in einem Schreiben an europäische und nationale Stellen zur Prüfung gestellt.

  • Nach Angaben des Entsorgungsunternehmens PreZero, das unter anderem auch in Rheda-Wiedenbrück tätig ist, musste ein dort stationiertes Wasserstofffahrzeug nach dem Rückbau der Wasserstofftankstelle abgezogen werden.

    Ein Einsatz an anderen Standorten sei ebenfalls nicht mehr möglich gewesen, da auch alternative Wasserstofftankstellen - unter anderem in Lohfelden (Kassel) sowie im Raum Heilbronn - inzwischen geschlossen worden seien.

    Nach Angaben des Unternehmens "helfe diese Entwicklung überhaupt nicht" beim Ausbau der betriebseigenen H2-Aktivitäten.

  • Im Rahmen unserer Initiative zum Erhalt der Wasserstofftankstellen haben wir eine weitere Rückmeldung aus der Politik erhalten. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum bestätigt in seinem Antwortschreiben, dass viele Wasserstofftankstellen derzeit mit einer geringen Auslastung zu kämpfen haben und ein wirtschaftlicher Betrieb daher häufig schwierig sei.

    Gleichzeitig verweist das Ministerium auf einen neuen Förderaufruf des Bundes vom 28.01.2026. Mit einem Fördervolumen von rund 220 Millionen Euro sollen der Aufbau von bis zu 40 Wasserstofftankstellen sowie die Anschaffung von bis zu 400 wasserstoffbetriebenen Nutzfahrzeugen unterstützt werden.

    Nach Angaben des Ministeriums liege der Schwerpunkt der aktuellen Infrastrukturentwicklung zunehmend im Bereich schwerer Nutzfahrzeuge. Die weitere Entwicklung der Wasserstoffinfrastruktur werde unter anderem durch die bundeseigene NOW GmbH fachlich begleitet.

Aus einem insgesamt wasserstoffkritischen Beitrag des Merkur geht hervor, dass BMW gemeinsam mit Toyota weiterhin an Brennstoffzellenfahrzeugen festhält. BMW betont darin, dass eine einzige Technologie nicht ausreichen werde. um klimaneutrale Mobilität weltweit zu ermöglichen". Dies unterstreicht die Bedeutung von Technologievielfalt - und stellt den vorzeitigen Rückbau bestehender Infrastruktur in einen politischen Widerspruch.

Im ganzen Jahr 2025 bis einschließlich November sind in ganz Deutschland gerade mal 49 Brennstoffzellen PKW neu zugelassen worden, mehr als 69% weniger als 2024, 94% weniger als 2022 Sehr es doch endlich ein, Wasserstoff im Landgestützen Verkehr ist ein totes Pferd, hat gegen den technisch in allen Belangen besseren Batterieelektrischen-Antrieb keine Chance. Physik ist nun mal keine Glaubensfrage.

Why people sign

Ohne H2 wird das mit dem Kli.awandel nichts- deshalb müssen wir dort voran, nicht zurück.

Erhalt zukünftiger, alternativer Energieträger

Ich habe ein H2 Fahrzeug

Ist zukunftsorientiert und sichert somit die Energieversorgung

Diese Zukunftsvariante muss endlich eingeschlagen werden.
Aus überschüssigem alternativem Strom kann / muss Wasserstoff erzeugt werden. Das kann mit CO2 zu Gas weiterverarbeitet werden, ab in die leeren Gasspeicher.

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