884 Unterschriften
Petition richtet sich an: Bürgermeister Vincent Endereß
Wir fordern:
- Keine unverhältnismäßigen Mehrbelastungen für Familien, insbesondere bei mehreren Kindern.
- Transparente und frühzeitige Information über Gebührenänderungen, damit Familien ihre Betreuung verlässlich planen können.
- Keine Ausweitung der höheren Gebührensätze vom U2- auf den U3-Bereich, da dies Familien unnötig über einen längeren Zeitraum finanziell belastet.
- Flexible und bedarfsgerechte Betreuungsmodelle, bei denen nur die tatsächlich benötigte Betreuungszeit berechnet wird.
- Keine Beitragserhöhungen bei gleichzeitig sinkender Betreuungsqualität. Wiederkehrende Notbetreuung, Personalausfälle, verkürzte Betreuungszeiten und fehlende Bezugserzieher dürfen nicht zu höheren Kosten für Familien führen.
Wir setzen uns für eine faire, transparente und verlässliche Kita-Finanzierung ein, die Familien entlastet statt zusätzlich belastet.
Begründung
Die neue Kita-Gebührenordnung betrifft viele Familien unmittelbar und stellt sie vor erhebliche finanzielle Herausforderungen. Entscheidungen mit solch weitreichenden Auswirkungen sollten nicht kurzfristig getroffen werden. Betroffene Familien müssen frühzeitig informiert und in den Entscheidungsprozess einbezogen werden, damit sie ihre Bedenken äußern und ihre finanzielle Planung darauf ausrichten können.
Die zusätzlichen Kosten treffen nicht nur die Eltern, sondern wirken sich auch auf die Kinder aus. Frühkindliche Bildung und der regelmäßige Kontakt zu Gleichaltrigen sind wichtige Grundlagen für ihre soziale, sprachliche und persönliche Entwicklung. Hohe Kita-Beiträge dürfen nicht dazu führen, dass Familien ihre Kinderbetreuung aus finanziellen Gründen einschränken oder sich existenzielle Sorgen machen müssen.
Bereits heute rechnen viele Familien, wie sie die gestiegenen Kita-Beiträge überhaupt noch finanzieren können. Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten bringen zusätzliche Belastungen viele Haushalte an ihre Grenzen.
Eine familienfreundliche Politik sollte Familien Sicherheit, Planbarkeit und Unterstützung bieten – nicht sie durch kurzfristige Entscheidungen zusätzlich belasten. Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft und verdienen eine Politik, die ihre Lebensrealität berücksichtigt und sie verlässlich unterstützt
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
21.07.2026
Sammlung endet:
20.01.2027
Region:
Haan
Kategorie:
Familie
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Warum Menschen unterschreiben
Eine Erhöhung der Kita-Gebühren ist aus sozial- und familienpolitischer Sicht nicht angemessen.
Familien stehen bereits heute unter einer erheblichen finanziellen Belastung. Steigende Lebenshaltungs-, Energie- und Wohnkosten sowie die allgemeine Inflation führen dazu, dass viele Haushalte an ihre finanziellen Grenzen geraten. Zusätzliche Gebühren für die Kinderbetreuung verschärfen diese Situation weiter.
Besonders betroffen sind Frauen. Nach wie vor übernehmen sie häufig den größeren Anteil der Kinderbetreuung und reduzieren ihre Arbeitszeit oder unterbrechen ihre Berufstätigkeit. Höhere Betreuungskosten können dazu führen, dass sich eine Rückkehr in den Beruf finanziell kaum noch lohnt oder ganz unterbleibt. Dies hat nicht nur negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Unabhängigkeit der betroffenen Frauen, sondern verstärkt auch den Fachkräftemangel und führt langfristig zu geringeren Rentenansprüchen.
Hinzu kommt, dass viele Familien bereits jetzt nicht mehr die Betreuungsleistung erhalten, für die sie Beiträge entrichten. Aufgrund des anhaltenden Personalmangels kommt es regelmäßig zu Notbetreuung, verkürzten Öffnungszeiten, Gruppenschließungen oder kurzfristigen Ausfällen. Dadurch wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erheblich erschwert. Eltern müssen Betreuungsengpässe häufig selbst auffangen und zusätzliche Urlaubstage oder unbezahlte Freistellungen in Anspruch nehmen.
Vor diesem Hintergrund erscheint eine Erhöhung der Kita-Gebühren nicht gerechtfertigt. Eine Beitragserhöhung setzt voraus, dass auch die Qualität und Verlässlichkeit der Betreuung gewährleistet sind. Solange die Betreuung aufgrund struktureller Probleme nur eingeschränkt erbracht werden kann, wäre eine finanzielle Mehrbelastung der Familien das falsche Signal.
Kinderbetreuung ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe und eine wichtige Investition in Bildung, Chancengleichheit und die Zukunft unserer Kinder. Statt Familien stärker finanziell zu belasten, sollten die Anstrengungen darauf gerichtet sein, die Qualität der Betreuung zu sichern, ausreichend Fachpersonal zu gewinnen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nachhaltig zu verbessern.
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Weil diese Kosten immer mehr in die Höhe steigen und Familien entlastet werden müssen. Das Kindergeld reicht vorne und hinten nicht