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Bild zur Petition mit dem Thema: STOPPT die Privilegien der deutschen AmtsKIRCHEN STOPPT die Privilegien der deutschen AmtsKIRCHEN
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Petitionsausschuss des Bundestages
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Gesetze mehr
  • Status: Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 34 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

STOPPT die Privilegien der deutschen AmtsKIRCHEN

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Die Unterzeichner dieser Petition fordern die Abschaffung aller Privilgien der deutschen Amtskirchen, insbesondere fordern sie:

  1. die Einziehung der Kirchensteuer über deutsche Behörden muss zugunsten eines freiwilligen Beitrages, der auch an andere kulturelle oder religiöse Einrichtungen gehen kann, abgeschafft werden. Es muss möglich sein, Glaube von monetären Zuwendungen zu trennen!

  2. Kirchliche Tendenzbetriebe mit eigenem Arbeitsrecht müssen abgeschafft werden oder müssen sich künftig an das allgemeine Recht halten. Tendenzbetriebe wie Krankenhäuser, Kindergärten, Altenheime etc., die durch deutsche Steuern oder Versicherungen finanziert werden, sollten alle den gleichen Gesetzen, Werten und Normen unterliegen. Kirchliche Betriebe, die nach eigenen Rechten handeln, sollten auch allein durch die Kirche finanziert und betrieben werden!

  3. Die übermäßige kirchliche Einflussnahme auf Gesetz und Normen muss aufhören. Vertreter der großen Amtskirchen sitzen im deutschen Ethikrat, in den Räten der Rundfunkanstalten etc. Es wäre jedoch nur gerecht, dort auch Vertreter anderer Religionen, Glaubensrichtungen etc. aufnehmen, um so der Vielfalt der kulturellen und religiösen Richtungen in Deutschland gerecht zu werden. Oder gleich statt religiösen Vertreter humanistische und philosophische Vertreter in den jeweiligen Funktionen einzusetzen.

Begründung:

Ad 1: Die Einziehung eines monetären Beitrages zugunsten der beiden großen Kirchen ist in Deutschland einmalig und nicht mehr zeitgemäß. In nahezu allen anderen europäischen Ländern müssen sich die Kirchen selbst durch Spenden finanzieren. Die beiden deutschen Amtskirchen haben hier gegenüber anderen Religionen und gemeinnützigen Einrichtungen wesentliche Vorteile, die nicht mehr zu rechtfertigen sind. Ein System wie in Spanien oder Italien hingegen würde es ermöglichen auch andere religiöse oder soziale Einrichtungen zu fördern, ohne dass dabei zwei Gemeinschaften besonders bevorzugt werden. Zudem wäre es nicht mehr möglich anhand der Lohnsteuerkarte auf die Mitgliedschaft einer Religion zu schließen und mit diesem Wissen Leute zu diskriminieren.

Ad. 2 Die Einrichtung von kirchlichen Tendenzbetrieben ist in Zeiten der Trennung von Staat und Religion, sowie dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz ebenfalls nicht mehr zeitgemäß und wurde in jüngster Zeit bereits vom Europäischen Gerichtshof angemahnt. Die genannten Betriebe werden überwiegend durch Steuergelder oder Versicherungsbeiträge finanziert, sie sind durch den Staat für Versorgung der Bevölkerung eingesetzt. Diese Versorgung und nicht eigene moralische Ansichten (wie z. B. im Fall des jungen Vergewaltigungsopfers in Köln) müssen im Vordergrund stehen. Tun sie dies nicht, sollten der Betriebe der Versorgungsauftrag entzogen werden oder sie sollten mindestens empfindlich bestraft werden. Den Amtskirchen steht es frei die Betrieb zu schließen, abzugeben (an andere Eigentümer) oder aber mit Eigenmitteln und Einzelverträgen zu finanzieren. Dann wäre auch ein eigenes Arbeitsrecht zulässig. Das kirchliche Arbeitsrecht führt nicht nur zu einer starken Diskriminierung einzelnen Personen, sondern auch zu einer Benachteiligung andere Unternehmen, die nach deutschem Arbeitsrecht handeln müssen. Da kirchliche Tendenzbetriebe heute "normale" Wirtschaftsbetriebe sind, ist eine solche Bevorzugung nicht mehr hinnehmbar.

Ad. 3 Eine moralische und ethische Instanz ist von enormer Bedeutung, allerdings sollte diese auch die Vielzahl der religiösen und kulturellen Ansichten die es in unserem Land gibt widerspiegeln. Natürlich ist die christliche Kultur in Deutschland tief verwurzelt, dennoch sollte man auch andere Sichtweisen berücksichtigen. Ein Beharren auf "älteren Rechten" trägt nicht zu einer toleranten und aufgeklärten Gesellschaft bei, sondern verhindert Integration. Ethik und Moral benötigen keine Religion, sondern humanistisches, aufgeklärtes Denken.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Hannover, 20.01.2013 (aktiv bis 16.02.2013)


Debatte zur Petition

PRO: Bitte die Petition neu starten und den humanistischen Pressedienst darauf hinweisen. (hpd.de) Ohne mediale Hilfe bringt doch das nichts. Danke!

PRO: "Kirchliche" Kindergärten und "kirchliche" Schulen werden fast vollständig aus Steuern (nicht Kirchensteuern) bezahlt, also auch von allen Nichtmitgliedern. Dafür betreiben die Kirchen dann Mitgliederwerbung schon bei den Kleinsten. Auch bei den "kirchlichen" ...

CONTRA: Mir ist die Kirchensteuerdebatte zu einfach. Mit Kirchensteuermitteln werden Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen finanziert, die der öffentlichen Hand durchaus Erleichterung verschaffen. Die Kirche stellt hier selbst da, wo der Betrieb voll öffentlich ...

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf