• Von: Ralf Gierkes mehr
  • An: Rat der Stadt Aachen
  • Region: Aachen mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 1.018 Unterstützer
    795 in Aachen
    Sammlung abgeschlossen

Stoppt grelle Straßenlaternen in Aachen

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Der Rat der Stadt Aachen wird aufgefordert, GEGEN die von der Stadtverwaltung beabsichtigte Umrüstung der Straßenlaternen auf grelle, sogenannte "neutralweiße" LEDs zu stimmen.
Stattdessen soll der Rat der Stadt den Einsatz von warmweißen LEDs beschließen.

Begründung:

Der geplante Einsatz von sogenannten "neutralweißen" LED-Leuchten mit 4000° Kelvin hat gravierende Nachteile: Es ist nachgewiesen, dass helle, tageslichtartige Lichtquellen die Produktion des Schlafhormons Melatonin negativ beeinflussen und zu Schlafstörungen führen können. Gerade in Wohngebieten sollten deshalb warmweiße LEDs mit weniger Leuchtkraft zum Einsatz kommen, die das abends rot werdende Sonnenlicht nachempfinden. Die Verwalltung ignoriert, dass sich das Licht und seine Farbe im Laufe des Tages ändert - die Nacht soll lichttechnisch zum Tag gemacht werden.

Außerdem verursachen die grellen LEDs mehr Licht-Smog und werden von Naturschützern abgelehnt.

Die Stadtverwaltung argumentiert, dass mit den neuen, neutralweißen LEDs jährlich Stromkosten von etwa 70.000 Euro gespart werden können. Dies wäre auch mit warmweißen LEDs möglich.

Es geht bei der Entscheidung, in welchem Licht die Laternen leuchten, aber nicht nur um vordergründige Einsparungen, sondern um die wichtigen Belange der Gesundheit und des Wohlbefindens. Nur, wer gut schläft, ist leistungsfähig und wird weniger häufig krank. Die Folgekosten zur Behandlung gesundheitlicher Probleme sind nicht absehbar.

Ein weiteres Verwaltungsargument für den Einsatz der grellen LED-Leuchten ist die Sicherheit. Aber was bedeutet das? Lassen sich Strauchdiebe durch mehr Licht abschrecken? ... Etwa 80% aller Einbrüche werden am hellichten Tag verübt.

Taghelle Straßen verführen darüber hinaus zu schnellerem Fahren. Die Sicherheit in Wohngebieten wird eher ab denn zunehmen.

Fazit: bei nüchterner Betrachtung bringt der Einsatz warmweißer LED-Leuchten keinerlei Nachteile, im Gegenteil, die Vorteile überwiegen. Ein letztes Argument der Verwaltung sind die eventuell leicht höheren Anschaffungskosten, ohne jedoch konkret zu werden. Viel teurer werden die warmweißen LEDs nicht sein, zudem wird die Industrie sie bei steigender Nachfrage auch kostengünstiger produzieren.

Der Rat der Stadt sollte sich deshalb in Sachen warmweißer LEDs als Anwalt seiner Bürger und Vorreiter für eine menschenfreundliche Beleuchtung verstehen.

Bei all den Argumenten ist eines bisher nicht genannt worden - das der Ästhetik: heimeliges Licht ist einfach schöner, als LED Scheinwerfer, die an das Flutlicht eines Fußballstadions erinnern.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

52074, 31.10.2015 (aktiv bis 30.12.2015)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, danke für Ihre Unterschrift gegen die geplanten grellen LEDs in Aachen. Die Resonanz in der Presse war und ist groß. ABER WIR BRAUCHEN NOCH MEHR UNTERSTÜTZUNG!!! FRAGT FREUNDE UND BEKANNTE! SPÄTESTENS DIENSTAG ...

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Debatte zur Petition

PRO: LED-Technik kann gewiss begrüßt werden, aber bitte in Warmton (2700-3000 Kelvin)! Wer sich kaltes Licht ansehen möchte, schaue sich am Abend den Bahnhofsvorplatz an. Der Wohlfühlfaktor ist bei warmweißem Licht deutlich besser als bei relativ kaltem neutralweißem ...

CONTRA: Angeblich sollen LED-Straßenleuchten die Krebsgefahr erhöhen, wie man nebenan lesen kann. Wenn Beleuchtung krank macht, dann am Arbeitsplatz mit 150Lux bis 1.000Lux Beleuchtungsstärke 4.000 - 6.500 Kelvin. Die Straßenleuchte erreicht 0,5Lux bis 20Lux ...

CONTRA: An der Uni Düsseldurf wurde in Versuchsreihen nachgewiesen, dass LED-Straßenleuchten mit 4.000 Kelvin 90% weniger Insekten anziehen als Quecksilberdampflampen (HQL) und noch 40% weniger als die gelben Natriumdampflampen (NAV). Man führt das auf die fehlende ...

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