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Änderungen an der Petition
9 days ago -
Änderungen an der Petition
on 08 Jun 2026 -
Änderungen an der Petition
on 06 Jun 2026
Petition addressed to: Der Deutsche Bundestag und die Bundesregierung (Bundesministerium des Innern und für Heimat sowie Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
Unsere Forderungen an den Gesetzgeber:
Wir fordern eine grundlegende Reform der Bestattungsgesetze. Eine anonyme Beisetzung darf erst dann der allerletzte Ausweg sein, wenn die Behörden folgendes standardisierte Ermittlungsverfahren erfolglos durchlaufen haben:
1.Einführung eines bundesweiten, digitalen Sterberegisters: Jeder behördliche Sterbefall muss unverzüglich zentral erfasst werden, um Angehörigen und Freunden die Chance zu geben, nach Vermissten zu suchen, bevor unumkehrbare Fakten geschaffen werden.
2.Verpflichtende Sichtung der Wohnung und Dokumente: Bevor eine anonyme Bestattung angeordnet wird, muss die Wohnung zwingend gesichtet werden (z.B. nach Grabpflegeverträgen, Adressbüchern).
3.Gesetzliche Pflicht zur behördlichen Auswertung digitaler Medien: Behörden müssen verpflichtet werden, sichergestellte Mobiltelefone datenschutzkonform auf familiäre oder freundschaftliche Kontakte auszuwerten.
4.Zwingende Einbindung ausländischer Konsulate: Bei ausländischen Wurzeln müssen die Behörden zwingend das zuständige Konsulat kontaktieren.
5.Zweckbindung von Fiskalerbschaften: Fällt das Vermögen an den Staat, müssen mindestens 20% dieses Geldes gesetzlich verpflichtend für eine nachträgliche, würdevolle und namentliche Kennzeichnung (z. B. Stele oder Gedenktafel) am Beisetzungsort aufgewendet werden.
6.Aufhebung der Auskunftsblockade für langjährige Weggefährten: Wenn Behörden keine Angehörigen finden, müssen sie nachweisbaren Freunden Auskunft erteilen.
Freundschaft darf vom Staat nicht zweitklassig behandelt werden.
7.Verpflichtende Mindest- Wartefrist von vier Wochen: Nach der Wohnungsüberprüfung ist vor der Anordnung einer anonymen Beisetzung eine gesetzliche Frist von mindestens vier Wochen einzuhalten.
8.Bundesweite Meldepflicht: und transparente Statistikerfassung"
Persönliche Geschichte: +“Stevan (geb. Stipan) Stantić“ (1941–2025) war mein Freund. Er starb im Januar 2025 mit 83 Jahren. Er lebte ein arbeitsames Leben, zahlte Steuern und pflegte tiefe Freundschaften. Doch er drohte anonym bestattet zu werden – namenlos vergessen, als wäre er nie existiert. Das ist menschenunwürdig.
Das Problem: Weil es in Deutschland kein zentrales Sterberegister gibt, wissen Stadtverwaltungen oft nicht, ob verstorbene Angehörige oder Freunde haben. Jährlich werden schätzungsweise Tausende Menschen anonym bestattet (vgl. Recherchen von ARD, ZDF und dem Bundesverband Deutscher Bestatter). Die genauen Zahlen sind unbekannt – genau das ist das Problem.
Die Lösung: Die Würde des Menschen endet nicht mit dem Tod (Art. 1 GG). Für +“Stevan (geb. Stipan) Stantić“kam die Hilfe zu spät. Aber für die Tausenden, die nach ihm kommen, müssen wir jetzt ein Gesetz schaffen, das anonyme Bestattungen als letzten Ausweg regelt – nicht als bequeme Standardlösung.
Petition started:
06/04/2026
Collection ends:
12/03/2026
Region:
Germany
Topic:
Administration
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Weil mir die Menschenwürde wichtig ist.