• Von: Jörg Langelüttich mehr
  • An: Bezirksbürgermeister Oliver Igel / Regierender ...
  • Region: Treptow-Köpenick mehr
    Kategorie: Verwaltung mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 686 Unterstützer
    270 in Bezirk Treptow-Köpenick
    Sammlung abgeschlossen

Studentisches Wohnen contra Kultur? Hasselwerder Park mit NOVILLA-Projekt komplex entwickeln!

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Der Bezirk Treptow-Köpenick ist Eigentümer der zwei letzten noch in öffentlicher Hand verbliebenen Grundstücke zwischen Kaisersteg und Treskowbrücke in Niederschöneweide: Hasselwerder Str. 22 (Hasselwerder Villa) und 22a (ehem. Kita). Beide sind auch als Hasselwerder Park bekannt.

Seit Mai 2014 ist mit dem Betrieb von NOVILLA – Internationales Zentrum für Kunst, Kreativität und Begegnung eine sinnvolle und erwünschte Nutzung in der Hasselwerder Villa am Kaisersteg entstanden. Nach Jahren des Leerstands und Unternutzung veranstalteten Moving Poets Berlin dort nun in nur acht Monaten 22 Programme für über 2.500 Menschen einschließlich rund 250 Kinder.
Auch Bau und Betrieb einer zweisprachigen Kunst-Kita für ca. 100 Kinder sind bereits in Planung, ein kompetenter Partner ist gefunden.
NOVILLA findet sowohl lokal als auch international Zuspruch, arbeitet in Eigeninitiative der amerikanischdeutschen Künstlergruppe Moving Poets und kostet den Bezirk bzw. das Land keinen Cent.

Jetzt will die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft NOVILLA verdrängen. In der Villa soll durch das Studentenwerk ein Studentenwohnheim mit ca. 25 Einheiten entstehen. Das ist noch nicht einmal 1% der insgesamt 5.000 Plätze, die das Studentenwerk schaffen soll.
Und was der Umbau der hierzu überhaupt nicht ausgelegten Villa kosten wird? Auf jeden Fall teuer.

STUDENTISCHES WOHNEN contra KULTUR?
FÜR EINEN TEUREN TROPFEN AUF DEN HEISSEN STEIN?

Gleichzeitig soll das zur Schaffung von studentischem Wohnen viel besser geeignete, nebenliegende Grundstück Hasselwerderstr. 22a an einen kommerziellen Investor vergeben werden – zur Beförderung der Zeichnung eines städtebaulichen Vertrages. Und logischerweise zum Bau von Luxuswohnungen am Wasser.
Dort seit Jahren bestehende Nutzungen, wie die Kiezküche der Küchengeister und das Jugendschiff ReMiLi, welche vor allem älteren Menschen, Jugendlichen und Kindern mit Migrationshintergrund zu Gute kommen, würden wohl verschwinden.

EIN FÜR STUDENTISCHES WOHNEN GUT GEEIGNETES, KOMMUNALES GRUNDSTÜCK GEHT AN KOMMERZIELLE INVESTOREN!
FÜR DEN BAU VON LUXUSWOHNUNGEN?

WENN SIE DAS WOLLEN, BRAUCHEN SIE NICHTS WEITER ZU TUN!

Ansonsten bitten wir Sie darum, unsere Petition zu unterstützen und Verwaltung und Politik dazu aufzufordern, eine konstruktive Gesamtlösung für die Liegenschaften Hasselwerder Str. 22 und 22a zu finden, welche den an diesem Standort eigentlich sehr gut miteinander zu verbindenden bestehenden Nutzungen, Kultur / NOVILLA und studentisches Wohnen entgegen kommt.

www.movingpoets.org | www.meinschoeneweide.de | www.kulturfenster-berlin.de

Begründung:

Die Moving Poets Berlin als kulturelle Initiative haben mit "NOVILLA – Internationales Zentrum für Kunst, Kreativität und Begegnung“ ein nicht-gewinnorientiertes, aber wirtschaftlich tragfähiges Konzept entworfen, das die Hasselwerder Villa als geschichtlich bedeutsamen Ort für die Öffentlichkeit erhalten, sichtbar machen und
einen wichtigen Beitrag zur lokalen wie überregionalen Kulturarbeit leisten wird.
NOVILLA greift die historische Bedeutung des Ortes auf und entwickelt die 1942 zwangsenteignete Villa als lokal eingebundenes internationales Zentrum, das Demokratie, Toleranz und Begegnung unterschiedlicher Kulturen öffentlich lebt.

Das NOVILLA-Konzept bewegte die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick (BVV) dazu am 30. Januar 2014 den Beschluss zu fassen, dem Bezirksamt zu empfehlen, "sich gegenüber dem Liegenschaftsfonds für den Verzicht auf ein bedingungsfreies Bieterverfahren für die Hasselwerder Villa und für das Zustandekommen eines Erbbaurechtsvertrages mit den Initiatoren eines Zentrums für Kunst, Kreativität und Begegnung (NOVILLA) einzusetzen, sofern diese ein inhaltlich schlüssiges und wirtschaftlich tragfähiges Konzept vorlegen" (www.berlin.de/ba-treptow-koepenick/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=4731).
In Folge dessen legten die Initiatoren ein überarbeitetes Konzept, dass die wirtschaftliche Tragfähigkeit einschloss, sowie den Entwurf eines Erbbaurechtsvertrages für das Grundstück Hasselwerder Str. 22. Bis heute gibt es dazu keine - obwohl mehrfach zugesicherte - Resonanz seitens des Bezirksamtes.
Die Möglichkeit, das Verfahren in eigener Verantwortung durch den Bezirk zu steuern, wurde bisher nicht ergriffen, weil das Bezirksamt eine Übernahme in eines der eigenen Fachvermögen ausgeschlossen hat (obwohl es nach wie vor im Fachvermögen des Bezirkes / Serviceeinheit Facility Management als Dienstgebäude geführt wird).

Der Liegenschaftsfonds hat lediglich einen Vermarktungsauftrag und nach der durch den oben genannten BVV-Beschluss erfolgten Aussetzung des beabsichtigten bedingungsfreien Bieterverfahrens auftragsgemäß bei verschiedenen Senatsverwaltungen prüfen lassen, ob es Bedarfe für die Liegenschaft gibt. In diesem Zusammenhang stellte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft den Antrag, die Liegenschaft in ihr Fachvermögen zu übertragen, um in der Hasselwerder Villa mit dem Studentenwerk Möglichkeiten für studentisches Wohnen zu schaffen.

Bereits im ersten vorgelegten NOVILLA-Projekt haben die Moving Poets darauf aufmerksam gemacht, dass die beiden kommunalen Grundstücke Hasselwerder Str. 22 und 22a gemeinschaftlich entwickelt werden sollten, um u. a. den wachsenden Bedarf für studentisches Wohnen, speziell für internationale Studierende, mit geigneten An- und/oder Neubauten zu berücksichtigen und dass sich eine solche Nutzung mit dem NOVILLA-Konzept und den weiteren vorhandenen Angeboten (geplante Kita, Kieztreff der Küchengeister, Jugendschiff ReMiLi, ReMiLi-Kids, öffentlicher Spielplatz, Uferwanderweg, gestaltete Außenflächen) ideal unter stadtentwicklungspolitischen Gesichtspunkten ergänzen würde.
Das wurde immer wieder mit Verweis auf den Bedarf des Fachbereichs Schule am Grundstück Hasselwerder Str. 22a abgelehnt - ein Bedarf, der nach Aussage der betreffenden Grundschule nicht erwogen wird. Gleichzeitig wurden die Niederschöneweider Bürgerinnen und Bürger auf einer Ortsteilkonferenz im September 2014 seitens des Sanierungsbeauftragten des Landes Berlin informiert, dass eine Übertragung der Hasselwerder Str. 22a an den Investor der benachbarten Großbrache (Block 6) zum Zweck des Abschlusses eines städtebaulichen Vertrages wünschenswert und auch so geplant sei.

Das Land Berlin und der Bezirk Treptow-Köpenick dürfen die Chance der Entwicklung eines für den umstrittenen Stadtteil Schöneweide so wichtigen zentralen Raumes nicht vergeben!

Die bereits vorgelegten Nutzungskonzepte und -ideen müssen in einem komplexen Beteiligungsverfahren auf Augenhöhe für beide Grundstücke Hasselwerder Str. 22 und 22a gemeinsam weiter entwickelt und umgesetzt werden!

Den Moving Poets Berlin müssen dringend klare Perspektiven eröffnet werden, um dem NOVILLA-Projekt und den damit verbundenen vielfältigen Initiativen und Programmen Planungssicherheit zu geben und den verdienten Respekt zu erweisen!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Berlin, 27.01.2015 (aktiv bis 23.02.2015)


Neuigkeiten

Liebe Unterzeichner*innen, vielen Dank für Ihre und Eure große Unterstützung! Die Petition haben inzwischen mehr als 1.000 Personen gezeichnet und wir sammeln hier vor Ort in Schöneweide und im Bezirk Treptow-Köpenick weiter. Zugleich versuchen wir ...

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Debatte zur Petition

PRO: Der Bürgermeister von Treptow-Köpenick will kein sich selbst tragendes NOVILLA-Projekt auf einem kommunalen Grundstück! Anders ist seine Haltung in dem vergangenen Jahr nicht zu interpretieren – ihm sind in dieser Angelegenheit, durch den Liegenschaftsfonds ...

CONTRA: Vielleicht könnte man ein gemeinsames Konzept entwickeln, was beide Aspekte verein, also zum einen Wohnraum für Studierende und zum anderen Erhalt des gewachsenen kulturellen Projekts. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass die beiden Parteien ...

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Petitionsverlauf

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