Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn man die Nahversorgungsmöglichkeiten in den Stadtteilen genauer betrachtet, fällt auf, dass vor allem im Bereich Lebensmittelversorgung in einigen Stadtteilen noch sehr viel Luft nach oben ist. Besonders im Ortsteil Großglattbach bestehen gravierende Mängel, woraufhin wir vor kurzem die ,,Einwohnerinitiative #Supermarkt“ gegründet haben.

Warum diese Mängel besonders in Großglattbach gravierend sind werden wir ihnen im Folgenden deutlich machen. Um diese Mängel zu beheben, und die Unzufriedenheit der Großglattbacher über die von einigen EinwohnerInnen sogenannte "Mühlacker Fremdbestimmung“ einzudämmen, fordern wir endlich einen Supermarkt in Großglattbach.

Begründung

Doch bevor wir jedoch auf die Probleme hinweisen, möchten wir zunächst einmal klarstellen, dass sich ein Supermarkt auf Grund der Einwohnerzahl von ca. 1.500, und dem täglichen Berufsverkehr über die L1125 lohnt. Viele Werktätige, tätigen ihre Einkäufe auf dem Weg, von der Arbeit, Nach Hause, und die EinwohnerInnen Großglattbachs würden ihre Besorgungen ebenfalls in einem Großglattbacher Supermarkt tätigen.

Ein Grund warum auch die Stadt von diesem Supermarkt profitieren würde, ist die Gewerbesteuer. Nach sehr hohen Ausgaben der Stadt Mühlacker für die Gartenschau, den Mühlehofabriss etc. hat die Stadt Mühlacker ein großes finanzielles Problem, welches mit einem Supermarkt in Großglattbach selbstverständlich nicht vollständig gelöst ist, jedoch ist es ein guter Anfang zu einer langfristigen Lösung des finanziellen Problems.

Eines der Probleme, das sich aus den Lücken der Nahversorgung in Großglattbach ergibt ist, dass die Jugendlichen so passiv dazu erzogen werden, dass sie ihre Einkäufe bei einem stark überteuerten Kleinhändler tätigen. Denn wenn sie jetzt schon ihre Güter stark überteuert erwerben, bekommen sie kein Gespür dafür, was ein einzelnes Produkt überhaupt Wert ist. Heute sind es eine Limo für 2,50€ zuzüglich Pfand und eine Tüte Chips für 4€, und morgen normale Wochenendeinkäufe für vier Personen zu insgesamt 450€.

Ein sehr großes Problem ist die immer weiter fortschreitende Abwanderung vom ländlichen Raum. Der Hauptgrund dafür sind die Engpässe in der Nahversorgung, denn keinen jungen Menschen zieht es in Orte, die nicht einmal einen Supermarkt vorzuweisen haben, und diese Menschen ziehen dann nicht in Mittelstädte wie Mühlacker, sondern in Großstädte wie Berlin, München, Köln oder Stuttgart. Wenn dieser Wandel weiter fortschreitet werden zuerst Dörfer wie Großglattbach, Lienzingen und Enzberg verschwinden, und dann Städte wie Wiernsheim, Mühlacker und Vaihingen. Dieses Problem macht wie eben gesehen auch vor Mühlacker nicht halt, aber schon viel früher sind die Folgen dieser Abwanderung abzusehen, durch die Abwanderung verliert die Stadt Mühlacker Bürger und damit: Steuerzahler! Dies wird die Stadt Mühlacker in eine tiefe Schuldenfalle treiben, aus der sie nie wieder entfliehen kann.

Ein ebenso wichtiges Argument sind die Versorgungsmöglichkeiten älterer Menschen. In Großglattbach haben ältere Menschen, die körperlich nicht mehr in der Lage sind, ein PKW zu fahren oder sich von ihrer Rente kein Auto leisten können, kaum Möglichkeiten, Einkäufe zu tätigen. Die zur Lösung dieses Problems bereits in die Wege geleiteten Lösungsansätze, mit der Bürgerbuslinie nach Wiernsheim sind hierfür schlicht unzureichend. Der Bürgerbus fährt nicht an allen Tagen, und an den Tagen, an denen die Großglattbacher Haltestellen überhaupt befahren werden, werden diese nur vormittags befahren. Wer Donnerstagvormittag die Milch vergisst, muss am Wochenende sein Müsli trocken essen, und den Kaffee schwarz trinken. Da der Versuch gescheitert ist, die Menschen zu den Supermärkten zu bringen, sollte jetzt dringend der Versuch unternommen werden, die Supermärkte zu den Menschen zu bringen.

Der Grund jedoch, warum zuerst ein Supermarkt in Großglattbach eröffnet werden muss, liegt in der Entfernung zu den nächsten Einkaufsmöglichkeiten. In Zahlen ausgedrückt müssen die Mühlackerer, Lomersheimer und Enzberger nur einige Schritte gehen um einzukaufen, die Mühlhausener müssen 3,6 km mit dem Auto fahren, die Lienzinger 3,2 km, und die Großglattbacher sage und schreibe 7,5 km. Ob bei einer solchen Entfernung überhaupt noch von Nahversorgung zu sprechen ist, wagen wir zu bezweifeln.

Die Stadt Mühlacker kann von den EinwohnerInnen Großglattbachs nicht verlangen, dass sie zum Einkaufen siebeneinhalb Kilometer mit dem Auto fahren, denn man kann den Bürgern die hohen Spritkosten einfach nicht zumuten, und eine Umweltfreundliche Methode Einkäufe zu tätigen ist dies sicherlich auch nicht.

Nach all diesen Gedanken können sie nicht abstreiten, dass Großglattbach einen Supermarkt braucht. Daher bitten wir sie innständig, die nötigen Schritte in die Wege zu leiten, dass sich ein Supermarkt in Großglattbach niederlässt, die beiden Kleinhändler, Bäckerei und Metzgerei, können die Nahversorgung in Großglattbach nicht alleine stemmen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Rai Navarro Wenrich aus Mühlacker
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Warum Menschen unterschreiben

  • am 04.02.2019

    Weil ich des so will

  • am 03.02.2019

    Ich wollte schon immer einen Einkaufsladen in Großglattbach haben, dann müsste ich nicht immer um mir etwas zu kaufen nach Wirnsheim oder Mühlacker fahren, andererseits eine Busverbindung nach Vaihingen Enz wäre mal ein Anfang

  • Julian Buck Mühlacker

    am 02.02.2019

    Kann man immer brauchen

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